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Weitere Hinrichtungen nach Protesten im Iran

Rallying for a Free Democratic Republic in Iran - 16 Jul 2026 Portraits of execution victims are displayed row after row during a rally of Iranian exiles and international figures demanding an end to  ...
16. Juli 2026: Bei einer Kundgebung iranischer Exilanten und internationaler Persönlichkeiten, die ein Ende der Hinrichtungen im Iran forderten, wurden reihenweise Porträts von Hinrichtungsopfern gezeigt.Bild: www.imago-images.de

Weitere Hinrichtungen nach Protesten im Iran

28.07.2026, 10:5928.07.2026, 10:59

Im Iran sind im Zuge einer Hinrichtungswelle abermals zwei Männer im Zusammenhang mit den Protesten Anfang des Jahres exekutiert worden. Den Männern sei zur Last gelegt worden, bei den Massenprotesten an der Ermordung von Polizeibeamten in der Stadt Isfahan beteiligt gewesen zu sein, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan.

Die iranische Justiz hat bis heute mindestens 27 Männer im Kontext der Proteste und Unruhen hingerichtet. Die Demonstrationen im Winter waren Ende Dezember angesichts der Wirtschaftskrise im Land ausgebrochen und entwickelten sich rasch zu Massenprotesten gegen die autoritäre Führung. Der Staat liess sie gewaltsam niederschlagen. Tausende Demonstranten wurden dabei getötet.

Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe im Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch zur Einschüchterung einzusetzen. Amnesty International zufolge wurden im vergangenen Jahr mindestens 2159 Menschen im Iran hingerichtet – der höchste verzeichnete Wert seit 1981. Auch im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg wurden Todesurteile gegen mutmassliche Spione und politische Gefangene vollstreckt. (sda/dpa)

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