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Iran macht seine Drohungen wahr: Gasanlage in Katar brennt

epa02562334 A undated handout image provided by the Royal Dutch Shell showing Shell operations in Qatar. Anglo-Dutch oil giant Shell 03 February 2011 reported profits of 18.6 billion dollars for 2010, ...
Eine Ölraffinerie in Katar. (Symbolbild)Bild: EPA

Iran macht seine Drohungen wahr: Gasanlage in Katar brennt

18.03.2026, 22:0119.03.2026, 12:08

Drohnen aus dem Iran trafen am Mittwochabend Energieanlagen in Katar und Saudi-Arabien. QatarEnergy, ein staatliches Öl- und Gasunternehmen aus Katar, teilte auf X mit, dass sein Energiezentrum Ras Laffan durch Raketenangriffe «erhebliche Schäden» davongetragen habe. «Alle Mitarbeitenden sind in Sicherheit, und bislang wurden keine Opfer gemeldet», fügte der Flüssiggasproduzent hinzu.

In der Nacht auf Donnerstag meldete Katar weitere Angriffe auf Ras Laffan. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran daraufhin mit massiven Vergeltungsschlägen auf das grösste Gasfeld «South Pars» des Landes. Israel hatte dieses zuvor schon angegriffen. Trump erklärte, dass Israel die Angriffe ab jetzt aussetzen würde – solange der Iran nicht mehr Katars Anlagen angreife.

Die aktuellen Entwicklungen im Liveticker:

Der Iran kündigte die Angriffe nur wenige Stunden davor an. Es handle sich um Vergeltungsmassnahmen für die Angriffe auf seine Energieproduktion seit Beginn des fast drei Wochen alten Krieges.

Die Warnungen richteten sich gegen den Mesaieed Petrochemical Complex, die Mesaieed Holding Company und die Ras-Laffan-Raffinerie in Katar; die Samref-Raffinerie und den Jubail Petrochemical Complex in Saudi-Arabien; sowie das Al-Hosn-Gasfeld in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Verletzung der Souveränität

In einer Erklärung verurteilte das Aussenministerium von Katar «die brutalen» iranischen Angriffe auf die Industriestadt Ras Laffan aufs Schärfste. «Katar betrachtet diesen Angriff als gefährliche Eskalation, als eklatante Verletzung seiner Souveränität und als direkte Bedrohung seiner nationalen Sicherheit», hiess es darin.

Katar zählt normalerweise zu den grössten Erdgasexporteuren, stellte jedoch bereits am 2. März die Flüssiggasproduktion ein, nachdem dieselbe Anlage in Ras Laffan sowie ein Wassertank in einem Kraftwerk in der Industriestadt Mesaieed angegriffen worden waren.

Früher am Tag trafen Luftangriffe Irans grösste Erdgasquelle «South Pars». Auch die Energievorräte des Iran sind angeschlagen. Wie «BBC» berichtete, hat der Iran seine Gaslieferungen an Irak bereits vollständig unterbrochen.

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