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Israel zerstört Hisbollah-Tunnel bei Burg Beaufort

An Israeli soldier rides in a military vehicle past destroyed buildings in an area occupied by Israeli troops in southern Lebanon, Thursday, July 9, 2026. The Israeli military invited reporters on a t ...
Ein Militärfahrzeug passiert zerstörte Gebäude in einem von israelischen Truppen besetzten Gebiet im Südlibanon.Bild: keystone

Israel zerstört Hisbollah-Tunnel bei Burg Beaufort

Nach einem Angriff der libanesischen Hisbollah hat Israel eigenen Angaben zufolge Tunnel der Miliz im Gebiet der Burg Beaufort im Südlibanon zerstört.
31.07.2026, 13:3631.07.2026, 13:36

Die Einnahme der historisch und strategisch wichtigen Burg Ende Mai hatte für Aufsehen gesorgt. In einer Erklärung von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz in der Nacht hiess es, die Hisbollah habe die unterirdische Struktur nutzen wollen, um nach Israel einzudringen.

Die Armee habe rund 700 Tonnen Sprengstoff für die Zerstörung der Tunnel gebraucht, teilten beide weiter mit. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es, die Explosionen seien im gesamten Südlibanon zu hören gewesen. Ein Einwohner der südlibanesischen Stadt Nabatija sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass in dem Ort einige Fenster zersplittert seien. Es war zunächst unklar, ob auch die Burg beschädigt wurde.

Die Sprengung der Struktur sei nach dem «eklatanten Verstoss» der Hisbollah gegen die Waffenruhe erfolgt, hiess es in der Mitteilung von Netanjahu und Katz. Jeder Versuch der Hisbollah, israelischen Soldaten oder Bürgern etwas anzutun, werde eine «heftige und entschiedene Antwort» zur Folge haben.

Hisbollah griff erstmals seit neuer Waffenruhe wieder an

Die libanesische Hisbollah hatte laut israelischen Angaben am Mittwoch erstmals seit mehr als einem Monat wieder eine mit Sprengstoff beladene Drohne auf ein Fahrzeug der israelischen Armee im Südlibanon gelenkt. Zuletzt hatte die vom Iran unterstützte Miliz solche Drohnen vor Inkrafttreten der neuen Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon im Juni eingesetzt und dabei auch immer wieder israelische Soldaten getötet.

Israel wirft der Hisbollah vor, sie habe Pläne gehabt, in das Nachbarland zu dringen und dort Menschen zu töten und zu entführen – ähnlich wie es die Hamas am 7. Oktober 2023 in Israel tat. Die Hamas hatte nach dem Massaker in ihren Tunneln auch aus Israel entführte Geiseln festgehalten.

Das israelische Militär zerstört seit einigen Jahren immer wieder Tunnel der Hisbollah im Libanon – darunter auch einige, die bis nach Israel reichten.

Ende Mai nahm Israels Armee die Kreuzritterfestung Beaufort aus dem 12. Jahrhundert ein, die einen Blick über weite Gebiete im Libanon bietet. Israelische Beobachter bezeichneten den Verlust dieses strategisch wichtigen Punktes für die Hisbollah als schmerzhaft. (sda/dpa)

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