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Iran

UNO: Iran bezeichnet US-Sanktionen als Wirtschaftsterrorismus

A pro-government demonstrator chants slogan during a gathering in a square in Tehran, Wednesday, Aug. 26, 2026. (AP Photo/Vahid Salemi)
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Eine auf Seiten des Regimes stehende Frau demonstriert am 26. August in Teheran gegen die US-Sanktionen.Bild: keystone

Iran bezeichnet US-Sanktionen als Wirtschaftsterrorismus

27.08.2026, 01:0327.08.2026, 01:03

Der Iran hat die angedrohten jüngsten US-Sanktionen in einem Brief an die Vereinten Nationen als einen Akt staatlichen und wirtschaftlichen Terrorismus verurteilt. Aussenminister Abbas Araghtschi schrieb in dem auf der Plattform Telegram und in Staatsmedien veröffentlichten Brief, die USA versuchten, die «rechtmässigen Wirtschaftsbeziehungen des Irans mit anderen Staaten zu beenden», nachdem sie ihre Ziele durch Krieg nicht hätten erreichen können. Der Brief richtet sich an UN-Generalsekretär António Guterres, den UN-Sicherheitsrat und die UN-Mitgliedstaaten.

Die USA haben angekündigt, den Iran durch neue Sanktionen, die auch gegen Teherans Handelspartner gerichtet sind, wirtschaftlich isolieren zu wollen. US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Montag (Ortszeit) gesagt, wer Handel mit dem Iran betreibe, werde die volle Wucht der US-Macht spüren. Ziel sei es, den Iran von allen Einnahmequellen abzuschneiden. Auf die Frage, ob dies auch auf China zutreffe, das als Hauptabnehmer iranischen Öls gilt, sagte Bessent nur, niemand solle Washingtons Entschlossenheit auf die Probe stellen.

«Einseitige Zwangsmassnahmen»

Araghtschi schrieb, die US-Sanktionen schadeten bewusst der Zivilbevölkerung, weil der Zugang zu Nahrungsmitteln, Medikamenten und anderen Gütern eingeschränkt werden solle. Der Iran fordere den UN-Sicherheitsrat und die UN-Mitgliedstaaten auf, die «einseitigen Zwangsmassnahmen und Sekundärsanktionen» durch die USA zu verurteilen und zurückzuweisen. Darüber hinaus sollten die Mitgliedstaaten die US-Sanktionen nicht anerkennen und umsetzen. Die USA müssten damit aufhören, souveräne Staaten zu zwingen, ihre rechtmässigen Handelsbeziehungen mit dem Iran zu ändern.

China hatte die angedrohten Sanktionen bereits kritisiert. Ein Wirtschaftskrieg führe nicht zu einer Lösung, sondern verschärfe Konflikte und störe die globale Finanzordnung, hiess es. (sda/dpa)

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