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Ukraine-Ticker: Russischer Drohnenangriff auf Charkiw

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Russischer Drohnenangriff auf Charkiw +++ Russischer Pilot stirbt bei Übungsflug-Absturz

Die aktuellsten Nachrichten zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Liveticker.
03.04.2025, 07:39
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Das Wichtigste in Kürze

  • Im Februar 2022 befahl der russische Präsident Wladimir Putin einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zunächst wurde das gesamte Staatsgebiet des Nachbarlandes angegriffen, mittlerweile konzentrieren sich die Kampfhandlungen auf den Osten, wo Russland kleine Geländegewinne verbuchen kann.
  • Die russische Armee bombardiert regelmässig alle grösseren Städte der Ukraine aus der Luft. Dabei stand oft die Energieinfrastruktur im Fokus der Angriffe. Auch Wohnhäuser werden immer wieder getroffen.
  • Unter US-Vermittlung haben sich die Ukraine und Russland jüngst auf eine 30-tägige Pause für Angriffe auf die Energieinfrastruktur geeinigt. Beide Länder werfen einander jedoch Verstösse vor.

Die neuesten Entwicklungen im Liveticker

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7:34
Russische Drohnen greifen Charkiw an
Die ostukrainische Grossstadt Charkiw ist in der Nacht erneut Ziel eines schweren russischen Angriffs mit Kampfdrohnen geworden. Binnen 40 Minuten hätten 14 Drohnen die Stadt attackiert, schrieb Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram.

Er berichtete von Einschlägen an fünf verschiedenen Orten und Schäden an Wohnhäusern. Vorläufig gebe es keine Berichte über Verletzte. Nach Angaben von Gebietsgouverneur Oleh Synjehubow war es die zweite grosse Angriffswelle auf Charkiw an einem Tag. Auch über anderen Teilen der Ostukraine wurden Drohnen geortet.

In der Nacht auf Montag hatte die Ukraine erstmals in diesem Jahr nicht unter nächtlichen russischen Drohnenangriffe zu leiden gehabt. Doch in der Nacht auf Dienstag setzte die russische Armee die gefährlichen Fluggeräte wieder ein. Die Ukraine verteidigt sich seit drei Jahren gegen eine russische Invasion. (sda/dpa)
epa12004545 Ukrainian rescuers work at the site of a shock drone strike in Kharkiv, Ukraine, 02 April 2025, amid the ongoing Russian invasion. At least eight people were injured, including three child ...
Bild: keystone
20:32
Ein Toter bei Absturz eines russischen Bombers Tu-22M3
Ein russischer Mittelstreckenbomber Tupolew Tu-22M3 ist nach Militärangaben bei einem Übungsflug in Sibirien abgestürzt. Die Besatzung von vier Männern habe sich aus dem Flugzeug herauskatapultiert, ein Pilot sei dabei ums Leben gekommen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Die Maschine sei über unbewohntem Gebiet in der Region Irkutsk abgestürzt und am Boden in Flammen aufgegangen, meldete die Nachrichtenagentur Interfax nach diesen Militärangaben. Als Unfallursache werde technisches Versagen vermutet.

Flugzeug durchtrennte Stromleitung

Der Gouverneur des Gebietes Irkutsk, Igor Kobsew, teilte mit, das Flugzeug habe eine Stromleitung durchtrennt, sodass mehr als 200 Häuser ohne Strom seien. Seinen Angaben nach stürzte die Tupolew in der Nähe des Luftwaffenstützpunktes Belaja bei dem Dorf Buret ab - etwa 100 Kilometer nördlich von Irkutsk.

Russland hat diesen mit Marschflugkörpern bewaffneten Typ Bomber (Nato-Bezeichnung Backfire-C) auch zu Angriffen auf die Ukraine eingesetzt. (sda/dpa)
17:42
Tote nach russischem Raketenschlag auf Krywyj Rih
Durch einen russischen Raketenschlag sind in der südostukrainischen Industriestadt Krywyj Rih mindestens vier Menschen getötet worden. Drei weitere wurden verletzt, teilte der Chef der örtlichen Militärverwaltung, Olexander Wilkul, bei Telegram mit. Eine ballistische Rakete sei in ein Objekt der zivilen Infrastruktur eingeschlagen und es gebe einen grossen Brand. Weitere mehrstöckige Wohnhäuser seien in Mitleidenschaft gezogen worden. Unabhängig überprüfen liessen sich die Angaben nicht.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stammt aus der gut 70 Kilometer von der Frontlinie entfernten Grossstadt. (sda/dpa)
17:08
Moskau plant schärfere Strafen für Kriegsgegner
Das russische Parlament, die Staatsduma, hat ein neues Gesetzespaket gegen Kriegsgegner auf den Weg gebracht.

«Wer feige ins Ausland abgehauen ist und von dort weiter unserem Land schadet, ukrainische Nazis finanziert, die russische Armee diskreditiert und zu Verbrechen gegen Russland aufruft, muss begreifen, dass er sich dafür verantworten muss», sagte Duma-Chef Wjatscheslaw Wolodin der offiziellen Homepage des Parlaments zufolge. Die von mehr als 400 Abgeordneten eingebrachten Gesetze wurden in erster Lesung angenommen. Für die Verabschiedung sind drei Lesungen nötig.

In einem der Gesetze wird der Begriff des «Auslandsagenten» erweitert. Dazu sollen nun etwa auch Russen erklärt werden können, die internationalen Organisationen helfen, «die gegen die Interessen Russlands» arbeiten. In einem zweiten Gesetz werden 20 neue Straftatbestände eingeführt, bei denen Angeklagte auch in Abwesenheit verurteilt werden können. Dazu zählen etwa die «Verbreitung von Falschmeldungen» und «Diskreditierung der russischen Armee».

Zudem ist angedacht, auch die Strafen für Kriegsgegner zu verschärfen: Für die «eigennützige Unterstützung» internationaler Organisationen sind sieben Jahre Haft vorgesehen, für die «Diskreditierung der Armee» oder Aufrufe zu Sanktionen gegen Russland fünf Jahre. Auch der Vermögenseinzug soll möglich sein. Die russische Führung hat bereits nach der vor mehr als drei Jahren begonnenen Invasion der Ukraine die Gesetze gegen Kriegsgegner im eigenen Land drastisch verschärft. (sda/dpa)
16:06
Kreml nennt Reise eines Gesandten nach Washington möglich
Der Kreml hat Medienberichte über ein geplantes Treffen des russischen Funktionärs Kirill Dmitrijew mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff in Washington bestätigt.

«Ja, ich kann das bestätigen, eine solche Reise ist möglich», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Russland führe den Dialog mit den USA über eine Beendigung des Kriegs in der Ukraine auf unterschiedlichen Kanälen fort.

Der US-Sender CNN hatte zuvor berichtet, dass Kreml-Berater Dmitrijew in dieser Woche zu Gesprächen nach Washington reisen wolle. Es wäre die erste Reise eines hochrangigen russischen Funktionärs in die USA seit Kriegsbeginn.
The head of Russia's sovereign wealth fund Kirill Dmitriev, speaks to a member of the media on the sidelines of the U.S.-Russia meeting at Diriyah Palace, in Riyadh, Saudi Arabia, Tuesday, Feb. 1 ...
Bild: keystone
Dmitrijew hatte Russland auch bei einer Verhandlungsrunde mit den USA in Saudi-Arabien vertreten. Der Chef des russischen Fonds für Direktinvestitionen steht derzeit noch auf Sanktionslisten des Weissen Hauses. Für eine Einreise in die USA müssten diese zumindest zeitweise ausser Kraft gesetzt werden.

Die jüngsten Äusserungen von US-Präsident Donald Trump über mögliche Sanktionen gegen Russland, sollte Kremlchef Wladimir Putin Verhandlungen über einen Frieden in der Ukraine verzögern, beantwortete Peskow mit neuerlichen Vorwürfen gegen Kiew.

Putin stehe Friedensverhandlungen offen gegenüber, allein Kiew sei nicht bereit, diesen Weg zu gehen. Dies zeige sich daran, dass Russland das Moratorium auf Schläge gegen Energieanlagen des Gegners einhalte, während die Ukraine dies nicht tue.

Erst letzte Nacht hat Russland de facto die Vereinbarung wieder gebrochen. (sda/dpa)
12:25
Russen bombardieren im Grenzgebiet Belgorod eigenen Damm
Die russische Armee hat Moskauer Militärbeobachtern zufolge im Grenzgebiet Belgorod einen eigenen Damm mit einer Fliegerbombe zerstört. Ein in sozialen Netzwerken kursierendes Video zeigte den Einschlag des mutmasslich drei Tonnen wiegenden Sprengsatzes.

Der Einsatz sei bei dem Dorf Popowka nur wenige Hundert Meter von der ukrainischen Grenze entfernt erfolgt. Damit soll die Verlegung von schwerer ukrainischer Panzertechnik verhindert werden.

Seit knapp zwei Wochen toben Kämpfe um den nahe gelegenen Ort Demidowka. Die ukrainische Seite kommentierte den Vorstoss in das Gebiet Belgorod bisher nicht. Das russische Verteidigungsministerium informierte über abgewehrte Angriffe. Ukrainische Militärbeobachter kennzeichnen das Gebiet als umkämpft. In der benachbarten Region Kursk hatten ukrainische Einheiten monatelang ein grösseres Gebiet besetzt, mussten sich aber zuletzt weitgehend zurückziehen.
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Von ihrem Nachbarn überfallen, kämpft die Ukraine ums Überleben. In dieser Bildstrecke schauen wir auf die Ereignisse seit der Invasion Russlands zurück ...
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