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Leipzig: Russischer Geheimdienst wohl für Drohnenanschlag verantwortlich

Ermittler in Leipzig (Archivbild): Es gibt neue Erkenntnisse zum Anschlagsversuch am Flughafen.
Am Flughafen Leipzig/Halle hatte es einen Anschlagsversuch gegeben.Bild: imago-images.de

Bericht: Russischer Geheimdienst steckt hinter Anschlagsversuch in Leipzig

01.09.2026, 09:4201.09.2026, 12:30

Der Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle in Deutschland soll ein Anschlagsversuch im Auftrag Russlands gewesen sein. Das berichtet die Bild und beruft sich dabei auf Sicherheitskreise. Die Spur der Drohne führe mutmasslich zu einem russischen Geheimdienst.

Der deutsche Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sowie Aussenminister Johann Wadephul sollen heute vor die Öffentlichkeit treten und darüber informieren, schreibt die «Bild» weiter.

epa13191907 (L-R) German Foreign Minister Johann Wadephul and Interior Minister Alexander Dobrindt arrive for a Theme Block 4 meeting during a two-day federal cabinet retreat at Schloss Neuhardenberg  ...
Johann Wadephul und Alexander Dobrindt sollen am Dienstag vor den Medien informieren.Bild: keystone

Bislang hatte Dobrindt von «fremden Mächten» gesprochen, die hinter der Attacke stecken. Doch nach Informationen der «Bild» haben sich die Erkenntnisse der Ermittlerinnen und Ermittler mittlerweile so weit verdichtet, dass die deutsche Bundesregierung einen mutmasslich russischen Geheimdienst in der Verantwortung sieht.

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte bereits angekündigt, dass die Ermittlungen fast abgeschlossen seien. Er selbst wird am Dienstag nicht vor die Medien treten, heisst es von der Zeitung.

Diese Massnahmen werden besprochen

Spekuliert wird über diplomatische Massnahmen als Reaktion, schreibt die «Bild». So könnte etwa der russische Botschafter ins Auswärtige Amt einbestellt werden. Ausserdem könnten einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der russischen Botschaft zu unerwünschten Personen erklärt werden. Dann müssten sie Deutschland verlassen.

Genauso könnte Deutschland in Abstimmung mit anderen EU-Staaten weitere Sanktionen gegen Russland erlassen. Wadephul soll bereits im Austausch mit seinen Amtskolleginnen und -kollegen sein.

Der deutsche Verteidigungsstaatssekretär Sebastian Hartmann sagte zu einer möglichen Reaktion der EU:

«Ohne jetzt einzelnen Schritten vorzugreifen, ist es ein europäisches Interesse, deutlich zu machen, dass wir diese hybride kriegerische Auseinandersetzung wahrnehmen und das Einwirken in unsere Gesellschaft.»

Als Handlungsmöglichkeiten nannte Hartmann EU-Sanktionen und ein noch schärferes Vorgehen gegen die russische Schattenflotte. Über diese versucht Moskau seit Jahren, einen von westlichen Unterstützern der Ukraine eingeführten Preisdeckel für russisches Öl zu umgehen.

Kallas nennt ebenfalls Russland

Auch nach Angaben der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas deutet vieles darauf hin, dass Russland etwas mit der vor vier Wochen am Leipziger Flughafen gefundenen Sprengstoff-Drohne zu tun hat.

Sie stelle diese Verbindung her, aber es sei letztlich an den Deutschen, zu sagen, was hinter dem Vorfall stecke, sagte sie am Rande eines EU-Verteidigungsministertreffens. Dann könne auch darüber gesprochen werden, was die Europäische Union zusätzlich tun könne.

Kallas sagte, man sehe auch in anderen Ländern, dass die Russen immer stärker provozierten. Es stelle sich also die Frage, was man dagegen tue, um sie davon abzuschrecken, noch weiterzugehen. (hkl, mit Material von Keystone-SDA)

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