«Bedauerlicher Fehler»: USA blamieren sich mit falscher Afrika-Karte an Aids-Konferenz
Auf einer Karte Afrikas der US-Regierung waren bei einer Präsentation des Aussenministeriums im Rahmen einer weltweiten Aids-Konferenz, die diese Woche in Brasilien stattfand, alle Länder falsch beschriftet. Das sorgte laut der Nachrichtenagentur Reuters für Aufregung und Belustigung unter den Teilnehmern, die Screenshots machten und diese online veröffentlichten.
Eine Analyse von Reuters habe ergeben, dass das in der Präsentation enthaltene Kartenbild ein KI-Wasserzeichen enthielt, das darauf hindeutet, dass es mit OpenAI-Tools erstellt wurde.
Das US-Aussenministerium erklärte, es übernehme die «volle Verantwortung» für die entstandene Verwirrung, berichtet Reuters. Die Karte sei von einem Teammitglied erstellt worden, das die Folien kurz vor der Veranstaltung in aller Eile geändert habe. Ein Sprecher des Aussenministers Marco Rubio spricht von einem «bedauerlichen Fehler».
Auf der Karte war Nigeria, wo die USA derzeit mehrere hundert Soldaten stationiert haben, als Binnenstaat in der Sahara dargestellt. Mosambik, das im Südosten Afrikas liegt, wurde an das Horn von Afrika verlegt, während die Elfenbeinküste in Westafrika auf die andere Seite des Kontinents verschoben wurde.
Redner auf der Konferenz in Rio de Janeiro war Jeff Graham, der oberste US-Gesundheitsbeauftragte. Er reagierte laut Reuters nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme.
Das Aussenministerium erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur, die Diskussionen auf der Konferenz seien trotz der Karte «inhaltlich fundiert und konstruktiv» gewesen und man sei weiterhin entschlossen, Aids mit konkreten Ergebnissen zu bekämpfen. (hkl)
