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Retter ziehen 46 Überlebende aus Erdbeben-Trümmern in Albanien



Starkes Erdbeben in Albanien lässt Häuser einstürzen

Rettungskräfte haben aus den Trümmern des schwersten Erdbebens seit Jahrzehnten in Albanien inzwischen 46 Überlebende geborgen. Das teilte das Verteidigungsministerium am Mittwochmorgen mit. Die Zahl der Todesopfer sei unterdessen auf 27 gestiegen.

Die Zahl der Verletzten bezifferte das Ministerium auf 650. Ministerpräsident Edi Rama erklärte den Mittwoch zum nationalen Trauertag. Staatliche Institutionen senkten die albanische Flagge auf halbmast. Ausserdem kündigte Rama auf einer Regierungssitzung am Mittwochmorgen die Verhängung des Ausnahmezustands für die am schlimmsten betroffenen Regionen Tirana und Durrës an.

Das Erdbeben hatte am frühen Dienstagmorgen den Westen des kleinen Balkanstaats erschüttert. Das Wackeln der Erde war über die Landesgrenzen hinaus zu spüren, so etwa in Nordwestgriechenland, Südserbien und in Teilen Süditaliens.

In Tirana, der Hafenstadt Durrës und einigen Landgemeinden stürzten Häuser ein, Menschen liefen zu nachtschlafender Zeit in Panik auf die Strasse. Auch am Mittwoch wurden noch Opfer unter den Trümmern vermutet.

Das Institut für Geowissenschaften in Tirana und das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam gaben die Stärke des Bebens mit 6.3 an, die US-Erdbebenwarte (USGS) mit 6.4. Das Epizentrum lag nach albanischen Angaben zehn Kilometer nördlich von Durrës und 30 Kilometer westlich von Tirana. Das Zentrum wurde in zehn Kilometern Tiefe im Adriatischen Meer lokalisiert. (aeg/sda/dpa)

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