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Kiews Gegenangriffe: Versandhändler evakuiert Mitarbeiter

Kiews Gegenangriffe: Versandhändler evakuiert Mitarbeiter

Die Ukraine hat Russland erneut mit hunderten Drohnen angegriffen. Der russische Online-Versandhändler Wildberries evakuierte wieder Mitarbeiter, diesmal in Jekaterinburg.
25.07.2026, 11:0425.07.2026, 13:29

In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die brennende Autos und eine Evakuierung von Mitarbeitern des Versandhändlers zeigen sollen. Das Unternehmen bestätigte, dass das Logistikzentrum in Jekaterinburg aus Sicherheitsgründen geräumt wurde. Es sei aber nicht beschädigt worden und der Betrieb solle bald wieder aufgenommen werden. In den vergangenen Tagen sind mehrfach Wildberries-Standorte bei ukrainischen Drohnenangriffen getroffen worden.

Der Gouverneur des Gebiets Swerdlowsk, Denis Pasler, sprach bei Telegram von einem abgewehrten Drohnenangriff. Herabstürzende Drohnentrümmer hätten ein Feuer ausgelöst. Menschen seien evakuiert worden, es gebe aber keine Verletzten oder Schäden an Wirtschaftsobjekten oder Infrastruktur.

Gouverneur: Verletzte in Rostow und Belgorod

Der Gouverneur des Gebiets Rostow sprach von einem massiven Angriff aus der Luft, Drohnen und Raketen seien abgewehrt worden. In Rostow am Don seien jedoch vier Männer und ein weiterer im Kreis Krasny Sulin verletzt worden, teilte er mit. Unter anderem Wohnhäuser, Lager und Infrastruktur seien beschädigt worden und Brände seien ausgebrochen, aber bereits gelöscht worden.

Auch der geschäftsführende Gouverneur des Gebiets Belgorod, Alexander Schuwajew, sprach von einem massiven Drohnenangriff in der Nacht. Dabei seien vier Menschen verletzt worden, schrieb er bei Telegram.

Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, in der Nacht 328 ukrainische Drohnen abgewehrt zu haben. Unabhängig lassen sich diese Angaben nicht überprüfen, sie lassen aber Rückschlüsse auf die Intensität der ukrainischen Gegenangriffe zu.

Selenskyj bestätigt Angriffe

In Tjumen in Westsibirien brach nach Angaben von Gouverneur Alexander Moor infolge eines ukrainischen Drohnenangriffs ein Feuer auf dem Gelände einer Erdölraffinerie aus. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte diese Attacke in sozialen Medien ebenso wie unter anderem Angriffe auf ein Logistikobjekt in Jekaterinburg und ein Lager für Kraft- und Schmierstoffe in Rostow am Don. Dazu stellte er einen Zusammenschnitt von Videos, auf denen Brände und Explosionen zu sehen sind.

Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Bei ihren Gegenangriffen setzt sie vor allem auf Drohnen. (hkl/sda/dpa)

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