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EU-Fleischalternativen: Namen wie Seitan-Steak und Veggie-Hühnchen tabu

Debatte um Bezeichnungen veganer Fleischalternativen Symbolbild Oldenburg, Deutschland, 09.10.2025: Symbolfoto eines veganen Fleischersatzprodukts. Aktuell wird in Deutschland und der EU erneut �ber d ...
Bislang dürfen typische Bezeichnungen für Fleischprodukte auch für pflanzliche Alternativen verwendet werden.Bild: www.imago-images.de

Namen wie «Seitan-Steak» und «Veggie-Hühnchen» in der EU künftig tabu

Pflanzliche Fleischalternativen dürfen künftig in der EU nicht mehr mit Begriffen wie «Steak», «Speck» oder «Leber» beworben werden.
30.06.2026, 02:5130.06.2026, 02:51

Das beschlossen die EU-Staaten in Luxemburg endgültig und folgten damit einer Einigung mit Vertretern des Europäischen Parlaments. Hersteller und Händler haben drei Jahre Zeit, bis die neuen Regeln angewendet werden und sie ihre Produkte umbenennen müssen. Das soll ihnen Zeit geben, ihre Vermarktungsstrategien anzupassen. Bereits hergestellte Produkte dürfen in diesem Zeitraum zudem abverkauft werden.

Bislang dürfen typische Bezeichnungen für Fleischprodukte auch für pflanzliche Alternativen verwendet werden. Dies soll auch weiter grundsätzlich möglich sein. Tabu sind dann künftig aber Bezeichnungen, die sich auf Tier- bzw. Fleischarten und einzelne Teilstücke («Cuts») beziehen: zum Beispiel Geflügel, Rindfleisch, Rippchen, Schulter, Leber, Kotelett oder Speck. Sie dürfen auch nicht für im Labor gezüchtete oder zellbasierte Produkte verwendet werden. Fleisch wird in dem Text als «geniessbare Teile von Tieren» definiert.

Name «Veggie-Burger» sollte weg

Abgeordnete des Europaparlaments hatten im vergangenen Jahr ein Verbot von Begriffen wie «Tofu-Wurst», «Soja-Schnitzel» oder «Veggie-Burger» für vegetarische Produkte ins Spiel gebracht. Konkret sollten demnach Begriffe wie «Steak», «Schnitzel», «Burger» und «Wurst» nur noch für Tierprodukte verwendet werden dürfen. Sie begründeten dies mit dem Schutz von Verbrauchern und Landwirten.

Unter anderem in Deutschland wurde der Vorschlag stark kritisiert, auch von Bundesernährungsminister Alois Rainer. Auch die nun abgeschwächte Liste mit Begriffen, die künftig Fleischprodukten vorbehalten sind, sah er im März kritisch. Sie bedeute für die Branche unnötigen Mehraufwand, sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Die Verbraucher seien schlau und mündig. Bei der endgültigen Abstimmung im Rat enthielt sich Deutschland. (sda/dpa)

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Die beliebtesten Kommentare
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Guybrush Threepwood
30.06.2026 03:50registriert April 2018
Zum Glück. Ich habe mich gestern gerade an einem Holzschnitzel verschluckt.
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Erwin71
30.06.2026 04:00registriert August 2025
Haben die Fleischesser den Problem mit lesen?
Wer lesen kann, ist klar im vorteil!! 🤷
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Antinatalist
30.06.2026 03:40registriert September 2019
«geniessbare Teile von Tieren»

Wenn man's schon so genau nimmt, warum dann nicht Leichenteile? Oder wenn schon ordentlich abgehangen, gleich Kadaverteile?
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