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Wetter im Herbst wird von rekordwarmem Mittelmeer beeinflusst

KEYPIX - Two women protect themselves from wind and rain with umbrellas on Monday, October 27, 2025, in Zurich, Switzerland. (KEYSTONE/Michael Buholzer)
Mit einem warmen Mittelmeer steigt das Potenzial für Starkregen im Herbst.Bild: keystone

Wie ein warmes Mittelmeer das Wetter im Herbst beeinflusst

11.09.2026, 16:0211.09.2026, 16:02

Nach dem Sommer 2026 – einem der heissesten seit Beginn der Wetteraufzeichnung in Westeuropa – ist auch das Mittelmeer rekordwarm. Durch die warme Wasseroberfläche ist die Verdunstung sowie die Feuchtespeicherkapazität erhöht. Nun drohen im Herbst kräftige Niederschlagsereignisse.

Sowohl in Westeuropa wie auch in Nordafrika wurden diesen Sommer neue Temperaturrekorde aufgestellt. Wie «MeteoNews» schreibt, blieb auch das Mittelmeer nicht verschont von solchen Höchstwerten. Die mittlere Oberflächentemperatur liegt mit 28 Grad aktuell mehr als 2 Grad über der Durchschnittstemperatur der Jahre 1991-2020.

Aktuelle Oberflächentemperaturen des Mittelmeers und des angrenzenden Atlantiks, 11.9.2026
Die aktuellen Oberflächentemperaturen des Mittelmeers und des angrenzenden Atlantiks.Bild: Meteonews

Je wärmer das Mittelmeer ist, desto mehr Wasser verdunstet und desto mehr Wasserdampf gelangt in die Atmosphäre. Wenn sich Tiefdruckgebiete bilden oder feuchte Luftmassen in den Alpenraum transportiert werden, steht dadurch mehr Feuchtigkeit für Niederschläge zur Verfügung. Das erhöht das Potenzial für kräftige Niederschläge und Starkregen.

Besonders betroffen sind die Mittelmeerküsten und der Alpenraum. Feuchte, warme Luft wird beispielsweise an den Alpen zum Aufsteigen gezwungen. Dabei kühlt sie sich ab, der Wasserdampf kondensiert und es bilden sich Wolken und Niederschlag. Je mehr Feuchtigkeit die Luft enthält, desto grösser kann dabei die Niederschlagsmenge sein.

Das warme Mittelmeer führt nicht zwingend zu einem niederschlagsreichen Herbst. Vielmehr verstärkt es Gewitter und Niederschlagsereignisse, die ohnehin auftreten würden. Erst gestern fielen im italienischen Lignano 150 mm innert drei Stunden vom Himmel. Etwas, das in den nächsten Wochen wohl auch andernorts geschehen könnte.

(nil)

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