International
Kultur

Der Literaturnobelpreis geht an den Norweger Jon Fosse

Der Literaturnobelpreis geht an den Norweger Jon Fosse

05.10.2023, 13:0605.10.2023, 16:45

Der Literaturnobelpreis geht in diesem Jahr an den norwegischen Autor Jon Fosse.

Jon Fosse Nobelpreis
Bild: Nobel

Das gab die Schwedische Akademie am Donnerstag in Stockholm bekannt. Der norwegische Autor erhalte den wichtigsten literarischen Preis der Erde für seine innovativen Theaterstücke und seine Prosa – damit gebe er «dem Unsagbaren eine Stimme», sagte der Ständige Sekretär der Akademie, Mats Malm, bei der Preisbekanntgabe in der Stockholmer Altstadt.

Im vergangenen Jahr hatte die Schwedische Akademie die französische Schriftstellerin Annie Ernaux als Literaturnobelpreisträgerin auserkoren. Sie bekam den Nobelpreis «für den Mut und die klinische Schärfe, mit der sie die Wurzeln, Entfremdungen und kollektiven Beschränkungen der persönlichen Erinnerung aufdeckt», wie die Akademie damals würdigte. Ernaux war dabei die erst 17. Frau unter den bis dato 119 Nobelpreisträgern in Literatur gewesen. In den vergangenen Jahren ist der Preis jeweils abwechselnd an Männer und Frauen gegangen.

Der Literaturnobelpreis wird alljährlich als vierter der Nobelpreise bekanntgegeben. Von Montag bis Mittwoch waren bereits die Preisträgerinnen und Preisträger in den wissenschaftlichen Kategorien Medizin, Physik und Chemie gekürt worden.

Friedensnobelpreis wird am Freitag vergeben

Am Freitag folgt der Friedensnobelpreis, der als einziger nicht in der schwedischen Hauptstadt Stockholm, sondern in der norwegischen Hauptstadt Oslo verkündet wird. Am Montag steht dann zum Abschluss die Bekanntgabe in der Kategorie Wirtschaftswissenschaften an.

Feierlich überreicht werden die Nobelpreise dann traditionell am 10. Dezember, dem Todestag des Dynamit-Erfinders und Preisstifters Alfred Nobel (1833-1896). Dotiert sind die Auszeichnungen in diesem Jahr mit elf Millionen schwedischen Kronen (rund 950 000 Euro) pro Kategorie. Das sind eine Million Kronen mehr als im Vorjahr. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«Schwierigste Challenge ever» – Andri Ragettli begeistert mit neuem Stunt
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Nach russischer Warnung: Deutsche Botschaft bleibt in Kiew
Nach einer wiederholten russischen Warnung haben die Botschafter Deutschlands und der Europäischen Union demonstrativ verkündet, nicht aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew wegzugehen. «Amen – wir bleiben», schrieb der deutsche Botschafter Boris Ruge auf der Plattform X. Er antwortete damit auf einen Beitrag der EU-Botschafterin Katarina Mathernova. Diese hatte ebenso bekräftigt, trotz der Gefahr in der Dreimillionenstadt bleiben zu wollen. «Drohungen werden die Unterstützung Europas für die Ukraine nicht aufhalten. Sie erinnern uns nur daran, warum diese Unterstützung so wichtig ist!», schrieb die Diplomatin.
Zur Story