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IAEA warnt vor Terrorattacken auf AKWs: «Jeder Staat kann Ziel werden»

IAEA warnt vor Terrorattacken auf AKWs: «Jeder Staat kann Ziel werden»

05.12.2016, 18:1205.12.2016, 18:12

Die Internationale Atomenergieagentur (IAEA) hat am Montag vor Angriffen auf Atomkraftwerke gewarnt. «Jeder Staat kann Ziel einer solchen Attacke werden», sagte IAEA-Chef Yukiya Amano in Wien zum Auftakt einer Ministerkonferenz der Organisation.

Director General of the International Atomic Energy Agency, IAEA, Yukiya Amano of Japan addresses the media during a news conference after a meeting of the IAEA board of governors at the International ...
Yukiya Amano warnt die Welt vor AKW-Attacken.Bild: Ronald Zak/AP/KEYSTONE

«Terroristen und Kriminelle werden jede Sicherheitslücke im System der globalen Nuklearsicherheit ausnützen», sagte Amano. Sie könnten zum einen direkt Atomkraftwerke angreifen. Zum anderen könnten Terroristen auch Transporte von atomarem Material attackieren und mit dem geraubten Material sogenannte «schmutzige Bomben» bauen.

An der noch bis Freitag dauernden Ministerkonferenz in Wien diskutieren Vertreter der 170 Mitgliedstaaten der IAEA, wie solche Angriffe verhindert werden können. Auch Bundesrätin Doris Leuthard nimmt teil.

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Sie kritisierte am Montag den Entwurf für die Ministererklärung, die eine langfristige politische Vision für den Umgang der Staaten mit der nuklearen Sicherung enthalten und an der Konferenz verabschiedet werden soll.

Die Erklärung löse bei ihr gemischte Gefühle aus, sagte Leuthard laut Redetext. Denn der Entwurf beziehe sich vor allem auf atomares Material, das für zivile Zwecke genutzt werde. Für militärische Zwecke genutztes atomares Material mache mit rund 85 Prozent aber den Grossteil des weltweit existierenden nuklearen Materials aus.

Im Entwurf werde nicht auf diesen Teil eingegangen. Das sei ein erheblicher Rückschritt und lasse Zweifel aufkommen, ob die über Atomwaffen verfügenden Staaten ihre Verantwortung ernst nähmen.

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(sda/afp)

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