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Google enthüllt das Pixel 11 – das steckt in den neuen Smartphones

Die neuen Pixel-11-Phones und die Pixel Watch 5: Die Smartphones starten allesamt mit 256 GB Speicher.
Die neuen Pixel-11-Phones und die Pixel Watch 5: Die Smartphones starten allesamt mit 256 GB Speicher.bild: google

Google enthüllt vier neue Smartphones – das steckt in den Pixel-11-Modellen

Vier Smartphones, eine Uhr, ein Schlüsselfinder: Google baut sein Angebot aus. Ein Teil der neuen Funktionen kommt allerdings vorerst nicht zu uns.
12.08.2026, 16:5312.08.2026, 17:21

Google erneuert seine Smartphone-Reihe. Heute Nacht ab 0 Uhr Schweizer Zeit werden auf dem «Made by Google»-Event in New York vier Geräte der Pixel-11-Serie vorgestellt: das Pixel 11, das Pixel 11 Pro, das Pixel 11 Pro XL und das faltbare Pixel 11 Pro Fold. Dazu kommt die Smartwatch Pixel Watch 5.

Alle Geräte lassen sich ab sofort vorbestellen und sind ab dem 20. August im Handel. Die Preise reichen von 899 Franken für das Pixel 11 und reichen bis 2119 Franken für die grösste Speichervariante des Falt-Smartphones.

Das Pixel 11 Pro Fold kostet 1799 Franken.
Das Pixel 11 Pro Fold kostet 1799 Franken. bild: google

In allen vier Smartphones arbeitet der neue hauseigene Prozessor Tensor G6. Laut Google surft er rund 25 Prozent schneller, lädt Apps etwa 15 Prozent schneller und arbeitet bis zu 20 Prozent sparsamer als das Vorgängermodell. Einheitlich ist auch der Speicher: Alle Modelle starten in diesem Jahr mit 256 Gigabyte. Sieben Jahre lang will Google Betriebssystem- und Sicherheitsupdates liefern. Ausgeliefert werden die Geräte mit Android 17.

Bis zu 120-facher Zoom bei den Pro-Modellen

Die grössten Änderungen betreffen die Kameras von Pixel 11 Pro und Pro XL. Beide Geräte haben drei Kameras auf der Rückseite: eine Hauptkamera mit 50 Megapixeln, eine Ultraweitwinkelkamera mit 48 Megapixeln und ein Teleobjektiv mit ebenfalls 48 Megapixeln und fünffacher optischer Vergrösserung. Darüber hinaus lässt sich digital bis zum 120-fachen Zoom gehen. Solche Extremwerte sind allerdings mit Vorsicht zu geniessen: Google selbst schränkt ein, dass die Ergebnisse variieren können.

Alltagsnäher dürfte die Funktion «Sofort-Nachtsicht» sein. Bisher mussten Nutzer bei Nachtaufnahmen das Smartphone einige Sekunden stillhalten, während die Software mehrere Bilder verrechnet. Laut Google entfällt diese Wartezeit weitgehend, weil der neue Prozessor die Rechenarbeit deutlich schneller erledigt. Dazu kommt der Modus «Magische Aufnahme»: Statt den richtigen Moment abzupassen, drückt man einmal ab, und das Gerät schneidet und schärft Foto oder Video automatisch nach.

Auch beim Bildschirm legen die Pro-Modelle zu. Ihre Displays erreichen nach Herstellerangaben eine Spitzenhelligkeit von 3600 Nits und sollen damit auch in direktem Sonnenlicht ablesbar bleiben. Das Deckglas sei zudem mehr als doppelt so kratzfest wie bisher.

Leuchten auf der Rückseite sollen Blicke aufs Display sparen

Eine ungewöhnliche Neuerung tragen die drei Pro-Geräte auf dem Rücken: Rund um den Kamerablitz sitzt ein Kranz kleiner Leuchten, den Google «HiLight» nennt. Liegt das Smartphone mit dem Bildschirm nach unten auf dem Tisch, leuchtet dieser Ring bei Anrufen von zuvor festgelegten Kontakten in einer selbst gewählten Farbe auf. Die Idee dahinter: Nutzer erkennen am Farbsignal, ob ein Anruf wichtig ist, ohne das Gerät umzudrehen. Eingebunden ist die Funktion in die Telefon-App des Herstellers und in WhatsApp. Darüber hinaus zeigt der Leuchtring an, ob der Sprachassistent Gemini gerade zuhört, Daten verarbeitet oder antwortet.

Das Google Pixel 11 Pro mit dem neuen Leuchtring gibt es ab 1049 Franken.
Das Google Pixel 11 Pro mit dem neuen Leuchtring gibt es ab 1049 Franken. bild: google

Beim Akku verspricht Google für Pixel 11, 11 Pro und 11 Pro XL über 30 Stunden Laufzeit. Pixel 11 und 11 Pro sollen mit passendem 30-Watt-Netzteil in etwa 30 Minuten bis zu 55 Prozent geladen sein. Beim Pro XL soll ein separates 45-Watt-Netzteil sogar bis zu 75 Prozent Aufladung ermöglichen.

Viele KI-Funktionen starten nicht auf Deutsch

Google bewirbt die Serie mit neuen Funktionen Künstlicher Intelligenz. Die Diktierfunktion soll Füllwörter wie «ähm» automatisch entfernen und gesprochene Sätze in geordneten Text verwandeln. Eine Schreibhilfe schlägt Formulierungen vor und passt sie dem eigenen Stil an. Neu ist ausserdem eine Funktion, die Gebärdensprache über die Kamera erfasst und in Text umwandelt.

Für Schweizer Nutzer ist dabei das Kleingedruckte entscheidend. Die Gebärdensprache-Eingabe funktioniert vorerst nur, wenn die Tastatursprache auf Englisch eingestellt ist. Auch mehrere Funktionen des Pakets «Gemini Intelligence» starten zunächst in den USA und Japan oder ausschliesslich auf Englisch. Wer die neuen KI-Funktionen als Kaufargument sieht, sollte also vorab prüfen, was davon hierzulande überhaupt ankommt. Immerhin: Zum Pixel 11 Pro, Pro XL und Pro Fold legt Google ein sechsmonatiges Abo des Dienstes Google AI Pro bei.

Auf der Sicherheitsseite steckt in allen Modellen der Chip Titan M3, der nach Herstellerangaben Verschlüsselungsverfahren nutzt, die auch künftigen Quantencomputern standhalten sollen. Ein «Anruf-Filter» kann Anrufe unbekannter Nummern annehmen und nachfragen, worum es geht. Eine Betrugserkennung soll verdächtige Gesprächsmuster in Telefonaten und Nachrichten erkennen und warnen. Google selbst weist jedoch darauf hin, dass diese Erkennung noch nicht zuverlässig funktioniert.

Das kleinste und das grösste Modell

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bild: google

Das Pixel 11 ist mit 899 Franken der Einstieg in die Serie und verzichtet auf einige Funktionen der Pro-Geräte. Sein 6,3-Zoll-Display erreicht 3000 Nits, die Hauptkamera löst mit 48 Megapixeln auf, der Zoom reicht bis zum 30-fachen. Den Leuchtring auf der Rückseite gibt es hier nicht, beim WLAN bleibt Google beim älteren Standard Wi-Fi 6E statt Wi-Fi 7. Zur Wahl stehen die Farben Frost (Hellblau), Hibiscus (Pink), Pistachio (Dunkelgrün) und Obsidian (Schwarz).

Am anderen Ende steht das Pixel 11 Pro Fold ab 1799 Franken. Aufgeklappt bietet es einen 8 Zoll grossen Bildschirm, zusammengeklappt einen von 6,5 Zoll. Google hat das Gerät nach eigenen Angaben rund einen Millimeter dünner und fast zehn Prozent leichter gemacht als die Vorgängergeneration – ein Unterschied, den Nutzer in der Hosentasche merken dürften.

Aufgeklappt hat das neue Pixel 11 Pro Fold einen 8 Zoll grossen Bildschirm
Aufgeklappt hat das neue Pixel 11 Pro Fold einen 8 Zoll grossen Bildschirmbild: google

Zwei Apps lassen sich nebeneinander auf dem geteilten Bildschirm nutzen, Inhalte per Fingerzug von einer in die andere ziehen. Aufgeklappt auf den Tisch gestellt, dient das Gerät als kleiner Bildschirm. Die Akkulaufzeit gibt Google mit über 24 Stunden an, also niedriger als bei den übrigen Modellen.

Pixel Watch 5 mit Satelliten-Notruf und langer Laufzeit

Pixel Watch 5: Googles neues Wearable startet mit Wear OS 7.
Pixel Watch 5: Googles neues Wearable startet mit Wear OS 7.

Parallel kommt die Pixel Watch 5 in zwei Grössen auf den Markt. Die 41-Millimeter-Variante kostet 369 Franken mit WLAN und 469 Franken mit Mobilfunk, die 45-Millimeter-Variante 399 beziehungsweise 499 Franken. Beide laufen mit Wear OS 7.0 und lassen sich nur mit Android-Smartphones ab Version 12 verbinden.

Zur Ausstattung gehört ein Notruf über Satellit direkt vom Handgelenk. Er soll auch dort funktionieren, wo kein Mobilfunknetz verfügbar ist, etwa in den Bergen. Google schränkt ein, dass die Funktion nicht in allen Ländern und Situationen zur Verfügung steht; in den ersten zwei Jahren nach Aktivierung ist sie kostenlos.

Bei der Laufzeit trennen die beiden Grössen deutliche Unterschiede: Die grössere Uhr hält laut Hersteller bis zu 40 Stunden mit dauerhaft eingeschaltetem Display durch, die kleinere bis zu 30 Stunden. An Sensoren sind unter anderem Herzfrequenzmessung, ein EKG, Sauerstoffsättigung, Hauttemperatur und Höhenmesser an Bord.

Schlüsselfinder vorerst nicht bei uns verfügbar

Schlüssel mit Tracker-Anhänger: Googles Pixel Tag soll Schlüssel zentimetergenau finden.
Schlüssel mit Tracker-Anhänger: Googles Pixel Tag soll Schlüssel zentimetergenau finden.bild: google

Darüber hinaus stellt Google heute Nacht den Pixel Tag vor, einen kleinen Anhänger zum Wiederfinden von Schlüsseln oder Taschen. Er arbeitet mit Ultrabreitband, das den Weg zum verlorenen Gegenstand auf wenige Zentimeter genau anzeigen soll, hat einen Lautsprecher und läuft nach Herstellerangaben über ein Jahr mit einer handelsüblichen Knopfzelle, die sich selbst wechseln lässt. In der Schweiz ist das Gerät zunächst nicht erhältlich, einen Preis nennt Google bislang nicht.

(t-online)

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