Wahlen in Sachsen-Anhalt: AfD in Umfrage weit vor CDU
In knapp einem Monat, am 6. September, wird im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt der neue Landtag gewählt. Einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA zufolge kommt die AfD auf 42 Prozent – die CDU hingegen nur auf 22 Prozent.
INSA-Chef Hermann Binkert vermutet gemäss Bild, dass die CDU die AfD bis zur Wahl nicht mehr überholen wird. «Die AfD wird bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die stärkste politische Kraft», sagt er gegenüber der Zeitung.
Die FDP und die Grünen würden es der Umfrage zufolge mit derzeit jeweils 4 Prozent nicht in den Landtag schaffen, die SPD mit 6 Prozent schon. Genauso würde das BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) mit 5 Prozent knapp in den Landtag einziehen, wie «Bild» berichtet. BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht schliesse eine Kooperation mit der AfD explizit nicht aus.
Aktuell würden weder der CDU-Ministerpräsidentskandidat Sven Schulze noch AfD-Kandidat Ulrich Siegmund die absolute Mehrheit erreichen, die in den ersten zwei Wahlgängen notwendig ist. Im dritten Wahlgang reicht allerdings die einfache Mehrheit der Stimmen. Sollte sich das BSW bei dieser Wahl enthalten, könnte Siegmund Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt werden. Wagenknecht hatte bereits betont, dass ihre Partei nicht für Schulze stimmen werde.
Ein Einzug von Grünen und FDP in den Landtag würde die Machtverhältnisse jedoch grundlegend verändern. Dadurch würde es für die AfD schwerer, den Ministerpräsidenten zu stellen, während die übrigen Parteien deutlich leichter eine Mehrheit gegen die AfD organisieren könnten. (hkl)
