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Analyse

Was Joe Biden jetzt tun muss, um die Bernie-Sanders-Anhänger in sein Lager zu holen

Die Aufgabe für den 77-jährigen Karrierepolitiker ist delikat. Die einzige Lösung: Er muss eine linke Frau als Vizepräsidentschaftskandidatin ins Spiel bringen – und zwar schnell.

Renzo Ruf, Washington / ch media



Democratic presidential candidate former Vice President Joe Biden speaks at a campaign event in Columbus, Ohio, Tuesday, March 10, 2020. (AP Photo/Paul Vernon)

Der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden reagiert begeistert auf seine unerwartete Siegesserie beim «Super Tuesday» der Präsidentschafts-Vorwahlen der US-Demokraten.. Bild: AP

Man kann es drehen und wenden wie man es will: Auf dem Papier hat Bernie Sanders keine Chance mehr, zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten gewählt zu werden. Es ist dem 78-jährigen Senator aus Vermont auch bei den Vorwahlen am Dienstag nicht gelungen, eine mehrheitsfähige Koalition zu zimmern. Auch deswegen landete er im strategisch wichtigen Bundesstaat Michigan, in dem er vor vier Jahren in den Vorwahlen eine Mehrheit der Stimmen gewann, nur bei etwas mehr als 36 Prozent. Sein Kontrahent Joe Biden hingegen, der seit seiner politischen Wiederauferstehung in South Carolina auf Wolke sieben schwebt, erzielte fast 53 Prozent.

Dank einer rekordhohen Wahlbeteiligung gewann der 77-jährige ehemalige Vizepräsident in den progressiven Grossstädten, den wohlhabenden Agglomerationen und selbst in strukturkonservativen ländlichen Gebieten. Treffend formulierte es der Journalist Tim Alberta, einer der klügsten Beobachter des amerikanischen Politbetriebs. Biden sei kein spektakulärer Kandidat. Aber das sei gar nicht nötig: Ganz offensichtlich sei eine ausreichend grosse Zahl von Wählerinnen und Wählern bereit, über seine Fehler wegzusehen.

Bidens wichtigste Aufgabe: eine Vizepräsidentschaftskandidatin finden, die die Sanders-Wähler ins Boot holen kann

Der einzige Wehrmutstropfen für Biden: Erneut sprach sich eine klare Mehrheit der jungen Stimmberechtigten für Sanders aus, obwohl der linke Senator mit seinen 78 Jahren der älteste Kandidat im Rennen um das Weisse Haus ist. Es ist deshalb zentral für Biden, im anstehenden Duell gegen Trump – über dessen Ausgang sich auch angesichts der Corona-Virus-Krise bloss spekulieren lässt – auf Sanders' Unterstützung (und die Stimmen seiner Anhänger) zählen zu dürfen.Dies erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl, und zwar von beiden Altpolitikern.

Bidens Aufgabe: Er muss den Anhängern seines Kontrahenten glaubwürdig versichern, dass er zwar kein Anhänger der «politischen Revolution» ist, die Sanders buchstäblich seit Jahren ankündigt, dass er aber Verständnis dafür hat, dass gerade junge Amerikanerinnen und Amerikaner frustriert sind über den Stillstand im Washingtoner Politbetrieb.

Biden, der 1972 erstmals in den Senat gewählt worden war, ist für diese Rolle eine Fehlbesetzung. Auch wenn er von sich behauptet, nie den Kontakt zu seinen Wurzeln in der amerikanischen Mittelschicht verloren zu haben. Und auch wenn er bekannt ist für seine volkstümlichen Auftritte. Biden ist zuallererst ein Karrierepolitiker. Also muss er recht schnell eine Vizepräsidentschaftskandidatin ernennen, die als Mittelsperson zum Sanders-Lager dienen kann, ohne dabei die Stützen der Biden-Koalition vor den Kopf zu stossen.

Der 30-jährige Superstar der Demokratischen Partei darf nicht mittun

U.S. Rep. Alexandria Ocasio-Cortez , D-N.Y., speaks at a campaign rally for Democratic presidential candidate U.S. Sen. Bernie Sanders, I-Vt., at the University of Michigan in Ann Arbor, Mich., Sunday, March 8, 2020. (AP Photo/Paul Sancya)
Alexandria Ocasio-Cortez

Alexandria Ocasio-Cortez Bild: AP

Bereits kursieren die Namen möglicher Anwärterinnen. Und ja, aufgrund der Beschaffenheit der modernen Demokratischen Partei muss dieser Posten zwingend von einer Frau übernommen werden. Immer wieder genannt wird in diesem Zusammenhang Stacey Abrams, eine 46 Jahre alte Afroamerikanerin aus Georgia, die im Herbst 2018 die Wahl zur ersten Gouverneurin im Südstaat nur ganz knapp verpasst hatte. Sie vertrat in ihrem Wahlkampf ein prononciert linkes Programm.

Nicht in Frage kommt hingegen Alexandria Ocasio-Cortez. Die mediengewandte Abgeordnete aus New York, die sich am linken Rand der Demokratischen Partei verortet, gilt gerade unter jungen Amerikanern als Star. Aber die 30-Jährige ist schlicht zu jung für den Posten. Die amerikanische Verfassung schreibt vor, dass die Kandidaten für das Präsidium des Landes und den Stellvertreter ihren 35. Geburtstag gefeiert haben müssen.

Und die Aufgabe von Bernie Sanders in diesem höchst delikaten Annäherungsprozess? Er muss einen Weg finden, seinen Anhängern zu versichern, dass er zwar nicht begeistert ist über den designierten demokratischen Präsidentschaftskandidaten Biden, ihn aber dennoch unterstützt – auch wenn ihm seine gesundheits- und wirtschaftspolitischen Vorschläge zu wenig weit gehen. Das wird nicht einfach sein. Der selbsternannte «Demokratische Sozialist» ist nicht dafür bekannt, auf seine politischen Gegner in der Republikanischen und Demokratischen Partei zuzugehen. Aber letztlich weiss Sanders: Die Wahl am 3. November ist ein Nullsummenspiel. Entweder gewinnt Biden – oder dann gewinnt Trump.

Joe Biden streichelt Frau des neuen US-Verteidigungsministers

Joe Biden

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55Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Walter Hechtler 12.03.2020 22:24
    Highlight Highlight Inmitten der Corona Krise ist der Kongress in Amerika ab in die Ferien, abgesegnet bei McConnell. Das kann nur damit zu vereinbaren sein das McConnell wirklich der 5 Reiter der Apokalypse ist.
  • Dovakhiin 12.03.2020 00:51
    Highlight Highlight Auch wenn ich damit unzählige Blitze einfangen werde, aber was soll das überhaupt? Der Mann ist im Jahr 1942 geboren. Was genau möchten die Demokraten hiermit erreichen? Einen altersmilden Präsidenten? Einen erfahrenen Präsidenten? Die Wahlen sind bereits entschieden. Ohne wählbaren Kandidat wird Trump ohnehin das Rennen machen. Auch wenn ich das ziemlich Kacke finde...
  • JonSerious 11.03.2020 23:30
    Highlight Highlight sorry, aber der typ zeigt tatsächlich erste Anzeichen von Demenz.
    • Schon gegangen 12.03.2020 00:08
      Highlight Highlight Daher braucht er einen tollen VP der dann bald übernehmen kann wenn Biden es nicht mehr kann.
  • Quacksalber - Fehler beim bearbeiten der Anfrage 11.03.2020 21:25
    Highlight Highlight Womit dopen die sich eigentlich?
    • Count Suduku 12.03.2020 07:59
      Highlight Highlight Speed ist glaube ich Trumps ding, bei Biden setze ich auf Crack das er von Hunter hat
  • Amadeus 11.03.2020 21:12
    Highlight Highlight Die bisherigen Resultate in den Vorwahlen deuten darauhin, dass die meisten Wähler keine politische Revolution wollen sondern Normalität. Biden mag kein progressiver oder spektakulärer Kandidat sein, aber er steht für Stabilität und Kontinuität. Und es sieht so aus, als ob sich die Wähler nach Trumps Chaos-Jahren genau das wünschen.
    • Dominik Treier 12.03.2020 08:09
      Highlight Highlight Es sieht so aus als würden sie damit nur nochmal für 4 Jahre Trump stimmen...
    • Amadeus 12.03.2020 09:07
      Highlight Highlight @Dominik Treier
      Das werden wir am 3. November erfahren. Aber natürlich darf bis dahin spekuliert werden. Sonst wäre es ja langweilig 😉
    • Dominik Treier 12.03.2020 11:38
      Highlight Highlight Biden wird die Unzufriedenen mit linken Tendenzen nicht an die Urne locken können, weil er für alles andere als Veränderung steht und die liberale Mitte ist nicht gerade dafür bekannt der Wahl so viel Bedeutung beizumessen, sie hat es oft auch nicht nötig..., dass Trump schlagbar wäre. Er hat letztes mal knapp gewonnen und es schmerzt mich das zu sagen. Unter dem Gesichtspunkt, dass die Leute nun genug Zeit hatten, um zu merken wie er ist und das immer noch unterstützen, sehe ich nicht wie ein profilloser keepgoing-man wie Biden mehr mobilisieren können soll...
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  • Bruno S.1988 11.03.2020 21:06
    Highlight Highlight Dieser Zug ist abgefahren.
    Bernie wurde von denen als sexist und als Kommunist bezeichnet. Seine Siege wurden mit dem Aufstieg der Nazis und 9/11 vergliechen. Gemeinsam haben sie eine Strategie entwickelt um ihn vor dem super tuesday am Siegen zu hindern. Es wurde bewusst auf eine Debate zwischen Bernie und Biden nach super tuesday verzichtet. Wie kann man ihn und seine Wähler so schlecht behandeln und danach auf deren Unterstützung hoffen? Es wurde von Anfang an nicht fair gekämpft, also erwartet im nachhinein keine fairness vom Bernielager. 4 weitere Trumpjahre dem DNC sei dank!
    • Amadeus 12.03.2020 09:05
      Highlight Highlight @Bruno
      Sie setzen sich hier schon seit einiger Zeit aktiv für Bernie Sanders ein. Dagegen ist nichts einzuwenden. Aber, zu behaupten es wurde nicht fair gekämpft ist nicht wahr. Natürlich gab es politische Strategien, wie man die Vorwahl gewinnen kann. Bei allen Kandidaten. Aber am Schluss entscheiden die Wähler. Und Bernie hat seine Wähler nicht genügend mobilisiert. In 2016 hat er 73 von 83 counties in Michigan gewonnen. In 2020 kein einziges. Und am Ende gehts darum Trump zu schlagen, das sollten such die Bernie Bros verstehen.
    • Bruno S.1988 12.03.2020 09:22
      Highlight Highlight Ich schreibe in meinem Kommentar WARUM es nicht fair war. Du behauptest nun es stimmt nicht. Welche meiner Aussagen entspricht nicht der Wahrheit?
      Und woher kommt der Begriff "Bernie Bro"? Wie kommt es dass die über 40 Jährigen Konsumenten der konventionellen Medien für Biden stimmen und die Jungen, die sich aktiv im Internet informieren, für Bernie? Woher kommt dieser Graben?
      Nein, es geht nicht einfach nur darum Trump zu schlagen! Warum checkt ihr das nicht?! Wenn es darum geht ein anderes Land zu bombardieren, stehen die Demokraten geschlossen hinter Trump!
    • Bruno S.1988 12.03.2020 09:46
      Highlight Highlight Und ich schreibe bewusst "gemeinsame Strategie". Die Demokratische Partei gemeinsam mit allen Moderaten Kandidaten. Oder etwa schon vergessen dass Debbie Wassermann Schultz 2016 vom DNC zurückgetreten ist, als dank wikileaks rauskam dass sie mit Hillarys Team gemeinsame Sache gemacht haben? Diese Geschichte wurde komplett verschwiegen. Stattdessen wurde Nonstop über Russlands Einmischung berichtet, dass schlussendlich zu nichts geführt hat.
      Du merkst nicht einmal dass du beeinflusst wurdest. Kommst aber mit dem Begriff Bernie Bros daher, dass dir von den Medien eingetrichtert wurde!
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  • PC Principal 11.03.2020 20:21
    Highlight Highlight Schwierig. Es gilt vor allem, den Support der weissen Arbeiterschicht im Mittleren Westen zurückzugewinnen. Das gelingt kaum mit einer Elizabeth Warren oder einer Kamala Harris. Buttigieg oder Klobuchar wären besser. Beide kommen aus dem Mittleren Westen sind jung und rhetorisch extrem stark (im Gegensatz zu Biden). Das Problem von beiden war, dass sie bei den Schwarzen durchgefallen sind, aber dieses Problem hat Biden nicht, der Support derSchwarzen ist ihm sicher.
  • BS46 11.03.2020 20:08
    Highlight Highlight "Man kann es drehen und wenden wie man es will: Auf dem Papier hat Bernie Sanders keine Chance mehr, zum demokratischen Präsidentschaftskandidaten gewählt zu werden."
    Hmm also Mathematik ist nicht meine stärke aaaber: Wenn man als Biden nun 860 Delegierte um sich geschart hat, jedoch 1'991 für die Mehrheit benötigt, hat man dann den Gegner schon sicher geschlagen? Ich weiss ja nicht aber ich würde als Bernie Sanders (mit 710 Delegierten) jetzt auch noch nicht das Handtuch werfen. Vielleicht schläft Joe auf einer Rally ein oder ernennt seine Frau als Vice und verliert doch noch...
    • Swen Goldpreis 12.03.2020 17:34
      Highlight Highlight Bernie sollte auf keinen Fall aufgeben. Die Corona-Krise wird in den kommenden Tagen auch die USA kräftig durchschütteln und vielleicht mehr Leute mobilisieren, die sich eine bessere Gesundheitsversorgung wünschen.

      Und wer weiss: Vielleicht liegt ja Trump in einer Woche selber flach. Dieses Video von Stephen Colbert (zweite Hälfte) lässt das zumindest vermuten:

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    • Renzo Ruf 12.03.2020 18:20
      Highlight Highlight Weil Wahlkämpfe nicht im luftleeren Raum stattfinden. Hier ist eine gute Analyse der "New York Times" über den weiteren Verlauf der Vorwahlen (so die Vorwahlen denn überhaupt weitergehen): https://www.nytimes.com/interactive/2020/03/12/us/elections/delegates-bernie-sanders-joe-biden.html
  • Max Dick 11.03.2020 20:01
    Highlight Highlight Er braucht gar nicht auf das Sanders-Lager zuzugehen. Die schaden nur, nützen tun sie nicht. Der Vize soll aus dem mittleren Westen stammen und gut bei den weissen Wählern im rustbelt ankommen. Dann dürfte der Sieg über Trump in der Tasche sein. Auf Amy oder Pete trifft das zu.
    • BS46 11.03.2020 21:21
      Highlight Highlight Das Duo nannte sich Hillary Clinton und Tim Kaine 2016... War äusserst erfolgreich!
    • Max Dick 12.03.2020 03:46
      Highlight Highlight Absolut nicht vergleichbar Clinton und Kaine. Biden ist niemals so unbeliebt wie Clinton. Das zeigen die Vorwahlergebnisse.
  • Füürtüfäli 11.03.2020 19:58
    Highlight Highlight Hätte wirklich gehofft das Bernie es diesmal schafft, trotz massiver Medienunterstützung für Biden. Scheinbar ist das Momentum schon weg und die US-Amis sind nicht so systemkritisch wie ich dachte.
    Was das, leider wahrscheinliche, Duell Trump vs Biden angeht, so sehe ich leider Schwarz für die Dems. Biden kommt nicht gut weg und man bekommt schon das Gefühl das er geistig nicht mehr Fit ist.
    • Swen Goldpreis 12.03.2020 17:36
      Highlight Highlight Naja, aber das würde dann ja für beide Kandidaten zutreffen. Trump ist ja auch nicht gerade die hellste Kerze.
  • Cpt. Jeppesen 11.03.2020 18:23
    Highlight Highlight Zitat: "Bidens Aufgabe: Er muss den Anhängern seines Kontrahenten glaubwürdig versichern, dass er zwar kein Anhänger der «politischen Revolution» ist, [...], dass er aber Verständnis dafür hat, dass gerade junge Amerikanerinnen und Amerikaner frustriert sind über den Stillstand im Washingtoner Politbetrieb."
    Biden ist Teil des Problems, wie will er dann Teil der Lösung sein? Um die Jungen zu gewinnen wird es mehr brauchen als "Trump muss weg". Bidens Programm ist "Weiter so wie Vorher" und das ist Realitätsverleugnung. Das Vorher gibt es nicht mehr und es wird ein hartes Erwachen für die USA.
    • Halimasch 12.03.2020 22:19
      Highlight Highlight Nun ja "weiter so wie vorher" muss ha nicht heissen, dass es nicht vorwärts geht: Die Regierung Obama - mit Biden als Vize hat immerhin eine allgemeine Krankenversicherung eingeführt und den Finanzmarkrt wieder etwas reguliert. Das ist nicht Nichts...
  • Auric 11.03.2020 18:20
    Highlight Highlight Die amerikanische Rosa Luxemburg, das wäre doch was.

    Immerhin wird die den Weltuntergang noch erleben den sie ist Jahren prophezeit. Der alte Biden erinnert sich ja noch nicht einmal wie seine Frau aussieht.

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  • Relativist 11.03.2020 18:17
    Highlight Highlight Hier sollte erwähnt werden, dass sich Bernie trotz dem kontinuierlichen Ködern der Medien, nie dazu hat verleiten lassen, auf die Person Biden zu schiessen. Er wird aus 2016 gelernt haben und versuchen ein weiteres #neverClinton Debakel zu vermeiden. Man kann von seiner Politik halten was man will, an der Integrität von Bernie gibt es nichts zu bemängeln.
    • Pana 11.03.2020 18:33
      Highlight Highlight Seh ich auch so. Bernie will eine Trump Wiederwahl verhindern. Er wird Biden, falls er der Kandidat wird, zu 100% unterstützen. Es liegt an Biden, gewisse Sanders Anliegen in sein Programm einzubauen und eine VP zu finden, mit der Sanders und v.a. seine Anhänger gut leben können.
      Und ja, Bernies Integrität ist in der heutigen politischen Welt eine wahre Wohltat.
    • James_Bond 11.03.2020 19:54
      Highlight Highlight Sehe ich anders
      Benutzer Bild
    • James_Bond 11.03.2020 20:18
      Highlight Highlight Bin ich gespannt. Ich finde Bernie grossartig, aber habe doch einige Posts von ihm gesehen, welche direkt auf Biden schiessen. Schaut einfach mal auf seine IG Chronik...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Locutus70 11.03.2020 18:06
    Highlight Highlight Ich hielte auch Amy Klobuchar für eine gute Kandidatin. In Infight mit Präsident Trump ist sie gelassener als Biden und setzt doch gute Treffer.
  • Pana 11.03.2020 18:02
    Highlight Highlight "Die amerikanische Verfassung schreibt vor, dass die Kandidaten für das Präsidium des Landes und den Stellvertreter ihren 35. Geburtstag gefeiert haben müssen."

    Fun fact: Als die Verfassung geschrieben wurde (1787), war die durchschnittliche Lebenserwartung in den USA 38.
    • Bluespicker 11.03.2020 18:40
      Highlight Highlight Wer damals Geld hatte, wurde sicher durchschnittlich viel älter...
    • Unicron 11.03.2020 18:56
      Highlight Highlight Aber ist das nicht eine Durchschnittsrechnung welche massiv durch Kindersterblichkeit gedrückt wurde?
    • DonChaote 11.03.2020 19:10
      Highlight Highlight @Pana
      Zu ihrem funfact:
      Es geht leider immer wieder vergessen, dass damals eine hohe kindersterblichkeit herrschte (tod bei oder kurz nach der geburt), was den durchschnitt der lebenserwartung extrem tief drückt. 38 bedeutet nicht, dass die meisten um dieses alter herum gestorben sind...
      Logisch, nicht viele wurden 90+ und auch infektionen waren gefährlich, aber wenn man nicht komplett abseits und in ärmlichsten verhältnissen gelebt hat, so konnte man schon einiges älter als 38 werden (sofern man das erwachsenenalter erreichte).
    Weitere Antworten anzeigen
  • rundumeli 11.03.2020 17:52
    Highlight Highlight niemand hier im wirklich freien westen ist wohl biden-fan ;-) ... aber hey ... das könnt dann tatsächlich noch spannend werden, wenn wir diesen mini-obama gegen maxi-trumpel antreten lassen ... yeah
  • Tavares 11.03.2020 17:49
    Highlight Highlight Die Amis haben ein Mindestalter von 35 für den Präsidenten / Vize aber kein Maximalalter? 🙄
  • John Henry Eden 11.03.2020 17:46
    Highlight Highlight Keiner vertritt mehr das Establishment der Demokraten als Biden. Wer sich mit ihm ins Bett legt, wird zum politischen Establishment.

    Voll okay, wenn man an persönlicher Macht statt nationaler Veränderung interessiert ist. Nicht okay, wenn man das Land verändern will.

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