Hamburger Flughafen wegen eines Versehens teilweise geräumt
Alle Passagiere hätten den Bereich hinter den Sicherheitskontrollen verlassen müssen, sagte ein Sprecher von Deutschlands Bundespolizei. Die teilweise Räumung des Flughafens war eine Reaktion auf einen unbefugten Mann im Sicherheitsbereich, wie es kurz darauf hiess.
Der Mann sei «unbewusst durch Drücken eines Notknopfes» in den Bereich gelangt, sagte eine Sprecherin des norddeutschen Flughafens der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er sei schnell aufgefunden worden. Der Vorfall habe sich um kurz nach 9.00 Uhr zugetragen.
Nur Sicherheitsbereich betroffen
Nach Angaben der deutschen Bundespolizei mussten Reisende, die sich hinter der Sicherheitskontrolle befanden, zurück vor die Kontrolle. Auch bereits in den Maschinen sitzende Passagiere mussten demnach wieder aussteigen. Der Flughafen bestätigte das. Es habe sich um eine vorgeschriebene Vorsichtsmassnahme gehandelt.
Zu Verspätungen und Ausfällen von Abflügen machte der Flughafen zunächst keine näheren Angaben. Die Ankünfte seien nicht betroffen, sagte die Sprecherin. Ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur (dpa) berichtete vom Flughafen, dass für alle Flüge Verspätungen von drei Stunden angezeigt würden.
Betroffen von der Sperrung war nach Angaben der Bundespolizei aber nur der Sicherheitsbereich, in dem sich die bereits kontrollierten Passagiere befanden. Die anderen Teile des Flughafens waren weiter zugänglich, hiess es.
Bundeswehr-Kampfjets trainierten am Airport
Eine Übung von Deutschlands Militär, der Bundeswehr, mit Tornado-Kampfflugzeugen am Hamburger Flughafen hatte mit der «polizeilichen Lage» am Airport nichts zu tun: Die seit Montag am Flughafen stationierten sechs Maschinen hätten Hamburg am Vormittag bereits wieder verlassen, sagte ein Sprecher des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 «Immelmann» der dpa. Die Übung sei beendet, die Kampfflugzeuge nach Abschluss ihres Trainings wieder bei ihrem eigentlichen Fliegerhorst Jagel in Schleswig-Holstein gelandet. (sda/dpa)
