USA laden Putin zu G20-Gipfel in Miami ein
Die USA haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin an den bevorstehenden G20-Gipfel in Miami eingeladen. Das teilte der US-Aussenminister Marco Rubio am Rande der UN-Generaldebatte in New York mit und fügte an: «Wir hoffen, dass er die Einladung annimmt.»
Um Probleme zu lösen, müsse man sich mit den Menschen treffen, mit denen man nicht übereinstimmt oder mit denen es möglicherweise Schwierigkeiten gibt, begründete Rubio die Einladung weiter. Kurz davor hatte er seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow getroffen.
Der Gipfel findet im Dezember im Golfclub des US-Präsidenten Donald Trump in Miami, im Bundesstaat Florida statt. Schon im April hiess von Seiten der USA, man werde alle G20-Mitglieder an den Gipfel einladen. Trump selbst zweifelte damals noch an Putins Teilnahme.
Mögliche Ausweitung des Ukraine-Kriegs sorgt USA
Den USA bereitet nach Angaben von Aussenminister Marco Rubio eine mögliche Ausweitung des russischen Kriegs gegen die Ukraine auf weitere Länder Sorgen. Als möglichen Auslöser für so ein Szenario zählte er unter anderem hybride Angriffe oder Sabotageattacke auf. «Diese Dinge geben Anlass zur Sorge. Wir sprechen das in zahlreichen Treffen mit verschiedenen Ländern an», betonte Rubio.
Unter hybrider Kriegsführung versteht man eine Kombination aus militärischen, wirtschaftlichen, geheimdienstlichen und propagandistischen Mitteln. Dazu zählen auch Cyberattacken und Desinformationskampagnen, um die öffentliche Meinung etwa vor Wahlen zu beeinflussen.
Rubio war von einer Reporterin explizit auch auf den mutmasslich russischen Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle angesprochen worden. In seiner allgemein gehaltenen Antwort ging er aber nicht auf den konkreten Fall ein.
Am Flughafen Leipzig/Halle war Anfang August eine mit Sprengstoff präparierte Drohne neben ukrainischen Frachtflugzeugen gefunden worden. Die Bundesregierung macht Russland dafür verantwortlich.
(val ergänzt mit Material der SDA)
