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17.03.2020, 11:2118.03.2020, 06:57

Bild: watson

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Der Ex-US-Vizepräsident Joe Biden ist der Präsidentschaftskandidatur der oppositionellen Demokraten einen Schritt näher gekommen. Bei den Vorwahlen gewann der 77-Jährige in Florida, Illinois und Arizona.
Damit gewann er in allen drei Bundesstaaten, in denen am Dienstag abgestimmt wurde. Nun richten sich alle Augen auf seinen linksgerichteten Rivalen Bernie Sanders: Der Senator muss entscheiden, ob er weiter im Rennen bleibt oder aufgibt.
Einen wahren Erdrutschsieg fuhr Biden im bevölkerungsreichen und damit besonders wichtigen Florida ein: Prognosen zufolge landete der hoch favorisierte Mitte-Politiker mit rund 60 Prozent etwa 40 Prozentpunkte vor Sanders. Auch in Illinois und Arizona fielen die Siege US-Medien zufolge deutlich aus.
Biden streckte den Anhängern seines Konkurrenten am Dienstagabend die Hand aus. Er und der selbsternannte «demokratische Sozialist» Sanders hätten vielleicht unterschiedliche Ansichten zu «Taktik, aber wir teilen eine gemeinsame Vision», sagte er in einer Ansprache. Biden nannte unter anderem das Ziel einer besseren Gesundheitsversorgung sowie den Kampf gegen den Klimawandel.
Aus Sanders' Lager kam aber eine ablehnende Reaktion: Sprecherin Briahna Joy Gray kommentierte im Kurzbotschaftendienst Twitter Bidens Äusserungen, wonach er und der Senator eine gemeinsame Vision teilten, mit den Worten: «Tun wir nicht.» Sanders selbst äusserte sich am Wahlabend nicht.
Biden hat zuletzt zunehmend versucht, den linken Parteiflügel für sich zu gewinnen. Er übernahm bereits mehrere Vorschläge des progressiven Demokraten-Lagers. Dazu gehört ein kostenloses Studium an öffentlichen Hochschulen für Studenten, deren Familien weniger als 125'000 Dollar im Jahr verdienen.
Biden holt sich wohl alle drei Staaten. Laut neuesten CNN-Voraussagen geht auch der Bundesstaat Arizona an Joe Biden. Insgesamt werden hier 67 Delegiertenstimmen vergeben.
Joe Biden wird wohl auch Illinois gewinnen, prognostiziert CNN. Somit gehen zwei von drei Staaten heute Nacht an den ehemaligen Vize von Obama. Wie Florida ist auch Illinois ein bevölkerungsreicher Staat, so sind hier 155 Delegiertenstimmen zu holen. Keine Überraschung: Vor vier Jahren gewann auch die moderate Clinton gegen Sanders.
Übrigens: Die republikanischen Vorwahlen laufen ebenfalls. Allerdings hat sich kein ernstzunehmender Kandidat gegen Trump gestellt. So kam es nun, dass der amtierende US-Präsident mit einem Sieg in Illinois genügend Delegiertenstimmen zusammengetragen hat, prognostiziert CNN. Das kommt zwar nicht überraschend, aber der Vollständigkeit halber sei's erwähnt.
Der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden hat Prognosen zufolge die wichtige Vorwahl in Florida im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten gewonnen. Er hängte seinen Konkurrenten, den linken Senator Bernie Sanders, mit deutlichem Vorsprung ab. In Florida werden insgesamt 219 Delegiertenstimmen vergeben.
Dies meldeten am Dienstagabend (Ortszeit) die Fernsehsender ABC, Fox News und CNN übereinstimmend. Vor der Abstimmung in Florida gewann Biden bereits Vorwahlen in 16 anderen Bundesstaaten.


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Die Coronavirus-Krise hat bereits jetzt Einfluss auf den Wahlkampf in den US: Kundgebungen werden abgesagt, erste Bundesstaaten - Louisiana und Georgia - haben ihre Vorwahlen wegen der Ausbreitung des Virus verschoben.
Auch in Ohio hatte Gouverneur DeWine die Vorwahl zunächst verschieben wollen. Ein Gericht wies einen entsprechenden Antrag aber am Montagabend ab. Jetzt bleiben die Wahllokale des Bundesstaates auf Anordnung der Gesundheitsbehörde zunächst geschlossen.
Der für Wahlen zuständige Minister Frank LaRose werde sich aber mittels der Gerichte um andere Optionen bemühen, um Wählern die Abgabe ihrer Stimme trotzdem zu ermöglichen, versicherte DeWine auf Twitter.

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Derzeit liegt der Ex-US-Vizepräsident in dem Duell klar in Führung: Nach Berechnungen des Fernsehsenders CNN hat er sich bei den bisherigen Vorwahlen bereits 845 Delegiertenstimmen gesichert - Sanders wiederum 694.
Und: Biden hat bei den Vorwahlen in Arizona, Florida und Illinois gute Chancen, seine Siegesserie fortzusetzen. In Umfragen liegt er in den drei Bundesstaaten weit in Führung, jeweils im zweistelligen Prozentpunktebereich. Sollte er bei den Abstimmungen überall siegen, würde er seinen Vorsprung deutlich ausbauen - und der Druck auf Sanders würde zunehmen, aus dem Rennen auszusteigen.
Die Vorwahlen ziehen sich noch regulär bis in den Juni hin. Im Sommer stehen dann die Nominierungsparteitage bei Demokraten und Republikanern an: Die Demokraten wollen im Juli zusammenkommen, die Republikaner im August. Zumindest sieht so der bisherige Zeitplan aus.
Insgesamt geht es in den drei Bundesstaaten um 441 Stimmen von Delegierten für den Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer, bei dem der Präsidentschaftskandidat der Partei am Ende offiziell gekürt wird. 441 sind rund 11 Prozent aller regulären Parteitagsdelegierten. Allein 219 Delegiertenstimmen werden in Florida vergeben, 155 in Illinois. In Ohio wären es 136.
Bei den Vorwahlen der Demokraten werden nach und nach die Stimmen der Delegierten für den Parteitag im Juli verteilt. Dort braucht ein Kandidat mindestens 1991 von 3979 regulären Delegierten auf seiner Seite, um sich eine Nominierung als Präsidentschaftskandidat zu sichern. 47 Prozent aller Delegiertenstimmen wurden bei den bisherigen Vorwahlen bereits vergeben.
In den anderen drei Staaten - Arizona, Florida und Illinois - sollen die Wahllokale wie geplant gegen Mittag MEZ öffnen. Ergebnisse werden nach MEZ erst am Mittwoch erwartet. Die Demokraten stimmen darüber ab, wen sie für den besten Kandidaten ihrer Partei für die Präsidentschaftswahl im November halten. Ex-US-Vizepräsident Biden und der linke Senator Sanders liefern sich einen Zweikampf um die Nominierung. Es könnte eine wegweisende Vorwahl-Runde werden.

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Kurz vor Beginn der nächsten grossen Vorwahl-Runde in den USA hat die Gesundheitsbehörde im Bundesstaat Ohio wegen der Coronavirus-Pandemie angeordnet, dass die Wahllokale geschlossen bleiben sollen. Gouverneur Mike DeWine verbreitete das entsprechende Dokument am Montagabend (Ortszeit) auf Twitter.
Es sei inakzeptabel, Wähler und Wahlhelfer während einer solchen Gesundheitskrise einem Infektionsrisiko auszusetzen, schrieb DeWine dort. Der für Wahlen zuständige Minister Frank LaRose werde sich aber mittels der Gerichte um andere Optionen bemühen, um Wählern die Abgabe ihrer Stimme trotzdem zu ermöglichen, schrieb DeWine weiter.
Der republikanische Chef des Bundesstaates im Mittleren Westen der USA hatte die Vorwahl der Demokraten zunächst auf Juni verschieben wollen. Ein Gericht wies das am Montagabend jedoch ab. Im Duell der demokratischen US-Präsidentschaftsbewerber stehen sich der ehemalige Vize-Präsident Joe Biden und der linke Senator Bernie Sanders gegenüber.
In den drei Bundesstaaten Arizona, Florida und Illinois sollen die Vorwahlen unterdessen wie geplant am Dienstag stattfinden. Erste Wahllokale sollen gegen Mittag MEZ öffnen. Ergebnisse werden nach MEZ erst am Mittwoch erwartet. (sda/dpa)
Diese Demokraten kandidieren gegen Trump
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Diese Demokraten kandidieren gegen Trump
Bernie Sanders, Senator aus Vermont, Jahrgang 1941. Sanders ist zwar ein unabhängiger Senator, aber Mitglied der demokratischen Fraktion.
quelle: epa/epa / tannen maury
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