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Anschlag am CSD in Berlin: Mutmasslicher Verdächtiger identifiziert

epa13134272 People attending a mourning march following a car-ramming attack near the Christopher Street Day (CSD) parade route pass an electronic display showing a police appeal for information about ...
Der Tatverdächtige war polizeibekannt.Bild: keystone

Verdächtiger bereits wegen Planung eines Anschlags verurteilt – auf Bewährung

Nach dem Angriff am Rande des Christopher Street Days in Berlin hat die Polizei nach eigenen Angaben einen mutmasslichen Verdächtigen identifiziert.
26.07.2026, 02:3926.07.2026, 21:28

«Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet», sagte Polizeisprecher Florian Nath. Nach dem 21 Jahre alten Mann Abdul B. wird öffentlich mit einem Foto gefahndet.

Gemäss Innenminister Dobrindt handelt es sich bei Abdul B. um einen deutschen Staatsbürger mit libanesischem Hintergrund. Er wohnte bislang mit seiner Familie in Berlin.

Es gibt nach Angaben des Polizeisprechers mehrere Polizeieinsätze im Zusammenhang mit der Tat in der Stadt. Dazu gehörte eine Durchsuchung in einer Wohnung in Schöneberg. Es erfolgte jedoch keine Festnahme, weil kein Mensch angetroffen wurde, wie Polizeisprecher Florian Nath der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Der Zugriff, an dem Spezialkräfte der Polizei (SEK) beteiligt waren, erfolgte nach Informationen der «Welt» gegen 1.10 Uhr. Demnach war in dem Mietshaus ein sehr lauter, explosionsartiger Knall zu hören. Vorher hatten Polizisten das Gebäude betreten. Nach dem «Welt»-Bericht rückte die Polizei gegen 1.25 Uhr wieder ab.

Bereits zuvor Anschlag geplant

Brisant: Abdul B. hatte bereits in der Vergangenheit einen Anschlag geplant, wie Innenminister Dobrindt am Sonntag mitteilte. Das Amtsgericht Tiergarten hatte ihn im Mai 2026 zu einem Jahr und zehn Monaten Haft wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verurteilt – auf Bewährung. Die Staatsanwaltschaft hatte demnach mehr gefordert und im Anschluss Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Laut der Welt hatte B. nach seiner Freilassung aus dem Arrest im Mai die Weisung erhalten, 26 Termine mit einer Beratungsstelle zu Deradikalisierung und Extremismusprävention wahrzunehmen. Zu zwei dieser Termine soll er erschienen sein; ein dritter sei am Sonntag, dem 27. Juli geplant gewesen. Nach diesem Termin hätte entschieden werden sollen, ob weitere Termine sinnvoll seien.

(sda/dpa/cpf)

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536 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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captaincook
26.07.2026 05:05registriert August 2025
Regelmässig und zurecht werden Kinderpornoringe im Internet hochgenommen, selbst wenn alles nur virtuell war.

Macht endlich beim Islamismus dasselbe. Wer sich in solchen Kreisen tummelt und Inhalte teilt oder liked, ist keinen Dreck besser und gehört vor den Richter und falls möglich ausgeschafft.
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001243.3e08972a@apple
26.07.2026 03:40registriert Juli 2024
Lass den „religiösen“ Extremisten einen Millimeter Platz und sie werden sich einen Meter nehmen.
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badummmts
26.07.2026 03:08registriert Dezember 2020
Viel Kraft den Opfern und den Angehörigen. Solche Taten sind unverzeilich…

Nun wird das weiter politisch hohe Wellen schlagen. Die deutsche Politik ist nun noch mehr unter Druck, so kann es nicht weitergehen.
Betonsperren dürfen nicht die Lösung sein.
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