International
CIA

Umstrittene Kandidatin für CIA-Spitze wollte Rückzieher machen

Aus Angst vor Befragung: Umstrittene Kandidatin für CIA-Spitze wollte Rückzieher machen

07.05.2018, 02:4807.05.2018, 04:54

Gina Haspel, von US-Präsident Donald Trump als neue Chefin des Auslandsgeheimdienstes CIA nominiert, hat laut einem Bericht ihren Rückzug angeboten. Nach Informationen der «Washington Post» bot Haspel dem Weissen Haus am Freitag an, auf ihre Nominierung zu verzichten.

This March 21, 2017, photo provided by the CIA, shows CIA Deputy Director Gina Haspel. A former top U.S. intelligence official says President Donald Trump’s nominee to be the next CIA director was cle ...
Gina Haspel.Bild: AP/CIA

Sie wolle damit eine erwartbar heftige Befragung im US-Senat an diesem Mittwoch ebenso vermeiden wie eine Beschädigung des Rufs der CIA und ihrer eigenen Person. Erst am Samstag sei klar geworden, dass die bisherige Vizedirektorin bei ihrer Kandidatur bleibe, hiess es.

Die 61-Jährige soll Mike Pompeo nachfolgen, der neuer US-Aussenminister geworden ist. Haspel ist umstritten, weil sie Berichten zufolge 2002 ein US-Geheimgefängnis in Thailand leitete. In diesem seien Terrorverdächtige durch sogenanntes Waterboarding (simuliertes Ertränken) gefoltert worden. Haspel wird vorgeworfen, sie sei später an der illegalen Zerstörung von Videos solcher Verhöre beteiligt gewesen.

Ein Rückzug Haspels käme Trump sehr ungelegen. Das Weisse Haus hat mit anhaltenden Personalwechseln, Abgängen und Rauswürfen zu tun.

Der Senat muss Haspel bestätigen. Das wird eng, weil die Mehrheit nur bei 51 zu 49 liegt und zudem Senator John McCain abwesend ist. Er ringt in Arizona mit einem tödlichen Hirntumor. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
UN: Immer mehr Menschen im Jemen durch Kämpfe vertrieben
Immer mehr Menschen müssen wegen der anhaltenden Kämpfe im Jemen fliehen. Seit Anfang August seien 280'000 Menschen vertrieben worden, teilte der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres unter Berufung auf Zahlen des UN-Nothilfebüros OCHA mit. Am 17. Oktober waren es nach UN-Zahlen 250'000 Menschen gewesen.
Zur Story