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Israel prüft Einsatz von Krokodilen bei Gefängnis

Israel prüft Einsatz von Nilkrokodilen bei Hochsicherheitsgefängnis

17.07.2026, 11:5817.07.2026, 11:58

Israels Umweltministerin Idit Silman hat den rechtlichen Status von Nilkrokodilen geändert, um Berichten zufolge den Einsatz der Reptilien in Wassergräben rund um ein Gefängnis mit palästinensischen Sicherheitshäftlingen zu ermöglichen.

Nach Angaben des Nachrichtenportals «ynetnews.com» und der «Jerusalem Post» erklärte Silman das Nilkrokodil zu einem «gezüchteten Wildtier». Dadurch sollen Sicherheitsbehörden grundsätzlich eine Genehmigung für die Haltung erhalten können. Andere Krokodilarten hatten diese Einstufung zuvor erhalten, um eine kommerzielle Zucht wegen ihrer Häute zu ermöglichen.

Auch die Krokodile könnten entkommen

Der Vorschlag, Krokodile einzusetzen, geht auf den rechtsextremen Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir im Dezember 2025 zurück. Ketziot ist ein grosses Hochsicherheitsgefängnis in der Negev-Wüste. Dort sind den Angaben zufolge unter anderem palästinensische Sicherheitshäftlinge sowie während des Gaza-Kriegs festgenommene Palästinenser inhaftiert.

Ob das Projekt tatsächlich umgesetzt wird, ist nach derzeitigem Stand offen. Der Rechtsberater des Ministeriums und die israelische Natur- und Parkbehörde hatten den Berichten zufolge die Ministerin vor dem Schritt gewarnt. Laut Behörde dürfen solche Wildtiere nur zu Bildungs-, Forschungs- und Aufklärungszwecken gehalten werden. In der Vergangenheit habe die Zucht von Krokodilen zu zahlreichen Problemen geführt – darunter Vorfälle, bei denen Krokodile in die Wildnis entkamen, sowie Gefahren für Menschenleben, hiess es weiter. (sda/dpa)

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