International
Italien

Rom will ukrainischen Ex-Verteidigungsminister Fedorow als Berater

epa12231313 Ukrainian Minister for Digital Transformation Mychajlo Fedorov speaks during a press conference at the Ukraine Recovery Conference 2025 in Rome, Italy, 11 July 2025. EPA/FABIO CIMAGLIA
Mychajlo Fedorow als damaliger Minister für digitale Transformation an der Ukraine Recovery Conference 2025 in Rom. Bild: keystone

Rom bietet ukrainischem Ex-Minister Fedorow Job an

Der entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow soll in Italien «die gleichen Probleme» wie in der Ukraine bekämpfen, so die Hoffnung seines Amtskollegen aus Rom.
25.07.2026, 13:0625.07.2026, 13:06

Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto hat seinem ukrainischen Ex-Kollegen Mychajlo Fedorow nach dessen Entlassung einen Beraterposten angeboten. Der Vertraute von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni lobte Fedorow in der Tageszeitung «La Repubblica» als ausgesprochen innovativen Politiker. Deshalb habe er ihn am Tag nach der Entlassung durch Präsident Wolodymyr Selenskyj angerufen und gefragt: «Wann möchtest du nach Rom kommen, um als Berater mit mir zusammenzuarbeiten?»

Konkret wurden die Pläne nach Crosettos Darstellung jedoch nicht. «Er war gerührt und hat verstanden, dass dies ein Zeichen meiner Wertschätzung und Freundschaft war.» Crosetto ist eine der zentralen Figuren der rechten Regierungspartei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens), die von Meloni geführt wird. Er kündigte auch neue Waffenlieferungen für Kiew an. Italien gilt in Europa als einer der zuverlässigen Unterstützer der Ukraine. Das Land wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg.

epa12812343 Italian Premier Giorgia Meloni (R) with Italian minister of Defense, Guido Crosetto (L), as she reports to the Lower House on Middle East crisis ahead of European Council, in Rome, Italy,  ...
Guido Crosetto und Giorgia Meloni in Rom.Bild: keystone

Lob aus Rom für Veränderungen

Crosetto sagte, Fedorow habe im Krieg «die Spielregeln auf dem Schlachtfeld komplett auf den Kopf gestellt». Er stehe für Innovation. «Die gleichen Probleme, mit denen er in der Ukraine konfrontiert war, haben wir auch in Italien, Deutschland und Frankreich. Es gibt Widerstand gegen Veränderungen. Und es gibt diejenigen, die nach vorn blicken und verstanden haben, dass Innovation mit erschreckender Geschwindigkeit voranschreitet.»

Fedorow ist in der Ukraine bereits der vierte Verteidigungsminister seit Kriegsbeginn, der entlassen wurde. Der 35-Jährige war gerade einmal sechs Monate im Amt. (sda/dpa)

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