Erneut Ausschreitungen bei Jugenddemo in Brüssel – Mehrheit demonstrierte friedlich
Bei Jugendprotesten in der belgischen Hauptstadt Brüssel ist es in der zweiten Woche in Folge zu Ausschreitungen gekommen. Wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur dpa berichtete, setzte die Polizei Tränengas und einen Wasserwerfer ein, nachdem Randalierer begonnen hatten, Mülltonnen und E-Roller zu beschädigen und Steine sowie Böller zu werfen.
Mit der Demonstration hatten die Teilnehmer eigentlich gegen Polizeigewalt bei Kundgebungen gegen geplante Sparmassnahmen im Bildungssektor in der vergangenen Woche protestieren wollen. Bei ihnen hatte die Polizei ebenfalls zum Teil Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt. Zudem gingen Beamte auch mit Schlagstöcken gegen Demonstranten vor. Die Stadt Brüssel hat eine Untersuchung angekündigt.
Hintergrund der Demonstrationen sind umfangreiche Sparreformen der Regierung der französischen Gemeinschaft Belgiens. Sie sehen unter anderem höhere Stundenzahlen für Lehrkräfte der oberen Sekundarstufe vor und ebnen den Weg für die Erhöhung von Studiengebühren.
An der Demonstration am Montag nahmen neben Schülern auch Lehrkräfte und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen teil, wie Belga berichtete. Die grosse Mehrheit der Demonstrationsteilnehmer – schätzungsweise mehrere Tausend – demonstrierte friedlich. (hkl/sda/dpa)
