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Schweden: Mann nach 47 Sekunden im neuen Job gefeuert – nun klagt er

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Ein Mann am Telefon in einem Bürogebäude: In Schweden wurde ein Mitarbeiter noch am ersten Arbeitstag gefeuert. (Symbolbild) (Quelle: IMAGO/Uwe Umstätter/imago)Bild: www.imago-images.de

Schweden: Mitarbeiter nach 47 Sekunden im neuen Job gefeuert

Ein neuer Mitarbeiter fand offenbar die Umkleide nicht am ersten Tag. Noch vor Arbeitsbeginn wurde er entlassen.
25.07.2026, 20:2425.07.2026, 20:24
Ein Artikel von
t-online

Ein schwedischer Pflegebetreiber mit mehreren Altenheimen im Stockholmer Raum ist bei der schwedischen Antidiskriminierungsbehörde (DO) angezeigt worden. Der Vorwurf: Ein Arbeitnehmer soll am ersten Tag seines neuen Jobs entlassen worden sein – nach einem Telefonat, das lediglich 47 Sekunden dauerte.

Laut der Anzeige, über die zunächst das Lokalmedium «Mitt i» berichtete, war der Betroffene kurz vor Beginn seines ersten Arbeitstages erschienen, um sich noch rechtzeitig umziehen zu können. Er fand jedoch den Umkleideraum nicht und soll ignoriert worden sein, als er um Hilfe bat. Daraufhin bekam er Angstgefühle und zog sich ins Treppenhaus zurück, um sich zu sammeln.

Da sein Schichtbeginn nahte, schickte er dem Bericht zufolge seinem Vorgesetzten eine SMS, erklärte die Situation und entschuldigte sich. Der Chef rief zurück – und teilte ihm mit, dass man jemanden nicht einstellen könne, wenn man nicht sicher sein könne, dass die Person zu ihren Schichten erscheine. Als der Arbeitnehmer um fünf Minuten bat, um sich zu fassen, wurde das Arbeitsverhältnis beendet. Das Gespräch dauerte 47 Sekunden.

Mitarbeiter soll über Stress berichtet haben

Besonders brisant: Der Betroffene gibt an, bereits im Vorstellungsgespräch offen kommuniziert zu haben, dass er in neuen Situationen manchmal gestresst werde und dann einige Minuten brauche, um sich zu sammeln. Der Vorgesetzte soll das damals als kein Problem bezeichnet haben.

«Deshalb dachte ich wirklich nicht, dass das ein Problem werden würde, und deshalb war ich ehrlich darüber, wie es mir an diesem Morgen ging», schreibt der Mitarbeiter in seiner Anzeige gegenüber der Diskriminierungsbehörde.

Zum Zeitpunkt der Anzeige hatte der Arbeitnehmer nach eigenen Angaben noch keine schriftliche Kündigung erhalten. Der Arbeitgeber teilte «Mitt i» auf Anfrage per E-Mail mit, man kommentiere keine Personalangelegenheiten im Einzelfall. «Wir nehmen Fragen rund um Diskriminierung und das Arbeitsumfeld stets ernst. Angelegenheiten werden immer in Übereinstimmung mit der geltenden Gesetzgebung und unseren internen Richtlinien behandelt.»

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