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Einflussreiche Gruppen im Iran fordern Ende der Gespräche mit den USA

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Auch Medien, die den iranischen Revolutionsgarden nahestehen, halten weitere Verhandlungen mit den USA für nicht mehr tragbar.Bild: www.imago-images.de

Einflussreiche Gruppen im Iran fordern Ende der Gespräche mit den USA

Nach den jüngsten US‑Angriffen mehren sich im Iran die Forderungen, die Verhandlungen mit den USA zu überdenken. Dem schliesst sich nun auch der einflussreiche Klerus des Landes an.
29.06.2026, 01:0329.06.2026, 01:03
Ein Artikel von
t-online

Der einflussreiche iranische Klerus fordert nach den jüngsten amerikanischen Angriffen einen Abbruch der Verhandlungen mit den USA. In einer Erklärung der theologischen Zentren in der Pilgerstadt Ghom wurden der Präsident, die Mitglieder des Sicherheitsrats sowie das Verhandlungsteam aufgefordert, bei einem erneuten Vertragsbruch die Gespräche mit den USA «unverzüglich» zu beenden. Dies müsse sowohl aus gesetzlichen als auch aus religiösen Erwägungen geschehen, da ein Vertragsbruch eine Missachtung der im Rahmenabkommen festgelegten Bestimmungen darstelle, heisst es in der Erklärung, die über den Staatssender Irib verlesen wurde.

Die theologischen Zentren in Ghom werden von einflussreichen Klerikern geführt. Sie gelten seit der von Grossajatollah Ruhollah Chomeini angeführten Revolution von 1979 als Initiatoren der islamischen Ideologie des Landes und besitzen entsprechend grossen Einfluss im politischen System.

Auch Revolutionsgarden gegen weitere Gespräche

Auch Medien, die den iranischen Revolutionsgarden nahestehen, halten weitere Verhandlungen mit den USA für nicht mehr tragbar. Ihren Angaben zufolge wurde durch die Angriffe bereits gegen den ersten und zentralen Punkt des Rahmenabkommens – das Ende der Kampfhandlungen an allen Fronten – verstossen. Unter diesen Umständen seien weitere Gespräche sinnlos, so der Tenor.

Im Iran-Krieg war es in den vergangenen Tagen trotz Waffenruhe erneut zu gegenseitigen Angriffen gekommen. Die USA flogen Attacken auf den Iran, nachdem Teheran nach US-Angaben am Donnerstag und am Samstag jeweils ein Schiff in der Strasse von Hormus entlang der omanischen Küste angegriffen hatte. Davor hatte der Iran gewarnt, dass die Durchfahrt durch die Meerenge nur auf der von Teheran festgelegten Route sicher sei.

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