International
Italien

Italiens Behörden gehen gegen illegale Bauten an Stränden vor

Rom greift durch: Italiens Behörden gehen gegen illegale Bauten an Stränden vor

03.08.2026, 06:5803.08.2026, 06:58

An Italiens Stränden gehen die Behörden strenger gegen illegale Bauten vor. In Ostia, dem Stadtstrand der Hauptstadt Rom, wurden mehrere privat betriebene Strandbäder auf Anweisung der Stadtverwaltung geschlossen.

May 25, 2025, Rome, Italy: A child walks among the closed umbrellas of a beach resort at Lido di Ostia, in the coastal area of Ãâ¹Ãâ¹Ãâ¹Ãâ¹Rome. Rome Italy - ZUMAv147 20250525_zip_v147_030 Copyright:  ...
In Italien verschwinden derzeit mehrere illegale Bauten.Bild: www.imago-images.de

Mitten in der Hochsaison werden derzeit zwei kommerzielle Bäderbetriebe abgerissen. An deren Stelle soll ein öffentlicher Strand entstehen, der für alle frei zugänglich und kostenlos ist. Auch in anderen Regionen wie Ligurien und Apulien gibt es solche Bestrebungen.

Entlang von Italiens 7500 Kilometer Mittelmeerküste gibt es Tausende privat betriebene Bäder, die Liegen und Schirme vermieten – eine über Jahrzehnte gewachsene Tradition. Aktuell liegt die Durchschnittsmiete für zwei Liegen und Schirm bei etwa 40 Euro pro Tag. Jetzt jedoch gehen die Behörden in mehreren Regionen dagegen vor, dass man nur ans Meer gelassen wird, wenn man dafür bezahlt. Zudem sorgt für Ärger, dass hohe Zäune und Mauern vielerorts den Zugang versperren.

Mehr als die Hälfte der Strände in Hand von privaten Betreibern

Dabei gehört die Küste – so wie anderswo in Europa – auch in Italien eigentlich dem Staat. Von Gesetzes wegen müsste das Ufer überall für jedermann frei und kostenlos zugänglich sein. Mehr als die Hälfte der Strände ist jedoch privat verpachtet. Offiziell gibt es in Italien mehr als 7300 sogenannte Stabilimenti Balneari. Die meisten sind Familienbetriebe.

Das striktere Vorgehen der Behörden hängt auch mit einer EU-Richtlinie von 2006 zusammen, deren Umsetzung in Rom immer wieder hinausgeschoben wurde. Demnach müssen die staatlichen Konzessionen für Strandabschnitte regelmässig neu ausgeschrieben werden, weil es sich um öffentlichen Grund handelt. Nun soll 2027 damit begonnen werden. (dab/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
3
«Usain Bolt der Achttausender»: Netflix-Bergsteiger ist tot
Als erster Mensch hat er alle Achttausender innerhalb einer Saison bestiegen und wurde durch eine Netflix-Dokumentation über dieses gewagte Abenteuer zum Star-Bergsteiger. Jetzt ist der nepalesisch-britische Extremsportler Nirmal Purja nach Angaben seiner Firma tot.
Alle Mitglieder seiner Gruppe wurden am Donnerstag am Broad Peak in Pakistan - einem Berg mit rund 8.050 Metern Höhe - von einer gewaltigen Lawine erfasst und starben, wie der Alpine Club Pakistan der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zunächst war eine grosse Rettungsaktion eingeleitet worden, doch keiner der zehn Bergsteiger überlebte.
Zur Story