Was tun, wenn die Wohnung ein Backofen wird? Meine 3 Eskalationsstufen
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Heiss, heisser, noch heisser, Sommer in meiner Wohnung! Leute, kennt ihr das auch? Irgendwann zwischen Juni und August kommen diese Es-wird-nie-wieder-unter-35-Grad-Tage – zumindest fühlt sich alles so an. Kann sein, dass jetzt, da ihr diesen Blog lest, bereits eine Hitzewelle durch ist, wir gerade drinstecken oder sie womöglich noch anrollt.
So oder anders: In meiner Altbauwohnung unter dem Dach lässt sich das Phänomen Backofenwohnung hautnah erleben. Sobald es über längere Zeit nachts nicht unter 20 oder meinetwegen 23 Grad abkühlt, heizt sich das ganze Haus auf und ihr kriegt die Hitze fast nicht mehr raus. Sie steht einfach still.
Bisher konnte ich mich nicht durchringen, einen Ventilator zu kaufen, weil der die heisse Luft eigentlich nur rumwirbelt. Klar, Verdunstungseffekt und so, aber nachts finde ich das eher unangenehm und obwohl sicher leise, eben doch relativ laut.
Eine Klimaanlage für die paar Tage im Jahr? Nope
Und dann sind da noch die Klimaanlagen. Sicher, puncto Energieverbrauch haben die in den vergangenen Jahren bestimmt auch Effizienzsprünge gemacht. Aber für meine kleine Wohnung finde ich die Anschaffung nach wie vor übertrieben. Letztlich sind es eben doch nur ein paar Tage im Jahr, die es auszuhalten gilt. Das Teil würde aber je nachdem permanent irgendwo Platz rauben.
Zudem haben wir in unserem 4er-Büro eine Klimaanlage. Das macht solche Hitzeperioden etwas erträglicher – bis ich abends nach Hause komme …
Erwartet nicht zu viel, aber ein paar Tricks
Die Frage, mit welchen Tricks ich meine Bude runtergekühlt bekomme, stellte sich in den letzten Jahren leider immer öfter. Wobei im Netz auch ziemlich viele unnütze Tipps rumdümpeln. Letztlich hängt aller Nutzen oder Schaden dieser sogenannten Tricks vom Ausbaustandard, der Ausrichtung (Norden, Süden und so) der Wohnung und vielen weiteren Faktoren ab.
Schreibt eure Erfahrungen und euren Frust gerne in die Kommentarspalte!
Eskalationsstufe 1: Fenster haben ihre Grenzen
Normalerweise sollte man tagsüber Fenster und Rollläden geschlossen halten, damit die Hitze draussen bleibt und die Sonneneinstrahlung nicht noch zusätzlich heizt. Gelüftet wird nachts und sehr früh morgens. So sagen es die vielen Fachleute im Netz. Und das ist wohl auch die eine Verhaltensregel, die für alle Wohnungen gilt.
Das funktioniert aber leider nicht mehr, wenn es erst gegen 5 Uhr morgens unter 20 Grad abkühlt oder die Temperaturen nicht mehr unter 22, 23 Grad sinken. Geschlossene Fenster funktionieren auch nicht in meiner kleinen Altbauwohnung, wenn ich Homeoffice mache. Die Luftfeuchtigkeit schlägt in diesem Fall die Hitze. Ich muss mindestens das Küchenfenster offen haben, sonst gibt's Sauna.
Eskalationsstufe 2: Jetzt müssen wir die Frage anders stellen
Wenn wir Leidensgenossinnen und -genossen am Sauna-Punkt angekommen sind, müssen wir die Frage ändern: Mit welchen Tricks wird die Wohnung nicht noch heisser?
In solchen Zeiten koche und backe ich nicht, damit Ofen und Gusseisenherdplatten nicht noch mehr heizen. Mit modernen Geräten ist das natürlich kein Thema mehr. Aber bei mir haben jetzt Birchermüesli, Salate aller Art und Brot mit was auch immer drauf Hochsaison. Auch das Modem alias Miniöfeli schalte ich wann immer möglich aus. Mein alter Staubsauger hat jetzt Sommerpause, weil er sonst die Luft wärmt. Zur Not tun es auch mal Schüfeli und Bäseli. Gleiches gilt für meinen Haarföhn, Otto, der hat jetzt Hitzefrei.
Eskalationsstufe 3: Kühle dich, nicht die Wohnung
An jenen Tagen, an denen ich mich in meinem eigenen Schweiss suhlen kann, muss ich oft an die älteren Menschen denken, die quasi in ihren Hitze-Wohnungen gefangen sind, weil sie bei den Temperaturen nicht raus können, oder an Babys und Kleinkinder. Für die ist das sicher auch kein Zuckerschlecken. Sorry fürs Abschweifen…
Man soll dann ja lauwarmen Tee trinken, aber das schaffe ich einfach nicht und einige mich mit mir selbst auf nicht ganz so kaltes Wasser. Lesen, essen, Serien gucken, das geht alles super gut in Unterwäsche. Und der Schweiss kann auf einer viel grösseren Fläche verdunsten und kühlen. Ein Cold-Hot-Pack – ihr wisst schon, die mit dem blauen Gel – hab ich immer im Tiefkühler. Eingewickelt in ein Geschirrtuch lege ich während des Sofagammelns meine Beine drauf oder nachts beim Schlafen die Füsse.
Der Waschlappen im Bett
Wenn die letzte Eskalationsstufe erreicht ist und es nachts 27, 28 Grad hat in der Wohnung, müssen der Waschlappen und der Fächer her. Mit dem nassen Lappen werden Arme, Beine und Hals befeuchtet und der Fächer sorgt für Verdunstungskälte. Danach schlafe ich meistens wieder ein.
Und an alle Leute mit und ohne Dachwohnung oder Altbaubude: Welche Tricks funktionieren bei euch gut, um die Wohnung zu kühlen? Und welche Erfahrungen macht ihr mit Klimaanlagen?
