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ZUM THEMA SWISSCOM STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - A customer tests a mobile phone at a Swisscom Shop of the telecommunications provider Swisscom AG on Avenue Bergieres 42 in Lausanne, Canton of Vaud, Switzerland, pictured on July 8, 2015. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Swisscom rollt 2018 5G in der Schweiz aus. Handys sind aber noch keine verfügbar.  Bild: KEYSTONE

Swisscom startet 5G früher – das sollten iPhone- und Android-User wissen

Das mobile Internet steht vor einer Revolution: Bei Apple laufen Tests für iPhones mit Intel-Modem. Einzelne Android-Hersteller dürften noch schneller sein.



Ursprünglich wollte Swisscom das superschnelle Handynetz 5G erst 2020 aufschalten. Doch jetzt gibt das Staatsunternehmen Gas: «Swisscom zieht den Termin vor und plant, 5G in der Schweiz bereits im vierten Quartal 2018 punktuell auszurollen», sagt der Swisscom-Netzchef Heinz Herren in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger». Mit dem früheren Einführungstermin von 5G setzt Swisscom die Konkurrenten Sunrise und Salt unter Druck.

So schnell ist 5G

Die neue Technologie verleiht dem Mobilfunk einen gewaltigen Geschwindigkeitsschub. Das Surfen von unterwegs im Internet wird etwa 100 Mal schneller als mit der jetzigen Spitzentechnologie 4G. Der Inhalt einer DVD liesse sich damit in wenigen Sekunden laden. Zudem werden die Antwortzeiten viel kürzer. Erst mit 5G ist autonomes Fahren mit vernetzten Autos möglich. (sda)

Momentan besitzt aber Swisscom noch nicht einmal die nötigen Lizenzen dafür, diese werden durch den Bund erst Mitte Jahr vergeben. Die Swisscom ist sicher, dass sie den Zuschlag erhält. «Der neue Zeitplan sieht nun vor, dass eine schweizweite Abdeckung mit 5G in zwei Jahren erreicht ist und nicht erst 2022.»

Derzeit sind Mobilfunktbetreiber weltweit in den Starlöchern. Bei den olympischen Spielen nutzen koreanische Anbieter 5G bereits versuchsweise. In der Schweiz sind aber bis Ende Jahr noch gar keine 5G-Handys verfügbar.

Im laufenden Jahr würden auch schon erste 5G-fähige Geräte lanciert, allerdings keine Mobiltelefone. «Es wird sich dabei wahrscheinlich um Router und USB-Sticks handeln, mit denen auf dem Laptop eine drahtlose Verbindung zum Internet hergestellt werden kann.»

 Der Swisscom-Netzchef erwartet, dass die Frequenzen in der zweiten Jahreshälfte wohl versteigert werden. Der neue Zeitplan von Swisscom setzt voraus, dass die regulatorischen Rahmenbedingungen rasch angepasst werden. Der Ständerat befasst sich etwa Anfang März mit einer möglichen Lockerung der Strahlenschutzverordnung.

Apples geheime Experimente 

Seit letztem November wissen wir, dass der iPhone-Hersteller eng mit dem Chiphersteller Intel zusammenarbeitet, um seine iPhones mit einem 5G-Modem zu bestücken. Dies verriet angeblich ein Informant dem US-Magazin Fast Company.

Laut Bericht versucht der bei Mobilgeräten ins Hintertreffen geratene US-Chiplieferant, den grossen Konkurrenten Qualcomm bei den 5G-Modems zu überflügeln. Bei Intel arbeite «eine kleine Armee» an der Entwicklung der erforderlichen Technologie.

Die Fertigstellung des Modems würde den Plänen Apples für ein 5G-iPhone im Jahr 2019 oder 2020 entsprechen. Einzelne Android-Hersteller dürften schneller sein und und erste 5G-Smartphones noch vor Apple auf den Markt bringen.

5G-iPhones werden in der Lage sein, Verbindungsgeschwindigkeiten von 1 Gigabit pro Sekunde und darüber hinaus zu erreichen – das wird das mobile Internet revolutionieren und völlig neue Anwendungen ermöglichen.

Der Umstieg auf 5G sei allerdings technisch komplex und erfordere viel Koordination zwischen den Smartphone-Herstellern und den potentiellen Mobilfunk-Providern.

Ein Intel-Promo-Video zum mobilen Internet der Zukunft

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Video: YouTube/Intel Newsroom

(amü/dsc)

Mobil surfen bald 100 Mal schneller?

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Video: srf/SDA SRF

Die turbulente Geschichte des Schweizer Mobilfunks

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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Watson=Propagandahuren 22.02.2018 23:56
    Highlight Highlight Grenzwerte sind schon was lustiges. Wenn sie die Wirtschaft und Überwachung der Bürger stören, werden sie einfach angepasst oder aufgehoben. Wie bei Gesetzen.
    Viele nehmen das sogar noch ernst.
  • fant 22.02.2018 13:58
    Highlight Highlight SCNR:

    "Derzeit sind Mobilfunktbetreiber weltweit in den Starlöchern."

    Ab wann sind sie denn in den Amsellöchern?
  • Swizzi 22.02.2018 12:23
    Highlight Highlight Absolut unnötig. Der Mobilewahn gerät immer mehr ausser Kontrolle.
  • fabsli 22.02.2018 09:54
    Highlight Highlight Mimimimimi!
    Kommt 5G: Sie sollen lieber 4G flächendeckend machen. Kommt 5G nicht: Sie sollen doch endlich was für die Zukunft tun und 5G bauen.
  • Kaffo 22.02.2018 09:40
    Highlight Highlight Zuerst geht es darum, die Lizenz für 5G zu bekommen. Deshalb die gute Nachricht, dass 5G früher kommt. Ob das stimmt, spielt keine Rolle. Es geht nur um die Lizenz.
  • wololowarlord 22.02.2018 09:34
    Highlight Highlight Wäre es nicht sinnvoll gerade in abgelegenen gegenden die abdeckung per 5g zu gewährleisten? Als landei habe ich hoffnung, endlich auch mal von schnellem internet zu profitieren.
  • Political Incorrectness 22.02.2018 08:15
    Highlight Highlight Mitarbeiter: "Chef, was machen wir wegen dem VoIP-Desaster?"
    Chef: "Lancieren wir halt 5G 2 Jahre früher, dann vergessen das die Leute."
    Mitarbeiter: "Geniale Idee, Chef. Freue mich drauf! Und VoIP?"
    Chef: "VoIP? 5G!"
    • Rectangular Circle 22.02.2018 08:49
      Highlight Highlight Marketingabteilung: "Wir haben ein Problem!"

      Chef: "Was denn?"

      Marketingabteilung: "Wir sind mit Abstand am teuersten bei den Handyabos. Bisher konnten wir das mit dem besten Netz begründen, aber seit zwei Jahren ist Sunrise gleich gut und die Leute merken langsam, dass sie günstiger sind."

      Chef: "Dann stellen wir bis Ende Jahr halt irgendwo ne 5G-Antenne auf."
    • mrgoku 22.02.2018 09:03
      Highlight Highlight meine persönliche Erfahrung ist dass Sunrise absolut nicht besser ist. Was nützt mir ein "besseres" Netz (was ich nicht feststellen konnte) wenn der Service unterste Kanone ist...
    • Rectangular Circle 22.02.2018 09:15
      Highlight Highlight @droelfmalbumst: Ich denke, dass sich bei jedem Netzbetreiber unzufriedene Kunden finden lassen. Von daher ist deine Erfahrung jetzt nicht wirklich aussagekräftig.
  • Zeit_Genosse 22.02.2018 08:05
    Highlight Highlight Man sollte nicht nur die Filetstücke lizenzieren, sondern mit einer Auflage, dass der 5G-Betreiber mind. schweizweit ein 4G-Netz bieten muss, um eine 5G-Lizenz zu erhalten. Wenn man Service-Public privatisiert, müssen klare Konzessionen und Leitungsvereinbarungen bestehen. Es ist sehr zu begrüssen, dass die Schweiz in der Digitaltechnik schnell und führend ist. Das stärkt die Zukunftsfähigkeit der Schweiz und führt zu einer wirtschaftlichen Belebung und sichert bei Schlüsseltechnologien früh dabei zu sein.
    • Pascal Mona 22.02.2018 10:00
      Highlight Highlight Bin ja absolut kein Swisscom-Fan, aber 4G bieten die durchaus schweizweit flächendeckend! Eine absolut 100-prozentige Abdeckung zu erwarten ist einfach masslos übertrieben, obwohl die Swisscom nicht weit weg ist davon. Ich arbeite doch ziemlich abgelegen und habe immer 4G, meine Eltern wohnen auch “ab vom Schuss“, auch da problemlos. Mücken und Elefanten, du weisst schon...
  • Bazoo 22.02.2018 07:51
    Highlight Highlight Ich frage mich langsam ernsthaft, wie Internet-Anbieter wie UPC, Sunrisw usw verhindern wollen, dass die Leute am Schluss nur noch das 5G Netz verwenden wenn das schon 4G die bessere Verbindung als ein normaler W-lan Router bietet. Somit wäre ein Internetanschluss im Haus ja überflüssig. Ich nutze schon heute für alles mögliche die 4G Verbindung vom Handy per Hotspot, weil die Geschwindigkeit vom W-lan teilweise unter alles Sau ist. Trotz neuster Hardware und kaum Störfaktoren in der Wohnung ist das Handynetzt meistens schneller und stabiler.
    • LuMij 22.02.2018 08:57
      Highlight Highlight Hast du Glasfaser? Mit den Kupferkabeln hatte ich auch immer Probleme, seit ich Glasfaser habe nie mehr. Der Provider hatte immer Ausreden dafür, da er kein Glasfaser anbietet (FTTH) war das Kupferkabel aber selbstverständlich nie das Problem...
    • Likos 22.02.2018 09:04
      Highlight Highlight Für Kabelanbieter ist es vmtl. doof, aber für Swisscom/Sunrise/Salt ist es sicher günstiger Antennen ordentlich zu verkabeln als ganze Liegenschaften.
    • mrmikech 22.02.2018 09:21
      Highlight Highlight Das ist grad was alle anbieter wollen: nur noch drahtlos, ist halt viel günstiger als liegenschaftverkabelung. Das kabelnetz bleibt aber der backbone, weil schlussendlich bedient das handynetz nur das signal vom gerät zu netzturm, dann geht es weiter durch glasfaserkabel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Evan 22.02.2018 07:21
    Highlight Highlight Schweizweite Abdeckung in zwei Jahren erreicht?
    Was bedeutet denn für die «schweizweit»? Mein Dorf gehört wohl nicht zu schweizweit, denn da gibt es noch nicht einmal 3G.
    • Tiny Rick 22.02.2018 08:03
      Highlight Highlight Da ist mit ziemlicher Sicherheit das Dorf/die Gemeinde schuld und nicht der Provider. Bei Orten die heutzutage noch schlecht Abgedeckt sind wurde meist der Ausbau des Netzes verhindert.
    • Triumvir 22.02.2018 08:43
      Highlight Highlight Schweizweit bedeutet in den Landeszentren und nicht in jedem Chuelidörfli am Arsch der Welt resp. Schweiz 🇨🇭 🤪😂
    • bebby 22.02.2018 08:47
      Highlight Highlight Das ist nur Marketing, 5G geht nur mit lokalem Glasfaser zur Antenne. Selbst in Korea wird es Jahre dauern, bis 5g im sehr hohen Frequenzbereich umgesetzt wird. Und die sind bereits viel weiter als wir. Vermutlich meint swisscom die übergangslösung mit 3.5 ghz, da sind aber längst keine 1gbit pro sekunde möglich. Bereits mit 4g sind theoretisch 450 mbit pro sek möglich, de facto weniger als 100...
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