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WHO warnt: Viele Ebola-Todesfälle bleiben noch unentdeckt

epa13108575 Medical staff on strike picket outside the Ebola Treatment Centre at Rwampara General Hospital in Rwampara, Ituri, Democratic Republic of Congo, 13 July 2026. Dozens of medical staff and o ...
Im Kongo ist erneut ein Ebola-Ausbruch gemeldet worden. Die Behörden haben Massnahmen eingeleitet, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.Bild: keystone

WHO warnt: Viele Ebola-Todesfälle bleiben noch unentdeckt

14.07.2026, 15:0514.07.2026, 15:05

Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo gibt nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weiter Anlass zu grosser Sorge. Die tatsächliche Zahl der Infizierten dürfte nach Schätzungen zwei- bis viermal so hoch liegen wie bislang bekannt, sagte der WHO-Nothilfedirektor Chikwe Ihekweazu nach seiner Rückkehr aus dem Krisengebiet in Genf.

Mehr als 1'900 Fälle sind nach Labortests bisher bestätigt worden, gut 700 Menschen nach einer Infektion gestorben.

Infizierte bleiben oft in Familien

Besonders problematisch sei, dass die meisten Todesfälle in Familien und nicht in Behandlungszentren passierten. Pflegende Angehörige könnten sich ohne den nötigen Schutz leicht anstecken. Vier von fünf neu Infizierten hätten zudem nicht auf der Liste der Kontakte bereits Erkrankter gestanden. Das ist ein Zeichen dafür, dass es zahlreiche bisher nicht erfasste Infektionsketten gibt.

Die Regierung und die WHO arbeiteten mit Hochdruck daran, die Menschen zu informieren und Zweifel an einer effektiven Behandlung in den Kliniken auszuräumen, sagte Ihekweazu. Die Überlebenschance sei in Behandlungszentren höher, zudem könnten dann die Infektionsketten unterbrochen werden.

WHO braucht dringend Geld

Immerhin gebe es bereits fast 800 Betten in spezialisierten Behandlungszentren sowie 14 Labore, die Proben schnell untersuchen können, sagte Ihekweazu. Die Kapazitäten würden weiter ausgebaut. Allerdings seien von den 115 Millionen Dollar, die die WHO für die ersten sechs Monate des Ausbruchs veranschlagt hatte, erst 40 Prozent eingegangen. Das Land brauche dringend mehr Unterstützung, sagte er. (sda/dpa)

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Ebola-Verbreitungsweg
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