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Ukraine: Belgien will Kiew komplette F-16-Kampfjet-Flotte überlassen

F-16 fighter jets take off from Bandirma as part of EFES-2026 exercise BALIKESIR, TURKIYE - MAY 8: F-16 fighter jets affiliated with the Turkish Air Force take off from Bandirma as part of the EFES-20 ...
Kampfjet Typ F-16 (Archivbild): Mehr als fünfzig dieser Militärflugzeuge sollen von Belgien an die Ukraine gehen.Bild: IMAGO / Anadolu Agency

Belgien will ganze F-16-Flotte an Ukraine abgeben – mehr als 50 Kampfjets

Belgien will die zugesagten F-16 nicht nur aufstocken, sondern vollständig abgeben. Der Plan hängt am reibungslosen Umstieg der Luftwaffe auf neue F-35.
11.05.2026, 17:2711.05.2026, 17:27
Ein Artikel von
t-online

Die belgische Regierung plant laut einem Medienbericht, der Ukraine künftig sämtliche F-16-Kampfjets der eigenen Luftwaffe zu überlassen. Wie das Magazin «Le Vif» berichtet, könnten insgesamt 53 Maschinen an Kiew gehen. Die meisten davon sollen demnach bis 2029 geliefert werden.

Voraussetzung für die vollständige Übergabe ist laut Bericht die schrittweise Einführung neuer F-35-Kampfjets bei der belgischen Luftwaffe. Sie sollen die bisherigen F-16 ersetzen.

Belgien hatte der Ukraine bereits zuvor 30 F-16 zugesagt. Das entsprechende Sicherheitsabkommen zwischen Brüssel und Kiew wurde 2024 geschlossen. Die Auslieferung sollte ursprünglich bis 2028 erfolgen. Nach Angaben belgischer Regierungsvertreter kam es jedoch wegen der Umstellung auf die F-35 zu Verzögerungen.

Selenskyj: Die Ukraine braucht 120 F-16-Jets

Nach den nun bekannt gewordenen Plänen sollen noch in diesem Jahr sieben Maschinen übergeben werden. Vier davon seien bereits ausser Dienst gestellt worden und würden derzeit zur Ausbildung ukrainischer Techniker genutzt. Für 2027 sind laut «Le Vif» fünf weitere Jets vorgesehen, 2028 sollen 14 folgen. Die restlichen 27 Flugzeuge könnten demnach 2029 geliefert werden. Der Zeitplan gilt laut Bericht allerdings als vorläufig.

Westliche Staaten hatten der Ukraine bislang insgesamt 79 F-16 zugesagt. Nach Angaben aus den beteiligten Ländern erhielt Kiew bereits 36 Maschinen aus den Niederlanden und Dänemark. Weitere Lieferungen aus Dänemark und Norwegen stehen noch aus.

Die Ukraine drängt seit längerem auf zusätzliche Kampfjets zur Luftverteidigung. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte erklärt, sein Land benötige rund 120 F-16, um den eigenen Luftraum ausreichend schützen zu können.

Verwendete Quellen:

(hkl)

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Luders Pee
11.05.2026 17:50registriert Dezember 2024
Man muss realisieren, dass V. Putin anfangs einen schnellen Sieg erwartet hatte. Inzwischen aber lässt er seit Jahren in der Ukraine um sein eigenes Leben kämpfen. Er wird nicht aufhören. Von daher gibt es also keinen anderen Weg, als Russland scheitern zu lassen. Und dafür braucht es Waffen für die Ukraine. Jede Menge und das so lange es nötig ist.
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Eckhardt
11.05.2026 18:10registriert Juni 2024
Putin hat seine eigenen Möglichkeiten völlig überschätzt bei seinem Angiff auf die Ukraine. Er rechnete damit, dass die europäischen Ländern in Ehrfurcht und Angst erstarren vor ihm. Die Ukraine wieder alleine lassen. Das Gegenteil ist passiert. Europäische und ein paar andere Länder stehen mittlerweilen so klar an der Seite der Ukraine, dass Putin langfristig keine Chance mehr hat, seinen imperialistischen Krieg zu gewinnen. Trump kann ihm nicht helfen, China nicht, Nordkorea nicht, Iran nicht. Und die westlichen Verbündeten haben die Angst vor falschen Autoritäten immer mehr abgelegt.
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Andi Weibel
11.05.2026 17:57registriert März 2018
Für Belgien gilt dasselbe wie für die Schweiz: Wer auf den F-35 setzt, steht am Ende mit abgesägten Hosen da.

Trump sabotiert auf alle möglichen Arten die Stärkung der Ukraine. Das bedeutet, dass er alles daran setzen wird, die Auslieferung der F-35 zu verzögern, damit Belgien die F-16 nicht weitergeben kann.
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