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Wirbelsturm Debbie erreicht Australien: «Die Bäume sehen aus, als ob sie Disco tanzen»

epa05874366 Strong winds and rain lash Airlie Beach, Australia, 28 March 2017. Reports state that Cyclone Debbie is expected to hit Queensland's far north coast as a category 4 cyclone early afte ...
Debbie fegt über Airlie Beach an der Ostküste Australiens hinweg. Bild: EPA/AAP

Wirbelsturm Debbie erreicht Australien: «Die Bäume sehen aus, als ob sie Disco tanzen»

28.03.2017, 06:0428.03.2017, 06:09

Mit Spitzengeschwindigkeiten von 270 Stundenkilometern hat der Wirbelsturm Debbie am Dienstag die australische Nordostküste erreicht. In der Stadt Airlie im Bundesstaat Queensland wurden Häuser beschädigt und Bäume umgeknickt.

Debbie wurde auf Stufe vier auf der fünfstufigen Skala eingeordnet. Mehr als 30'000 Haushalte im Sturmgebiet sind bereits von der Stromversorgung abgeschnitten. Auf dem Festland waren bis zu 25'000 Bewohner von tief gelegenen Küstenlandstrichen aufgerufen, sich in höher gelegene Bereiche in Sicherheit zu bringen.

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Satellitenbild: Der Wirbelsturm Debbie trifft auf die australische Ostküste. Bild: EPA/NOAA

Queensland hat insgesamt 600 Kilometer entlang der Küste zum Gefahrengebiet erklärt. Mehr als 400 Schulen und Kindergärten blieben geschlossen, ebenso zwei Flughäfen. Befürchtet werden auch schwere Überschwemmungen.

Der Sturm bewegte sich nach Angaben der Wetterbehörden langsamer vorwärts als ursprünglich erwartet. Auf dem Festland traf er gegen 12 Uhr Ortszeit (4 Uhr MESZ) ein. Die Premierministerin von Queensland, Annastacia Palaszczuk, rief alle Anwohner auf, ihre Unterkunft innerhalb der nächsten zwölf Stunden nicht mehr zu verlassen. Zusätzlich wurden mehr als 2000 Helfer in die Region entsandt.

«Jumbo-Jet auf dem Dach»

Zuvor hatte der Sturm bereits auf den Whitsunday-Inseln, einem beliebten Ferienziel vor der Küste, zahlreiche Dächer abgedeckt und Bäume aus der Erde gerissen. Der Bürgermeister von Whitsunday, Andrew Wilcox, sagte: «Die Bäume sehen aus, als ob sie Disco tanzen.» Ein anderer Anwohner, John Collins, sagte: «Es hört sich an, als ob ein Jumbo-Jet auf meinem Dach geparkt hat und jetzt gerade starten will.»

Debbie hatte sich in den vergangenen Tagen vor der Küste von Queensland gebildet. Viele Bewohner schützten ihre Häuser mit Sandsäcken und Spanplatten. Der Wetterdienst sagte Böen von bis zu 280 Stundenkilometern sowie eine Sturmflut voraus. (cma/sda/dpa)

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