Neuwelt-Schraubenwurm: Fleischfressender Parasit befällt Rind in der USA

FILE - A New World screwworm larvae sits at rest in this undated photo. (USDA Agricultural Research Service via AP, file)
Screwworm
Mit ihren scharfen Zähnen bohren sich die Schraubenwurmlarven in das Gewebe ihrer Wirte.Bild: keystone

Nach vermeintlicher Ausrottung: Der fleischfressende Schraubenwurm ist zurück in den USA

05.06.2026, 11:1505.06.2026, 11:15

Alleine der Name klingt, als würde er einem dystopischen Science-Fiction-Film entspringen: New World Screwworm oder auf Deutsch der Neuwelt-Schraubenwurm. Der fleischfressende Parasit gilt als Schreckgespenst vieler Viehzüchter und Viehzüchterinnen weltweit, denn im Gegensatz zu herkömmlichen Maden ernähren sich die Larven der Schraubenwurmfliege von lebendem Gewebe.

Dabei legen die Weibchen ihre Eier in offene Wunden und Schleimhäute von Tieren, in seltenen Fällen auch Menschen, ab. Nachdem die Larven geschlüpft sind, bohren sie sich zu Hunderten mit ihrem scharfen Mundwerkzeug in das Gewebe ihrer Opfer. Ein Vorgang, der unbehandelt mit dem Tod des befallenen Wirts enden kann. Für Menschen stellen die Parasiten gemäss dem US-Gesundheitsministerium jedoch nur ein geringes Gesamtrisiko dar.

Landwirtschaftsministerin ruft zur Wachsamkeit auf

Wie der englische Nachrichtensender BBC berichtet, wurde nun zum ersten Mal seit rund 60 Jahren ein Schraubenwurm-Befall bei einem Rind in den USA festgestellt. Während sich die Parasiten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den US-Südstaaten ausbreiteten, begann ab 1950 die gezielte Bekämpfung und Ausrottung der Fliegenart.

Der nun in La Pryor, Texas, bekannt gewordene Fall rief die US-Landwirtschaftsbehörde auf den Plan. Diese habe sich bereits seit geraumer Zeit auf eine Rückkehr des Schraubenwurms vorbereitet. Die US-Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins rief die Viehhalter in Südtexas zur Wachsamkeit auf. Mitarbeitende des Ministeriums seien bereits in Texas eingetroffen, um die Betriebe bei der Bekämpfung des Parasiten zu unterstützen.

Zum Einsatz soll dabei eine bereits bewährte Taktik kommen. So soll die Freisetzung von Millionen steriler Schraubenwurmfliegen dafür sorgen, dass die Weibchen nach der Paarung mit diesen unbefruchtete Eier ablegen. Da die Weibchen sich nur einmal in ihrem kurzen Leben paaren können, führt dies zu einer drastischen Abnahme der Population, wie die Bekämpfung der Parasiten in den 50er- und 60er-Jahren zeigte. (jul)

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s'Paddiesli
05.06.2026 11:55registriert Mai 2017
Die Prävention zur Bekämpfung des Schraubenwurms in den USA hat übrigens DOGE weggespart.
Also, 100% selbst Schuld, bedankt euch bei Trump und Musk.
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Magnum
05.06.2026 11:37registriert Februar 2015
Im Kopf vom (Un-)Gesundheitsminister Robert F. Kennedy JR wäre noch ein Zimmer frei für dieses Tierchen. Ob es dort noch genug Nahrung vorfinden wird, erscheint mir hingegen eher fraglich.
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