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Iran-Krieg: So oft hat Trump behauptet, ein Deal stehe kurz bevor

President Donald Trump speaks at Custer Farms in Chippewa Falls, Wis., Friday, June 5, 2026. (AP Photo/Glen Stubbe)
Trump
Donald Trump zeigt sich weiterhin optimistisch.Bild: keystone

So oft hat Trump behauptet, ein «Deal» mit dem Iran stehe kurz bevor

09.06.2026, 13:1309.06.2026, 13:13

37 Mal hat Donald Trump laut CNN behauptet, dass ein Abkommen mit dem Iran kurz bevorstehe. Oder, wie der US-Präsident es am liebsten ausdrückt, stünden sie kurz vor einem «Deal» – für einen watson-User bereits das «Unwort des Jahrhunderts», wie gestern in den Kommentaren zu lesen war:

Leser-Kommentar von Reinhard51
08.06.2026 10:54
Deal ist für mich das Unwort des Jarhunderts.
Zu: Trump nimmt die nächste Insel ins Visier

Nach Trumps unerwünschtem Auftritt beim Knicks-Spiel am Montag sagte Trump vor den Medien erneut:

«Ich glaube, wir stehen kurz davor, einen wirklich sehr guten, soliden und starken Deal abzuschliessen.»

Das Ganze wiederholte er auf seiner Plattform Truth Social. «Es sollte zügig vorangehen», schrieb er dort.

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screenshot truth social

Am 23. März sprach Trump zum ersten Mal über angebliche Friedensgespräche. Kurz darauf dementierte der Iran Verhandlungen. Doch der Präsident schien Gefallen an der Behauptung gefunden zu haben, dass der Iran unbedingt ein Abkommen abschliessen wolle.

Am 8. April schrieb Trump auf Truth Social, dass sie einen 10-Punkte-Vorschlag aus dem Iran erhalten hätten, der eine «tragfähige Verhandlungsgrundlage» darstelle. Fast alle Streitpunkte der Vergangenheit zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran seien geklärt worden, und es sei «eine Ehre, dass dieses seit Langem bestehende Problem bald gelöst sein wird».

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In einem Interview mit Fox Business sagte Trump am 15. April: «Ich denke, es ist so gut wie vorbei.» Knapp zwei Monate später ist das Problem jedoch noch immer nicht gelöst.

Und das, obwohl Trump auch am 20. April behauptete, dass der «Deal», den sie mit dem Iran schliessen würden, weitaus besser als das Iran-Atomabkommen unter Obama sei.

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Mitte Mai schien sich Trump selbst einzugestehen, wie oft seine Vorhersagen nicht gestimmt hatten. «Es gab schon Zeiten, da dachten wir, wir wären kurz vor einer Einigung, aber es hat nicht geklappt», sagte er – und fügte hinzu: «Aber diesmal ist es etwas anderes.»

Es kam zu keinem Deal. Doch am 23. Mai war Trump wieder überzeugt:

«Ein Abkommen zwischen den USA, dem Iran und verschiedenen anderen Ländern ist weitgehend ausgehandelt und steht kurz vor dem Abschluss. (…) Die letzten Einzelheiten und Details des Abkommens werden derzeit erörtert und in Kürze bekannt gegeben. Neben vielen anderen Bestandteilen des Abkommens wird die Strasse von Hormus wieder geöffnet.»
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screenshot truth social

Die Strasse von Hormus bleibt bis heute geschlossen.

Trotzdem lachte Trump laut eigener Aussage am 25. Mai über all jene, die nichts von dem möglichen «Deal» wissen, den er gerade mit dem Iran aushandle.

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Über eine Woche später, am 2. Juni, betonte Trump auf seiner Plattform:

«Die Falschmeldungen, wonach der Iran und die USA vor einigen Tagen den Dialog eingestellt hätten, sind falsch und irreführend. Die Gespräche zwischen uns wurden kontinuierlich fortgesetzt, auch vor vier Tagen, vor drei Tagen, vor zwei Tagen, vor einem Tag und heute. Wohin sie führen, weiss man nie, aber wie ich dem Iran bereits gesagt habe: ‹Es ist an der Zeit, dass auf die eine oder andere Weise eine Einigung erzielt wird.›»
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screenshot truth social

Seit Wochen, sogar Monaten, steht laut Trump ein Deal bevor. Er bleibt nach zahlreichen Rückschlägen überzeugt, dass Iran diesem zustimmen werde. Am Montag sagte er: «Wir verhandeln jetzt. Sie wollen einen sehr guten Deal abschliessen.» Und: «Sie sind bereit, uns alles zu geben.»

Angesichts fehlender Anzeichen fällt es schwer, noch an einen baldigen «Deal» zu glauben, analysiert CNN. Dass es in den nächsten Tagen tatsächlich zu einem Abkommen zwischen dem Iran und den USA kommt, erscheine erfahrungsgemäss unwahrscheinlich. CNN schreibt weiter: «Ganz offensichtlich ist das keine Behauptung, die man noch ernst nehmen sollte.» (hkl)

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