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Teslas Robotaxi hat wegen Sicherheitsbedenken Ärger mit US-Behörde

A rider boards a driverless Tesla robotaxi, a ride-booking service, Sunday, June 22, 2025, in Austin, Texas. (AP Photo/Eric Gay)
Musk Self Driving Promises
Tesla hatte nach einem in den USA üblichen Verfahren vor dem Betriebsstart einiger Cybercabs im texanischen Austin Anfang September selbst versichert, dass die Fahrzeuge den gängigen Verkehrssicherheits-Vorschriften entsprechen.Bild: keystone

Teslas Robotaxi hat Ärger mit US-Behörde

Elon Musks Elektroautobauer Tesla hat Ärger mit der US-Verkehrsaufsicht nach dem Betriebsstart seines Robotaxis Cybercab ohne Lenkrad und Pedale.
17.09.2026, 08:5717.09.2026, 08:57

Nach US-Regeln brauchen auch autonome Robotaxis eine Ausnahmeerlaubnis, wenn sie ohne Lenkrad und Pedale unterwegs sein sollen.

Die Behörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) verweist in einem Fragenkatalog unter anderem auf die Regel, dass Fahrzeuge im US-Strassenverkehr eine per Fuss bedienbare Bremse haben müssen – und will wissen, wie ein Cybercab ohne Pedale dieser Sicherheitsvorschrift entsprechen kann. Für eine Antwort bekam Tesla Zeit bis Ende September. Bei fortlaufender Regelverletzung drohen Strafen von bis zu 139 Millionen Dollar.

Tesla hatte nach einem in den USA üblichen Verfahren vor dem Betriebsstart einiger Cybercabs im texanischen Austin Anfang September selbst versichert, dass die Fahrzeuge den gängigen Verkehrssicherheits-Vorschriften entsprechen.

Die NHTSA hatte sofort Fragen dazu. Denn eigentlich müssen alle Wagen auf US-Strassen ein Lenkrad und Pedale haben. Der führende Robotaxi-Anbieter Waymo etwa behielt die Steuerelemente in tausenden seiner Fahrzeuge bei, die ohne einen Menschen am Steuer unterwegs sind. Zum Beispiel Polizei oder Feuerwehr können darauf bei Bedarf zurückgreifen.

Keine Ausnahme beantragt

Es gibt auch eine Ausnahmeregelung: Nach einer Prüfung durch die NHTSA können Unternehmen die Erlaubnis bekommen, bis zu 2500 Fahrzeuge ohne Lenkrad und Pedale auf die Strasse zu bringen. Davon machte etwa die Amazon-Tochter Zoox Gebrauch, die in Las Vegas und San Francisco Menschen in ihren neuartigen Beförderungskapseln transportiert.

Tesla beantragte eine solche Erlaubnis aber nicht. Einige Cybercab-Passagiere berichteten unterdessen, sie hätten auf dem Display des Wagens beim Einsteigen Steuerelemente gesehen – die allerdings nicht auf ihre Eingaben reagiert hätten. Möglicherweise betrachtet Tesla diese Funktion als angemessenen Ersatz für Lenkrad und Pedale.

Musks grosse Versprechen

Tesla-Chef Musk hatte verkündet, dass autonomes Fahren und humanoide Roboter die Zukunft des Elektroauto-Herstellers bestimmen würden. Anders als Waymo und andere Robotaxi-Entwickler verzichtet Tesla auf teurere Laser-Radare, die die Umgebung von Fahrzeugen abtasten und setzt ausschliesslich auf Kameras. Dieser Ansatz ist zwar günstiger, wird aber von Experten und Konkurrenten als nicht sicher genug kritisiert. Musk beharrt darauf, dass Kameras ausreichend seien. Trotz grosser Ankündigungen des Tech-Milliardärs brachte Tesla bisher nur wenige selbstfahrende Wagen ohne menschliche Aufsicht auf die Strasse. (sda/dpa)

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