Bericht: Apple will AirPods mit Kamera auf den Markt bringen – das steckt dahinter
Apples kamerabestückte AirPods haben die Testphase erreicht. Das berichtet der bekannte «Bloomberg»-Reporter und Apple-Analyst Mark Gurman. Apple teste die Prototypen mit nahezu finalem Design derzeit intern. Die Massenproduktion der Geräte könnte als Nächstes erfolgen. Äusserlich sollen die neuen Ohrhörer den AirPods Pro 3 ähneln, nur mit etwas verlängerten Stielen, um die Kamerasensoren unterzubringen.
Die Kameras sollen keine Fotos oder Videos aufnehmen, sondern Siri visuelle Informationen über die Umgebung des Trägers liefern. Die Kameras sollen die Umgebung zwar nur in niedriger Auflösung aufnehmen, aber die Aufnahmen seien ausreichend für KI-Abfragen, heisst es.
Anwenderinnen und Anwender sollen Gegenstände anschauen und Siri dazu befragen können, ähnlich wie beim Hochladen von Fotos in Chatbot-Dienste. Als mögliche Anwendungsfälle nennt Gurman etwa Kochvorschläge auf Basis sichtbarer Zutaten oder präzisere Navigationshinweise anhand von Orientierungspunkten.
Erscheinungstermin für die Kopfhörer ist unbekannt
Einen ursprünglich für das erste Halbjahr 2026 geplanten Marktstart habe Apple nicht einhalten können. Grund sei die noch nicht fertig überarbeitete Siri-Version, berichtet Gurman weiter. Die neue Siri solle mit iOS 27 im kommenden Herbst erscheinen. Frühestens dann könne auch der Start der Kamera-AirPods folgen.
Unter welchem Namen die Geräte erscheinen, ist offen. Berichten zufolge plant Apple keine Vermarktung als «AirPods Pro 4». Im Gespräch seien stattdessen Bezeichnungen wie «AirPods Ultra» oder «AirPods Pro 3 with Cameras».
Datenschutzfragen stellen sich bei dem Gerät ähnlich wie bei smarten Brillen anderer Hersteller. Apple wolle laut Bloomberg eine kleine LED einbauen. Diese solle aufleuchten, um Personen in der Umgebung des Anwenders anzuzeigen, dass die Kamera aktiv sei und Bilddaten übertrage.

