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Trump: Strasse von Hormus gehört uns – droht dem Iran

President Donald Trump walks from Marine One to board Air Force One at Cleveland Hopkins International Airport in Cleveland, Tuesday, Aug. 11, 2026. (AP Photo/Mark Schiefelbein)
Donald Trump
Donald Trump vertraut dem Iran nicht.Bild: keystone

Trump beansprucht Strasse von Hormus für die USA – und droht dem Iran

12.08.2026, 07:4212.08.2026, 08:06

Noch immer fahren wenig Handelsschiffe durch die vom Iran faktisch blockierte Strasse von Hormus – doch die US-Regierung behauptet weiter, die volle Kontrolle über die Meerenge zu haben. «Sie gehört uns», sagte Präsident Donald Trump vor Reportern. Irgendwann würden die Iraner «vielleicht etwas unternehmen, und dann werden sie hinweggefegt». Aber die USA befänden sich im Moment in einer sehr guten Position. «Wir haben die vollständige Kontrolle über die Strasse von Hormus. Sie haben keine Kontrolle.»

Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) hatte am Abend auf der Plattform X berichtet, die Angriffe und Schikanen durch die iranischen Revolutionsgarden in der Meerenge hielten an – und seien der Beweis, dass der Iran seine Präsenz entlang wichtiger Transitrouten behaupten und den Druck auf durchfahrende Schiffe aufrechterhalten wolle. Es bestehe weiterhin das Risiko von treibenden oder nicht kartierten Minen. Handelsschiffe verkehrten weiter nur auf reduziertem Niveau.

«Sie haben mich ständig belogen»

Trump sagte weiter, er vertraue dem Iran nicht. «Sie haben mich ständig belogen.» Die Islamische Republik sei dank des von den USA geführten Krieges nicht länger der «Tyrann im Nahen Osten». Bereits am Vortag hatte der Republikaner behauptet, nach einer Minenräumung sei die Meerenge für Schiffe wieder befahrbar und werde «zu 100 Prozent» von den USA kontrolliert.

Der Iran hat auf die Aussagen nicht direkt reagiert. Zuletzt hatte die Führung in Teheran eine Öffnung der Seestrasse von Zugeständnissen der USA und ihrer Verbündeten abhängig gemacht und die Absicht erklärt, Gebühren für eine Durchfahrt durch die Meerenge zu erheben.

People spend time at a beach as commercial vessels are anchored in the Strait of Hormuz off Bandar Abbas, Iran, Wednesday, Aug. 5, 2026. (Amirhosein Khorgooi/ISNA via AP)
APTOPIX Iran War Strait of Ho ...
Nur wenige Handelsschiffe passieren die Strasse von Hormus (Symbolbild).Bild: keystone

Der erst vor wenigen Tagen neu berufene Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsrats im Iran, Mohsen Resai, betonte laut dem Staatssender Press TV, die USA müssten den Krieg gegen den Iran und seine Verbündeten in der Region beenden und das eingefrorene iranische Geld freigeben, damit die Meerenge wieder vollständig geöffnet werden könne. «Solange die USA ihr Verhalten nicht ändern und die Bedingungen des Irans nicht akzeptieren, wird die Strasse von Hormus nicht wieder geöffnet», sagte Resai demnach.

Langes Ringen um Wiedereröffnung der Meerenge

Die Kriegsparteien ringen schon länger um die vollständige Wiedereröffnung der faktisch blockierten Strasse von Hormus, über die ein Grossteil der Ölexporte aus den Golfstaaten abgewickelt wird. Der Nationale Sicherheitsrat des Irans verlangte dafür neben einem Ende sämtlicher US-Drohungen gegen das Land, einer Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen sowie einem Abzug der US-Streitkräfte aus der Region unter anderem eine vollständige finanzielle Entschädigung für Kriegsschäden. All diese Forderungen hatte der Iran bereits früher als Bedingungen für Verhandlungen mit den USA genannt.

Am Montag hatte Trump seinerseits Entschädigungszahlungen des Irans als Bedingung für weitere Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts gefordert. Er schrieb auf seiner Plattform Truth Social, der Iran solle für jedes Opfer zahlen, dessen Tod oder Verletzung der Machtapparat in Teheran zu verantworten habe.

Vor dem Ende Februar von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen den Iran verlief die Schifffahrt in der Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman weitestgehend ungestört. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wurde durch die Strasse von Hormus transportiert, die auch für den Transport von Flüssiggas und Dünger von zentraler Bedeutung ist.

Nach Kriegsbeginn brachte der Iran mit seinen Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Schiffsverkehr fast zum Erliegen. In der Folge stiegen die Weltmarktpreise für Öl und Gas sprunghaft an. (nil/sda/dpa)

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Die beliebtesten Kommentare
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The man who shot liberty valance
12.08.2026 08:22registriert September 2020
«Sie haben mich ständig belogen.»

So geht es der Welt mit den USA auch.
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MaLiMaRe
12.08.2026 08:23registriert August 2025
Ob die USA die Strasse nun wirklich unter ihrer Kontrolle hat oder nicht, ist schon fast zweitrangig.
Bedenklicher sind für mich Aussagen wie "Sie gehört uns". Aussagen wie sie in ähnlicher Form im Falle Grönlands oder des venezolanischen Öls auch schon gefallen sind, um nur mal zwei von vielen Beispielen zu nennen.
Aussagen, bei der jedes andere Staatsoberhaupt der Welt massiv Kritik einstecken müsste. Aber bei den USA ist sowas normal. 🤦‍♂️
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