International
Leben

Animations-Film Niu Lai geht in China viral – «schlechter als KI»

«Schlimmer als KI» – dieser Animationsfilm wird in China zum Kassenschlager

17.08.2026, 18:2317.08.2026, 18:23

Der Film «Niu Lai» ist so schlecht, dass er zum Kassenschlager geworden ist. Zu diesem Urteil kommen zumindest Social-Media-Nutzer. «Wenn du ihn anschaust, wirst du es vielleicht 80 Minuten lang bereuen, aber wenn du ihn nicht anschaust, wirst du es dein Leben lang bereuen», fasst es ein User gemäss BBC zusammen.

Es handelt sich um einen Low-Budget-Animationsfilm aus China, der von einer Traumreise eines Kalbs und einer Lerche handelt. Trotz oder gerade wegen seiner verwirrenden Handlung und der schlechten Animation verzeichnet der Film aktuell einen enormen Anstieg an Ticketverkäufen.

In den ersten zehn Tagen nach Kinostart spielte der Film nur 7705 Yuan (rund 926 Franken) ein. Inzwischen liegen die Einnahmen bei über 11.4 Millionen Yuan (rund 1'370'000 Franken). Der Film hat sich mittlerweile als so beliebt erwiesen, dass die Kinos aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage zusätzliche Vorführungen anbieten.

Die Meinungen zum Film sind deutlich. Zwar loben ihn einige User als Gegenmittel zum «AI-Slop» (KI-Schrott), die meisten machen sich jedoch darüber lustig. «Schlimmer als KI», heisst es in einem Beitrag, die visuellen Effekte seien «katastrophal». In kurzen Clips teilen Userinnen und User Szenen aus dem Film, in denen sie auf die «erstklassige Handwerkskunst» aufmerksam machen. Eine weitere Person spricht von einem «Geheimtipp». Beides dürfte ironisch gemeint sein.

Das gesamte Produktionsteam des Films bestand lediglich aus zwei Personen: dem Regisseur Xin Yumeng und seiner Mutter, der Drehbuchautorin Sun Lifang. Vor dem Kinostart hatte die Produktion so gut wie keine Werbung erhalten. (hkl)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Warum der KI-Boom böse enden könnte
1 / 9
Warum der KI-Boom böse enden könnte

Er gehört zu den Hauptverantwortlichen für den aktuellen KI-Boom: OpenAI-Chef Sam Altman. Doch die immensen KI-Investitionen der Techkonzerne bergen gewaltige Risiken. Es häufen sich Anzeichen, dass Erwartungen und Realität auseinanderdriften.

quelle: keystone / mark schiefelbein
Auf Facebook teilenAuf X teilen
KI-Hit: Nach Harry Potter in Berlin kommen Simpsons in «echt»
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Rapper, Roben, Knutsch-Alarm: Die Highlights der Fashion Week Mailand
Nach New York und London richteten sich nun alle Augen nach Mailand, wo die Fashion Week vom 22. bis 28. September stattfand. Neben der Mode sorgte auch das Geschehen abseits des Laufstegs für Aufsehen.
Modegrössen, Models und Stars versammelten sich in Mailand für die Fashionweek, die vom 22. bis 28. September stattfand. Gezeigt wurden wilde Kreationen, imposante Roben und neue Trends für Frühling und Sommer 2027. Und auch das Geschehen neben dem Laufsteg sorgte für Schlagzeilen.
Zur Story