5 Roadtrip-Momente, die in der Schweiz einzigartig sind
Streng genommen passt die Bezeichnung Roadtrip erst ab mindestens zwei Tagen. In acht Tagen führt dich beispielsweise die Grand Tour of Switzerland durch unser Land. Aber wir beschränken uns hier auf einen Tagesausflug, bei dem die Autofahrt und mögliche Stopps unterwegs im Mittelpunkt stehen. Natürlich kannst du diese auch gut miteinander verbinden.
Luzerner Riviera
Streckenabschnitt: Küssnacht (SZ), Greppen, Weggis, Vitznau, Gersau
Mögliche Route: Luzern - Küssnacht - Gersau - Autofähre - Beckenried - Flüelen - Goldau - Luzern.
Höhepunkte: Luzerner Riviera, Vierwaldstättersee, Autofähre
Die Sonnenstube der Zentralschweiz vermittelt fast etwas mediterranes Gefühl. Am Fusse der Rigi reihen sich die Orte Greppen, Weggis und Vitznau am Vierwaldstättersee auf. Das Klima lässt hier auch Palmen spriessen und die Strasse führt spektakulär oft direkt am See entlang.
Aber erst: Geniesse Weggis und Vitznau. Vielleicht liegt auch ein Ausflug auf die Rigi oder mit dem Seilbähnli auf die Wissifluh (mit einem der schönsten Aussichtsbänkli der Schweiz) drin.
Die Strecke bis Gersau geht im gleichen Stil weiter, du wirst es lieben. Dort kannst du mit der Autofähre nach Beckenried übersetzen. Von Beckenried dann durch den Tunnel bis Flüelen, wo die Fahrt auf der Axenstrasse wartet. Schliesse die Runde mit einem Halt in Schwyz oder am Lauerzersee ab und fahre dann über Goldau zurück nach Luzern.
Europcar
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Durch die spektakulären Tunnels
Streckenabschnitt: Sion - Lac de Derborence
Mögliche Route: Sion - Derborence - Sion
Höhepunkte: Strasse mit den Tunnels nach Derborence, der Bergsee, die Berge als Kulisse
Es ist ein etwas vergessener Fleck: das heute geschützte Derborence-Tal. Vor rund 300 Jahren krachten hier bei zwei grossen Felsstürzen Teile der Berge in die Tiefe. Die Trümmermassen stauten den Lac de Derborence, den jüngsten natürlichen See der Schweiz. Das Tal galt lange als verflucht, weshalb sich die Natur wild entwickeln konnte.
Heute ist auch die Anfahrt «wild». Oder zumindest atemberaubend. Nach dem Start in Sion geht es durch Conthey, Erde und Ayen, wo die Strasse immer schmaler wird. Jetzt verlässt du die «Zivilisation» und schlängelst dich rund 30 Minuten dem Fels entlang und durch Tunnel das Tal hinauf. Allerdings kann die Fahrt auch deutlich länger dauern, weil es so viele schöne Orte für Fotos gibt.
Zum Glück helfen neben den kleinen Raststätten immer mal wieder enge Ausweichstellen. Im Sommer und an Wochenenden im Herbst fährt hier auch ein Postauto hoch – das kannst du teilweise kaum glauben. Geniesse oben den See, den alten Wald und die einmalige Kulisse mit den hohen Walliser Bergen.
Die andere Seite der Schlucht
Streckenabschnitt: Bonaduz - Valendas - Illanz
Mögliche Route: Chur - Bonaduz - Valendas - Illanz - Flims - Chur.
Höhepunkte: die Rheinschlucht, Blick auf den Flimserstein
Die Ruinaulta entstand durch den wohl grössten Bergsturz der Welt. Faszinierend, wie sich da der Rhein seinen Weg wieder ausgegraben hat. Die meisten kennen den Blick aber nur von Norden aus, also von der Seite mit Laax und Flims. Dabei führt auf der anderen Seite der Schlucht eine geniale Strasse durch das beeindruckende Gebiet.
Die schmale Strasse klebt da auf einigen Metern am Fels und es bieten sich immer wieder Tiefblicke. Zwei Aussichtspunkte lohnen sich zudem für einen Stopp. Nach einigen Tunnels überquerst du die grosse Strassenbrücke, bevor du dein Auto über einige Serpentinen nach Versam steuerst.
Stoppe auf dem Weg auch noch in Valendas, das Dorf mit dem grössten Holzbrunnen Europas. Für den Rückweg kannst du auf der bekannten Seite über Laax und Flims zurück Richtung Chur fahren.
Aus dem Tunnel, (fast) aus der Schweiz
Streckenabschnitt: Thusis - Via Mala - Lago di Lei - Roffla-Schlucht - Thusis
Mögliche Route: Thusis - Lago di Lei - Thusis
Höhepunkte: Via Mala, Averstal, Roffla-Schlucht, Lago di Lei mit Tunnel und Staumauer
Für den vierten Roadtrip fahren wir an den Ort, an welchem die Schweizer Grenze einen kleinen Hick hat: zum Lago di Lei. Hier fährst du am Ende der Bergstrasse durch einen engen Tunnel (Wechselverkehr mit Lichtsignal) und kommst praktisch auf der Staumauer des Sees wieder ans Tageslicht. Praktisch alles, was du hier siehst, ist Italien. Einzig die Staumauer und einige Meter mehr gehören noch zur Schweiz.
Auf der anderen Seite der Staumauer hat es übrigens ein super Restaurant, wo du dich verpflegen und die Gegend hier geniessen kannst.
Spektakulär ist auch schon die Anfahrt von Thusis durch die Via Mala und ins Averstal. So ein einsamer Ort und links und rechts ragen die Berge in die Höhe. Wenn du Zeit hast, kannst du die Ausfahrt noch bis Juf, dem höchsten ganzjährig bewohnten Dorf Europas verlängern. Und auf dem Rückweg empfehle ich den Stopp bei der Roffla-Schlucht. Da kannst du gut 15 Minuten in die Schlucht hineinwandern und am Ende unter dem Hinterrhein durch – einmalig.
Grand Tour of Switzerland
Der schönste Roadtrip der Schweiz verbindet auf über 1600 km die top Highlights der Schweiz – von palmengesäumten Seen über spektakuläre Alpenpässe bis zu UNESCO-Welterbestätten. Die Route führt durch alle vier Sprachregionen und vereint Natur, Kultur und Geschichte zu einem unvergesslichen Roadtrip.
Weitere Infos unter switzerland.com/grandtour
Über eine der bekanntesten Kurven zur Höhle
Streckenabschnitt: Interlaken - Beatushöhlen - Thun
Mögliche Route: Rundtour um den Thunersee mit Start in Interlaken oder Thun.
Höhepunkte: Thunersee, Beatushöhlen, Seestrasse Beatenberg, Oberhofen, Interlaken, Thun, Spiez.
Zum Abschluss nochmals eine schöne Tour um einen See. Dieses Mal sind wir im Berner Oberland unterwegs und umrunden den Thunersee. Um den See reihen sich verschiedene Highlights mit grösseren Orten wie Thun, Spiez oder Interlaken sowie kleineren wie Faulensee oder Oberhofen.
Der schönste Moment hier ist vielleicht eine der berühmtesten Kurven der Schweiz: Nach dem Hotel Beatus führt die Seestrasse über dem See rechts um die Felsen, bevor du die Beatushöhlen erreichst. Es gibt hier auch einen Aussichtspunkt. Diesen erreichst du von den Beatushöhlen aus mit einem Spaziergang von rund zehn Minuten.
Und klar: Stopps zu den Bahnen des Niesens oder Niederhorns lohnen sich unterwegs genauso wie der Halt beim Schloss Oberhofen.
Reto Fehr
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