Apples neue Siri ist fertig – das ändert sich für iPhone-Besitzer
Apple richtet iOS 27, das vermutlich im Herbst erscheinen wird, umfassend auf Künstliche Intelligenz aus. Auf seiner diesjährigen Entwicklerkonferenz World Wide Developer Conference (WWDC) hat der Konzern mitgeteilt, dass Siri künftig komplexere Aufgaben für die Nutzer ausführen können soll als bislang.
Apples Sprachassistentin soll wie ein Chatbot arbeiten und komplexe Fragen beantworten können. Bislang war die Apple-KI nur für einfache Aufgaben ausgelegt. Dazu gehörten Funktionen wie Kontakte per Sprachbefehl anzurufen, Nachrichten zu senden oder Apps zu starten.
Hinter der neuen KI steht ein überarbeitetes, plattformübergreifendes KI-Modell Apple Intelligence. Das kann sprechen, Bilder darstellen und erstellen und Text generieren. Die KI ist laut Apple tief in die jeweiligen Plattformen integriert.
Zurück zu Siri: Apples Sprachassistentin wird auch künftig mit dem Befehl «Hey Siri» gestartet. Nutzer können mit Hilfe der KI im Internet suchen und sich Erinnerungen erstellen lassen. Apple demonstrierte das bei seiner WWDC mit der Suche nach einem Rockkonzert und nach Konzertkarten. Den Termin für das Konzert speicherte Siri als Erinnerung ab.
Die Funktionen sind nicht neu. Die Chatbots und Sprachassistenten anderer Unternehmen wie Google können das schon lange. Aber: Laut Apple wird nichts von den Konversationen mit Siri gespeichert. Daten sollen nicht an andere Unternehmen weitergegeben werden.
Zudem bekommt Siri neue Stimmen und wird jetzt im Dynamic Island genannten Element am oberen iPhone-Bildschirm angezeigt.
Bereits auf seiner WWDC 2024 hatte Apple eine umfassende Überarbeitung seiner KI angekündigt. Immer wieder kam es zu Verzögerungen. Hilfe hatte sich das Unternehmen schliesslich beim Konkurrenten Google mit dessen Künstlicher Intelligenz Gemini geholt.
Apple hat «Liquid Glass» verbessert
Zudem hat Apple beim Aussehen seiner Betriebssysteme nachgebessert. Das im vergangenen Jahr eingeführte neue «Liquid Glass»-Design war oft wegen seiner eingeschränkten Lesbarkeit durch transparente, sich überlappende Elemente kritisiert worden.
Bei iOS 27 und seinen anderen Betriebssystemen hat Apple jetzt die Lesbarkeit erhöht. Künftig können Anwender zwischen einem «Ultra Clear» und einem «Fully Tinted» genannten Design umschalten. «Ultra Clear» ist komplett transparent, bei «Fully Tinted» sind die Transparenzeffekte auf ein Minimum reduziert. Auch die App-Icons hat Apple überarbeitet. Diese sind jetzt schärfer zum Hintergrund abgegrenzt als bislang.
Auch an der Geschwindigkeit seines mobilen Betriebssystems hat der Konzern gearbeitet. iPhone- und iPad-Apps sollen mit iOS 27 und iPadOS 27 bis zu 30 Prozent schneller starten.
Eine gute Nachricht für Besitzer älterer iPhones: iOS 27 soll auf allen Geräten laufen, auf denen das Vorgängerbetriebssystem iOS 26 läuft. Das sind alle aktuellen iPhones bis hin zum iPhone 11. Auch die Geräte iPhone SE (2. Generation und 3. Generation) werden unterstützt.
Verwendete Quellen:
- Apple WWDC Livestream

