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Eine neue Umfrage zeigt: Die Brandmauer gegen die AfD wackelt gewaltig

epa13085586 Alternative for Germany (AfD) party and faction co-chairwoman Alice Weidel delivers a speech during the AfD federal party congress in Erfurt, Germany, 04 July 2026. Thousands of counter-pr ...
In wenigen Wochen stehen die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt an und die AfD könnte in beiden Ländern die stärkste politische Kraft werden.Bild: keystone

Eine neue Umfrage zeigt: Die Brandmauer gegen die AfD wackelt

Wie umgehen mit der AfD? Eine Mehrheit der Deutschen lehnt die Zusammenarbeit mit der Partei nach wie vor ab. Doch eine andere Zahl lässt aufhorchen.
21.07.2026, 01:4721.07.2026, 01:47
Christoph Cöln / t-online
Ein Artikel von
t-online

Bislang verhinderte die Brandmauer dafür, dass die etablierten Parteien eine Zusammenarbeit mit der in Teilen rechtsradikalen AfD stets ausgeschlossen haben. Doch dieser demokratische Konsens ist längst nicht mehr einhellig – weder in der Politik noch in der Bevölkerung. Und demnächst stellt sich die Frage wohl drängender denn je: Wie umgehen mit der Partei?

In wenigen Wochen stehen die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt an und die AfD könnte in beiden Ländern die stärkste politische Kraft werden. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins «Stern» und des TV-Senders RTL lehnen 58 Prozent der Deutschen Koalitionen mit der AfD ab. Allerdings: 39 Prozent sind für eine Lockerung der sogenannten Brandmauer. 3 Prozent hatten keine Position zu der Frage.

Deutschland in der AfD-Frage klar gespalten

Das bedeutet, dass die Brandmauer zwar nach wie vor steht, aber sie könnte künftig wackeln. Im Juni 2023 lehnten mit 73 Prozent noch weit mehr Bundesbürger Koalitionen mit der AfD ab. Nur 22 Prozent sprachen sich seinerzeit für eine Zusammenarbeit mit der AfD aus. In den vergangenen drei Jahren hat die in Teilen rechtsextreme Partei die Zustimmung in dieser Frage also nahezu verloren.

Bezeichnend ist dabei die Verteilung der Sympathien für die AfD zwischen West und Ost. Während sich im Westen Deutschlands mit 61 Prozent eine deutliche Mehrheit gegen Regierungsbildungen mit der AfD auf Länderebene ausspricht, sieht eine knappe Mehrheit im Osten dies anders. Hier sagen 53 Prozent, die anderen Parteien sollten künftig Regierungskoalitionen mit der AfD eingehen.

Von den Anhängern der AfD meinen derzeit 91 Prozent, dass die anderen Parteien mit «ihrer» Partei politisch zusammenarbeiten sollten. Von den Anhängern aller anderen im Bundestag vertretenen Parteien lehnt jeweils eine grosse Mehrheit Koalitionen mit der AfD ab.

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Die beliebtesten Kommentare
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Graserati
21.07.2026 02:38registriert Dezember 2023
Das Experiment einer Regierung unter Beteiligung der radikalen Rechten in den Niederlanden ist krachend gescheitert. War glaub eine Koalition von 3 oder 4 Parteien.

Denke das würde in Deutschland auf Bundesebene ähnlich aussehen.

In der Außenpolitik ist man dann spätestens handlungsunfähig im Bezug auf Ukraine und Russland. Ebenfalls mit dem Remigrations-Blabla der AfD.

Deutschland befindet sich auf vielen Ebenen in einem kritischen Zustand.

Rechte Heilsbringer sind sicher nicht die Lösung. Höchste Zeit, dass sich moderate Parteien endlich zurück besinnen, den Bürgeranliegen zu dienen.
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Granatä Sepp
21.07.2026 07:17registriert April 2021
1/2:Die Brandmauer wackelt nicht weil die Deutschen rechtsradikal geworden sind — sie wackelt weil die Altparteien in 15 Jahren so ziemlich alles in den Sand gesetzt haben was sie angegangen sind. Energiewende: Chaos. Migration: unkontrolliert. Wirtschaft: Rezession. Infrastruktur: marode. Und ihre Eliten erinnern sich bei Millionen-Prozessen plötzlich an nichts mehr. Wer sich wundert warum die AfD zulegt sollte weniger auf die AfD schauen — und mehr auf das Vakuum das die anderen hinterlassen haben.
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Qubit
21.07.2026 03:59registriert April 2019
Es wird noch viel schlimmer kommen, bevor es besser wird. Damit meine ich die kommenden Jahre, in denen ganze Bundesländer durch den Verlust ihrer wichtigsten Industrie in eine tiefe wirtschaftliche und soziale Krise geraten. Detroit in den USA hat es vorgemacht. Der perfekte braune Nährboden für MAGA oder AfD.
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