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Target erhält Shitstorm wegen Blackface-Halloweenkostüm

A shopper exits a Target store, Thursday, Aug. 13, 2026, in Woodbury, Minn. (AP Photo/Ellen Schmidt)
US Results Target
Target steht wegen eines Halloweenkostüms in der Kritik.Bild: Keystone

Target erntet Shitstorm wegen Blackface-Kostüm

Die US-Einzelhandelskette Target hat ein Kinder-Halloweenkostüm auf den Markt gebracht. Dieses erinnert jedoch an eine rassistische Darstellung. Jetzt krebst das Unternehmen zurück.
25.08.2026, 10:3025.08.2026, 10:30

Die US-Einzelhandelskette Target hat sich öffentlich für ein 25-Dollar-Kinder-Halloweenkostüm entschuldigt und das Produkt aus dem Verkauf genommen. Auslöser war eine Welle der Kritik in sozialen Medien: Das als «Kids' Glows Under Blacklight Circus Clown Halloween Costume» bezeichnete Kostüm wurde von zahlreichen Menschen als Anspielung auf Blackface und historische Minstrel-Darstellungen wahrgenommen, schreibt Reuters.

Das Kostüm wurde unter den Target-Eigenmarken Hyde and EEK Boutique angeboten. Nach der öffentlichen Kritik erklärte Target, man erkenne an, dass das Design beleidigend wirken könne – insbesondere für Schwarze Kundinnen und Kunden sowie Beschäftigte. Das Unternehmen räumte ausserdem ein, dass der eigene Produktprüfungsprozess versagt habe.

«Als Unternehmen wissen wir, dass wir hier falsch lagen, und es tut uns zutiefst leid. Das Kostüm ist beleidigend und hätte niemals Teil unseres Sortiments sein dürfen. Es ist nicht länger zum Verkauf verfügbar.»
Target

Frühere Kritiken

Die Kontroverse löste insbesondere in der Schwarzen Community Empörung aus. Auf Social Media glauben viele Nutzer, Target habe genau gewusst, was es tut, denn schon die Pose imitiert eine rassistische Karikatur. Andere wiesen darauf hin, dass ein Produkt zahlreiche Stationen durchlaufen muss, bevor es auf den Markt kommt. Kritiker stellten den Vorfall auch in Zusammenhang mit Targets früheren Auseinandersetzungen um Diversität und mit Veränderungen bei den Diversity-, Equity- und Inclusion-Initiativen (DEI) des Unternehmens nach der Rückkehr von Donald Trump ins Weisse Haus.

Target erklärte, die internen Abläufe zur Produktfreigabe überprüfen zu wollen, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern. Das Unternehmen machte jedoch nicht öffentlich, wer das betreffende Kostüm letztlich freigegeben hatte.

Der Vorfall kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt für Target, da das Unternehmen versucht, aus einer schwachen wirtschaftlichen Phase herauszukommen. Die Target-Aktie stieg am Tag der Kontroverse dennoch um rund 2,7 Prozent.

(kek)

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