International
Justiz

Schweden bestraft Bandenkriminalität jetzt doppelt so hart

Schweden bestraft Bandenkriminalität jetzt doppelt so hart

01.08.2026, 13:1101.08.2026, 13:11

Im Kampf gegen brutale Gangs zieht Schweden die Zügel an: Bandenkriminelle können ab sofort doppelt so hart bestraft werden.

Ein Gangmitglied, das mit einer Schusswaffe festgenommen wird, musste der Nachrichtenagentur TT zufolge bislang mit einer Höchststrafe von vier Jahren rechnen. Heute kann derselbe Bandenkriminelle mit bis zu acht Jahren Gefängnis bestraft werden.

Sogar für Minderjährige soll das doppelte Strafmass gelten – allerdings soll es für Jugendliche andererseits auch Strafnachlässe geben.

Schweden kämpft seit vielen Jahren gegen die grassierende Gang-Gewalt. Banden heuern gezielt Minderjährige für Auftragsmorde an.

Schweden hat sich von Dänemark inspirieren lassen

Bislang hatte das Land der Kriminalität wenig entgegenzusetzen. In diesem Jahr liegt die Zahl der Schusswaffentaten und -toten aber bislang auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

Die doppelten Strafen haben sich die Schweden nun vom Nachbarn Dänemark abgeguckt. Dort werden Verbrechen im Zusammenhang mit Bandenkriminalität schon länger härter bestraft.

Die Obergrenze für das verdoppelte Strafmass in Schweden liegt künftig bei 18 Jahren. Das Gesetz ist Teil eines umfassenden Reformpakets im Strafrecht, das ausserdem die Verschärfung von rund 50 Strafrahmen beinhaltet.

Es wurde Mitte Juni im schwedischen Parlament verabschiedet und ist seit 1. August in Kraft.

Das Gesetz ist aber umstritten: Einige Experten hatten die längeren Freiheitsstrafen als wirkungslos kritisiert. (cst/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
So teuer wird die Fahrt mit dem Nachtzug nach Schweden
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
59 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Doplagus
01.08.2026 13:16registriert Dezember 2019
Rigorose Rückschaffungen wären vielleicht auch mal an der Zeit...
13016
Melden
Zum Kommentar
avatar
Kräutertee-Hexe (1)
01.08.2026 14:47registriert März 2026
Längere Bestrafung mag "wirkungslos" für das Verhalten der Täter sein, aber schützt die Bevölkerung deutlich länger.

Also eine sehr gute Massnahme
861
Melden
Zum Kommentar
avatar
glointhegreat
01.08.2026 14:53registriert Dezember 2014
100x so hart wäre vermutlich sinnvoller. Ich versteh nicht, wieso man leute die der (unserer) gesellschaft nur schaden, immer schützt. Nehmt diese aus dem verkehr und lasst sie für ihre schandtaten bezahlen (steineklopfen als wiedergutmachung zb. )
Unglaublich wie blöd europa ist
726
Melden
Zum Kommentar
59
Schwerer russischer Raketenangriff auf Kiew
Russland hat nach einigen Nächten Pause die Ukraine wieder mit ballistischen Raketen beschossen. Gegen die Hauptstadt Kiew wurden nach Angaben militärnaher Telegramkanäle bis zu sechs umfunktionierte Anti-Schiffs-Raketen vom Typ Zirkon eingesetzt. Ein dpa-Reporter hörte mehrere schwere Explosionen in der Stadt.
Zur Story