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USA verhandeln offenbar mit Huthi-Rebellen

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Huthi-Kämpfer in Mokha im Jemen: Die Miliz will, dass die USA sich aus ihrem Konflikt mit Saudi-Arabien heraushalten.Bild: keystone

USA verhandeln offenbar mit Huthi-Rebellen

Saudi-Arabien bittet Trump um Unterstützung gegen die Huthi-Rebellen. Doch die USA treffen sich offenbar lieber mit der Terrororganisation.
17.09.2026, 02:14
Thomas Wanhoff / t-online
Ein Artikel von
t-online

Zwischen den USA und Vertretern der jemenitischen Huthi-Rebellen hat es am vergangenen Wochenende offenbar Gespräche im Oman gegeben. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sei es dabei um die Reaktionen Washingtons auf das Fortschreiten der Huthis im Jemen gegangen. Vizepräsident JD Vance hatte bestätigt, dass es Kontakte gebe, aber keine Details genannt.

Die Rebellen haben in den vergangenen Tagen Stellungen an der Küste im Roten Meer besetzen können. Mit der Einnahme der Stadt Mokka ist es ihnen auch gelungen, die Meerenge Bab al-Mandab zu kontrollieren. Sollte diese geschlossen werden, kann das immense Folgen für den Welthandel haben.

Die Huthis, die 2014 die Hauptstadt des Jemen eingenommen hatten, kämpfen seit mehr als einem Jahrzehnt gegen eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition. Der Krieg hatte sich in den vergangenen Jahren im Rahmen eines Waffenstillstands beruhigt. Im Juli flammten die Kämpfe wieder auf, als die Huthis als Reaktion auf eine saudische Blockade jemenitischer Häfen eine Blockade der saudischen Schifffahrt im Roten Meer verhängten.

Huthis machen USA ein Angebot

US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende lediglich bestätigt, dass es vergangene Woche einen Anruf der Rebellen gegeben hatte. Laut Reuters wollen die Rebellen, dass sich die USA aus dem Krieg im Jemen heraushalten. In dem Treffen im Oman sollen sie der US-Regierung im Gegenzug versprochen haben, keine amerikanischen Schiffe anzugreifen und sich an einen Waffenstillstand zu halten, der 2025 geschlossen wurde. Auch israelische Schiffe und Handelsschiffe anderer Nationen mit Ausnahme Saudi-Arabiens sollen verschont bleiben.

Die Trump-Regierung hatte im März 2025 die Huthis als terroristische Vereinigung eingestuft. Aus den von ihnen besetzten Gebieten im Jemen gab es wiederholt Angriffe auf Israel. Gleichzeitig gab es aber im Hintergrund Gespräche. Die Huthis haben in der Vergangenheit Drohnen- und Raketenangriffe auf US-Kriegsschiffe und andere militärische Ziele durchgeführt. Gleichzeitig führten die USA mehrfach Angriffe gegen Huthi-Stellungen durch.

Der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman rief vergangene Woche Donald Trump an und bat um militärische Unterstützung der USA. Reuters berichtete, dass Washington Riad mitgeteilt habe, man werde sich nicht direkt einmischen.

Saudi-Arabien ist wichtiger US-Rüstungspartner

Die Beziehungen zwischen den beiden Staaten haben seit Beginn des Iran-Kriegs gelitten. Saudi-Arabien hatte die Nutzung seines Luftraums untersagt, was offenbar Donald Trump nicht besonders gefiel. Das Land wurde aber dennoch vom Iran und zuletzt auch von Milizen im Irak angegriffen. Gemeinsam mit den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden Gegenangriffe gegen den Iran geflogen. Zunehmend setzt Saudi-Arabien aber auf diplomatische Lösungen und führt eigene Friedensgespräche.

Gleichzeitig ist das arabische Land einer der wichtigsten US-Partner für Rüstungsgeschäfte. Gemeinsam arbeiten die Regierungen auch an einem gemeinsamen Atomprogramm. Donald Trump flog bei seinem ersten Überseetrip in der neuen Amtszeit zunächst nach Riad.

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