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Huawei bestraft Mitarbeiter – wegen Tweet mit iPhone

FILE - In this July 4, 2018, file photo, a shopper walks past a Huawei store at a shopping mall in Beijing. Chinese telecom equipment giant Huawei unveiled Monday, Jan. 7, 2019, a processor chip for d ...
Bild: AP/twitter

Der erste Arbeitstag im neuen Jahr – und für diese Huawei-Mitarbeiter ist es gelaufen

07.01.2019, 10:0607.01.2019, 13:55

Der chinesische Tech-Gigant Huawei bestraft zwei Mitarbeiter mit Lohnkürzungen, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag berichtete. Der Grund: Sie haben über den offiziellen Twitter-Account des Unternehmens einen Tweet mit Neujahrsgrüssen verschickt – von einem iPhone aus.

Der Tweet mit Huaweis Neujahrsgrüssen, unter dem deutlich «via Twitter for iPhone» zu lesen war, wurde zwar schnell gelöscht, aber Screenshots kursierten seither via Twitter und in chinesischen Online-Netzwerken.

Die Huawei-Führung fand das gar nicht lustig. Wie aus einem von Reuters zitierten internen Memo hervorgeht, befürchtet man Schaden für die Marke – denn bekanntlich steht der Tech-Gigant in direkter Konkurrenz mit Apple.

Dafür müssen nun laut Reuters zwei Mitarbeiter die Konsequenzen tragen: 

«Sie sollen einen Rang herabgestuft werden. Ausserdem wird ihr Gehalt um 5000 Yuan (etwa 640 Euro) gekürzt. Einem weiteren Angestellten, dem Digital Marketing Director, soll zudem für zwölf Monate das Gehalt eingefroren werden. Das heisst, dass er in diesem Zeitraum keine Gehaltserhöhungen erhalten kann.»
quelle: t-online.de

Um das digitale Marketing von Huawei kümmere sich das weltweit tätige US-Unternehmen Sapient. Laut Reuters soll es Schwierigkeiten mit einer VPN-Verbindung gegeben haben.

In China ist der Zugriff zu Social-Media-Plattformen wie Twitter oder Facebook gesperrt. Um die Sperre zu umgehen, müssen Mitarbeiter ein sogenanntes Virtual Private Network – kurz VPN –  nutzen.

Der Mitarbeiter, der den Tweet veröffentlichen sollte, konnte auf seinem Gerät keine VPN-Verbindung herstellen. Darum habe er ein iPhone mit einer SIM-Karte verwendet. Zudem sei er unter Zeitdruck gestanden: Schliesslich sollte der Neujahrsgruss pünktlich um Mitternacht raus ...

PS: Bleibt anzumerken, dass der 31. Dezember, an dem der Fehler passierte, natürlich ein Montag war. 🙈

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Auch bei Zulieferern des chinesischen Konzerns sei die iPhone-Nutzung verpönt, ruft futurezone.at in Erinnerung. Grund ist der Handelskrieg mit den USA. Der chinesische Lieferant Menpad verhänge seit Anfang Dezember Strafzahlungen, wenn Angestellte ein Apple-Produkt kaufen.

(dsc, via T-Online)

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