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Kreml will diplomatische Beziehungen zu Berlin erhalten

Kreml will diplomatische Beziehungen zu Berlin erhalten

Russland will nach Kremlangaben ungeachtet der von Deutschland angekündigten Schliessung des Konsulats in Bonn am bisherigen Stand der diplomatischen Beziehungen festhalten.
03.09.2026, 10:4703.09.2026, 10:47

Moskau selbst werde nicht der Initiator sein von einer Herabstufung der diplomatischen Beziehungen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow dem russischen Staatsfernsehen am Rande des Östlichen Wirtschaftsforums in Wladiwostok. Dagegen seien von deutscher Seite heute alle möglichen «absurden Schritte» zu erwarten.

epa12536453 Kremlin spokesman Dmitry Peskov looks on as Russian President Vladimir Putin (not pictured) and Togo's President of the Council of Ministers Faure Gnassingbe (not pictured) meet at th ...
Kremlsprecher Dmitri Peskow.Bild: keystone

Zuvor hiess es aus dem russischen Aussenministerium, dass als Reaktion auf die deutschen Strafmassnahmen nach dem Fund einer nicht gezündeten Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle auch eine Herabstufung der Beziehungen möglich sei. Gemeint wäre damit etwa der Abzug der jeweiligen Botschafter durch Moskau und Berlin.

Russland bestreitet, etwas mit der Drohne zu tun zu haben. Kremlsprecher Dmitri Peskow kritisierte erneut die von der deutschen Bundesregierung angedrohten Massnahmen. Die Schliessung etwa des Generalkonsulats in Bonn sei «absurd» mit Blick darauf, dass Deutschland keine Beweise präsentiert habe für eine Schuld Russlands.

Kreml: Ukrainer sprengen ungestraft deutsche Objekte

Peskow warf Kanzler Friedrich Merz vor, ungeschickt und mit «quasi drastischen Schritten» gegen Russland innenpolitisch Punkte zu sammeln. «Das bewahrt ihn kaum vor seinem politischen Schicksal», sagte Peskow.

Der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin kritisierte auch, dass nach den Sprengungen an den deutsch-russischen Ostsee-Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 zwar Ukrainer als Täterverdächtige gefasst worden seien. Es gebe auch Ermittlungen. Aber Strafmassnahmen gegen die Ukraine gebe es keine.

«Bislang waren alle, die in den letzten Jahren etwas Deutsches in die Luft gesprengt haben, Ukrainer, die von den Deutschen selbst überführt wurden», sagte Peskow. «Haben sie etwa auch nur ein einziges Generalkonsulat der Ukraine bei sich vor dem Hintergrund des laufenden Gerichtsverfahrens geschlossen? Nein, das haben sie nicht. Haben sie etwa irgendwelche ukrainischen Kulturzentren geschlossen? Nein», sagte Peskow.

Deutschland ist wichtigster Unterstützer der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg, den Putin im Februar 2022 begonnen hatte. (sda/dpa)

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Typu
03.09.2026 11:15registriert Oktober 2015
über details kann man streiten und man kann die vergleiche heranziehen, die einem gerade passen. unbestreitbar ist jedoch, dass russland seit langem aktiv hybriden krieg betreibt und allerorts grenzen austestet und teils überschreitet. die scheinheiligkeit des kremls ist nur absurd.
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Molson
03.09.2026 12:17registriert Juni 2014
in deutschland läuft seit einiger zeit vieles schief, das man aber seit beginn die ukraine so gut es geht unterstützt gehört nicht dazu und ich ziehe meinen hut diesbezüglich. was aber da passiert wenn die AFD das ruder übernimmt, will ich mir nicht mal in meinen grössten albträumen ausmalen 🫣
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Echokammer
03.09.2026 12:33registriert Juli 2026
Die Reaktion von Deutschland war für BRD-Verhältnisse sehr eindeutig, selten wurde eine so klare Ansage geäussert und mit folgenden Konsequenzen belegt. Jedoch ist der gezahlte Preis für Russland niedrig. Deutschland müsste deutlich härtere Konsequenzen bringen, dann überlegt es Russland genauer ob sie weiterhin Anschläge durchführen möchten. Es muss Russland richtig schmerzen
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