4-Jähriger seit einem Jahr in Australien verschwunden – Familie will Adlerhorste absuchen
Vor fast genau einem Jahr ist der vierjährige Gus Lamont im Bundesstaat Südaustralien, nahe der Stadt Yunta, spurlos verschwunden. Der Junge spielte draussen im Vorgarten des Hauses seiner Grosseltern. Als seine Grossmutter nach ihm schauen wollte, war er plötzlich weg, wie CNN berichtet.
Da bis heute jede Spur vom Jungen fehlt, verfolgt die Familie nun die Theorie, dass ein Keilschwanzadler den Vierjährigen geholt haben könnte. Die Familie möchte jetzt selbstständig die Adlerhorste auf dem Gelände untersuchen. Das teilte die Grossmutter am Dienstag einem australischen Sender mit.
Ein Greifvogelexperte sagte jedoch gegenüber CNN, ein Keilschwanzadler könne ein Kind wohl kaum hochheben:
Polizei stuft Fall als «schweres Verbrechen» ein
Zum Zeitpunkt des Verschwindens war der Vorgarten der Grosseltern eingezäunt. Die nächste Stadt liegt etwa 50 Kilometer entfernt. Der Vermisstenfall des Vierjährigen löste im Ort eine der grössten polizeilichen Suchaktionen aus.
Zu Fuss durchkämmten Hunderte Polizisten und andere Suchtrupps tagelang einen Radius von 5,5 Kilometern um das Haus. Bei der Suche wurden sogar drei Wasserreservoirs trockengelegt, sechs Minenschächte durchsucht und Drohnen mit Spezialkameras eingesetzt. Das Bildmaterial wurde später mithilfe von künstlicher Intelligenz analysiert. Doch es wurde nichts gefunden, nicht einmal ein Kleidungsstück.
Fünf Monate nach der grossen Suchaktion stufte die Polizei den Fall als «schweres Verbrechen» ein. Die Eltern konnten als Verdächtige ausgeschlossen werden. Somit fiel der Hauptverdacht auf die Grossmutter, die das Kind zuletzt gesehen hatte. Sie beteuert ihre Unschuld bis heute.
(pem)
