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Iran-Krieg: Nach Trump-Aussagen: USA greifen erneut den Iran an

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USA und Iran greifen sich erneut an +++ Hormus-Strasse soll komplett gesperrt sein

Der aktuelle Nachrichten-Ticker zu dem von der Trump-Regierung und Israel gestarteten Krieg gegen den Iran und zur US-Aussenpolitik.
09.06.2026, 06:1811.06.2026, 02:34
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2:57
Trump wirft Iran besonders schweren Bruch der Waffenruhe vor
Nach der jüngsten militärischen Eskalation im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump der iranischen Führung laut einem Medienbericht einen besonders schweren Bruch der Waffenruhe vorgeworfen. Die im April mit Teheran vereinbarte Feuerpause sei die «die am häufigsten gebrochene Waffenruhe in der Geschichte der Welt», zitierte ein Reporter des US-Senders Fox News Aussagen des Präsidenten aus einem Gespräch mit Trump. Kurz zuvor hatte das US-Militär als Reaktion auf den iranischen Abschuss eines US-Kampfhubschraubers mehrere Ziele im Iran angegriffen.

Trump habe zwar ein Ende der Bombardierungen in Kürze in Aussicht gestellt, berichtete Fox-News-Reporter Trey Yingst auf der Plattform X. Sollte Teheran aber kein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges unterzeichnen, «werden wir sie in Grund und Boden bomben», drohte Trump demnach.

Dem Republikaner zufolge habe das US-Militär 49 Tomahawk-Marschflugkörper abgefeuert und auch Kampfflugzeuge eingesetzt, schrieb Yingst. «Das am nächsten bei Teheran gelegene Ziel befindet sich knapp 65 Kilometer ausserhalb der Stadt», hiess es weiter.

Das US-Militär hatte in der Nacht nach eigenen Angaben auf Trumps Befehl mit neuen Angriffen auf Ziele im Iran begonnen. Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen in mehreren Hafenstädten entlang der Südküste. Als Reaktion darauf verkündete das iranische Militär die komplette Sperrung der Strasse von Hormus für jeglichen Schiffsverkehr. Das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom dementierte die angebliche Sperrung. (sda/dpa)


2:30
Iran meldet Angriffe auf US-Stützpunkte in Golfstaaten
Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die US-Angriffe im Süden des Landes Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait attackiert. In Bahrain sei das regionale Hauptquartier der US-Marine mit Kamikazedrohnen attackiert worden, hiess es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Armee. Der Angriff zielte demnach auf Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot.

Irans mächtige Revolutionsgarden, die Elitestreitmacht des Landes, attackierten eigenen Angaben zufolge unter anderem zwei US-Luftwaffenstützpunkte in Kuwait und einen in Bahrain. Insgesamt seien 18 Ziele angegriffen worden.

Aus Bahrain, Kuwait oder vom US-Militär gab es dafür zunächst keine Bestätigung. (sda/dpa)
2:03
US-Militär dementiert Komplettsperrung der Strasse von Hormus
Das US-Militär hat die angebliche Komplettsperrung der Strasse von Hormus für jeglichen Schiffsverkehr dementiert. «Handelsschiffe fahren weiterhin heute Nacht in die Strasse von Hormus ein und wieder heraus», teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom auf X mit.

Kurz zuvor hatte das iranische Militär die Strasse von Hormus als Reaktion auf die jüngsten US-Angriffe auf Ziele im Süden des Landes nach eigenen Angaben komplett gesperrt. Jedes Schiff, das die Meerenge zu passieren versuche, werde angegriffen, hiess es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung.

Das US-Militär hatte in der Nacht nach eigenen Angaben auf Befehl von US-Präsident Donald Trump mit neuen Angriffen auf Ziele im Iran begonnen. Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen in mehreren Hafenstädten entlang der Südküste. (sda/dpa)

1:18
Iran erklärt Strasse von Hormus für komplett gesperrt
Das iranische Militär hat die Strasse von Hormus als Reaktion auf die jüngsten US-Angriffe auf Ziele im Süden des Landes nach eigenen Angaben komplett gesperrt. Jedes Schiff, das die Meerenge zu passieren versuche, werde angegriffen, hiess es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung.

Offiziell begründete das militärische Hauptquartier der Islamischen Republik die Massnahme mit der «veränderten Sicherheitslage» nach den US-Angriffen. Sämtlichen Schiffen, einschliesslich Öltankern und Frachtern, sei nun die Passage durch die für den weltweiten Handel wichtige Meerenge untersagt. Kurz darauf berichtete der staatliche Rundfunk bereits, dass zwei Schiffe beschossen worden seien.

Die USA verhängten Mitte April ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran, um das Land unter anderem von Öleinnahmen abzuschneiden. Die Strasse von Hormus ist als Exportroute für Dünger, Öl und Flüssiggas für die Weltwirtschaft von grosser Bedeutung. Für die Islamische Republik ist der Ölexport das wichtigste wirtschaftliche Standbein. (sda/dpa)
0:11
US-Militär greift erneut im Iran an
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben auf Befehl von US-Präsident Donald Trump mit neuen Angriffen auf mehrere Ziele im Iran begonnen. «Die Angriffe sind eine Reaktion auf die ungerechtfertigte und anhaltende Aggression des Irans», teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Die neuesten Massnahmen hätten um 17.15 Uhr US-Ostküstenzeit (23.15 Uhr Schweizer Zeit) begonnen. Centcom bezeichnete diese als «Selbstverteidigungsschläge». Kurz zuvor hatte Trump bereits weitere Angriffe für «heute» angekündigt.

Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen an der Südküste. Wie die Nachrichtenagentur Irna und der Rundfunk übereinstimmend berichteten, wurden Explosionen nahe den Städten Minab und Sirik beobachtet. In der vergangenen Nacht hatte das US-Militär in Sirik am Golf von Oman Angriffe geflogen.

Explosionen gab es Medienberichten zufolge auch auf der Insel Gheschm und der Hafenstadt Bandar Abbas. Aus anderen Landesteilen gab es unbestätigte Berichte über Aktivität der Flugabwehr.

Nach Trump hatte auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth dem Iran mit bevorstehenden neuen Angriffen gedroht. Angesichts der Waffenruhe sagte Hegseth, dass es bei den angekündigten Angriffen nicht darum gehe, wieder mit dem Krieg anzufangen. Stattdessen wolle man dadurch die Bedingungen für eine Vereinbarung festlegen. (sda/dpa/con)
0:08
US-Militär: Neue Angriffe auf Ziele im Iran haben begonnen
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben auf Befehl von US-Präsident Donald Trump mit neuen Angriffen auf mehrere Ziele im Iran begonnen. «Die Angriffe sind eine Reaktion auf die ungerechtfertigte und anhaltende Aggression des Irans», teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. (sda/dpa)
22:22
US-Verteidigungsminister droht Iran mit neuen Angriffen
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die Drohungen von Präsident Donald Trump gegenüber dem Iran bekräftigt. Sollte Teheran kein Abkommen zur Beendigung des Konflikts abschliessen, würden die USA «hart zuschlagen», sagte Hegseth bei einem Besuch des US-Regionalkommandos Centcom im Bundesstaat Florida.

Man arbeite gezielt auf das vom Präsidenten gewünschte Ergebnis hin und habe bereits grosse Fortschritte erzielt, erklärte Hegseth. Falls der Iran jedoch nicht zu einer Einigung bereit sei, werde das US-Militär erneut angreifen.

Trump hatte zuvor erklärt, die USA würden den Iran «sehr hart» angreifen. Auf seiner Plattform Truth Social warf er Teheran vor, die Verhandlungen zu lange hinauszuzögern, und drohte damit, dass das Land nun «den Preis bezahlen» werde. (mke)
21:52
Iranische Revolutionsgarden verspotten Trumps Drohungen
Führende Kommandeure der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump demonstrativ gelassen aufgenommen. Bei einer Gedenkveranstaltung für IRGC-Offiziere, die im vergangenen Jahr bei militärischen Auseinandersetzungen mit Israel getötet wurden, zeigten sich iranische Militärvertreter laut einem Bericht von CNN wenig beeindruckt von den Warnungen aus Washington.

Trump hatte dem Iran zuvor mit neuen Angriffen gedroht, falls Teheran keinem Abkommen mit den USA zustimmt. Die iranischen Kommandeure stellten diese Drohungen jedoch als leere Worte dar und signalisierten, dass sie keinen Kurswechsel der Führung erwarten.

CNN berichtet aus Teheran, dass die Veranstaltung vor allem dazu diente, Entschlossenheit und Widerstandskraft gegenüber dem Druck aus den USA zu demonstrieren. (mke)
21:48
Katar schickt Delegation zu Gesprächen nach Teheran
Eine Delegation aus Katar ist zu Gesprächen in der iranischen Hauptstadt Teheran eingetroffen. Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens sollen dabei die bilateralen Beziehungen, regionale Entwicklungen sowie diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Konflikts mit den USA im Mittelpunkt stehen.

Iranische Staatsmedien bezeichneten die Gespräche als Teil eines diplomatischen Prozesses zur Beendigung des von den USA aufgezwungenen Kriegs. Weitere Details zur Zusammensetzung der Delegation oder zur Dauer des Besuchs wurden zunächst nicht bekanntgegeben.

Katar gilt seit Jahren als wichtiger Vermittler in regionalen Konflikten und unterhält sowohl zu Teheran als auch zu Washington enge Kontakte. (mke)
21:46
Netanjahu wirbt bei Libanesen für Frieden mit Israel
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Bevölkerung des Libanon in einer Videobotschaft dazu aufgerufen, sich von der Hisbollah zu lösen und die Zukunft des Landes selbst in die Hand zu nehmen.

Die vom Iran unterstützte Hisbollah habe den Libanon «als Geisel genommen» und handle im Interesse Teherans, sagte Netanjahu. «Israel will Frieden mit euch», erklärte er. Sobald die Hisbollah entwaffnet sei, stünden dem Land Sicherheit, Wohlstand und neue Möglichkeiten offen.

US-Präsident Donald Trump bemüht sich derweil um direkte Gespräche zwischen Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun. Dieser lehnt ein Treffen bislang jedoch ab und fordert zunächst eine vollständige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon. Nach Angaben von CNN haben sich Vertreter beider Länder in den vergangenen Wochen unter Vermittlung der USA bereits mehrfach getroffen. (mke)

21:42
Indien protestiert gegen US-Angriff auf Tanker vor Oman
Nach einem US-Luftangriff auf einen Öltanker vor der Küste Omans hat Indien scharfen Protest eingelegt. Nach Angaben der indischen Regierung werden drei der 24 indischen Besatzungsmitglieder des unter der Flagge Palaus fahrenden Tankers Settebello vermisst. 21 Seeleute konnten demnach gerettet werden.

Das US-Regionalkommando Centcom teilte mit, ein amerikanisches Flugzeug habe den Tanker im Golf von Oman gezielt ausser Gefecht gesetzt. Das Schiff habe versucht, die US-Blockade gegen iranische Öllieferungen zu umgehen und wiederholte Anweisungen amerikanischer Streitkräfte ignoriert. Daraufhin seien Präzisionswaffen gegen den Maschinenraum eingesetzt worden.

Indiens Aussenministerium verurteilte den Angriff auf ein ziviles Handelsschiff als «äusserst besorgniserregend» und bestellte laut Medienberichten den ranghöchsten US-Diplomaten in Neu-Delhi ein. Zugleich forderte Indien eine Deeskalation des Konflikts sowie die Wiederherstellung sicherer und ungehinderter Schifffahrtswege gemäss internationalem Recht. (mke)
21:41
Trump: Geheime US-Mission brachte über 100 Millionen Barrel Öl durch die Strasse von Hormus
US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben eine bislang geheime Militärmission zur Sicherung der Schifffahrt in der Strasse von Hormus offengelegt. Auf Truth Social erklärte Trump, er habe das US-Militär bereits im vergangenen Monat angewiesen, Öltanker und Handelsschiffe auf ihrem Weg durch die strategisch wichtige Meerenge zu unterstützen.

Dank dieser Operation seien inzwischen mehr als 100 Millionen Barrel Öl auf den Weltmarkt gelangt. Zudem hätten über 200 Handelsschiffe die Strasse von Hormus sicher passieren können.

Trump nutzte die Bekanntgabe für eine Kampfansage an Teheran. Die USA kontrollierten die Strasse von Hormus, «nicht der Iran», schrieb der Präsident. Zudem behauptete er, die iranische Armee sei besiegt und die Wirtschaft des Landes zerstört. Unabhängig überprüfen lassen sich Trumps Angaben derzeit nicht. CNN berichtet, dass Experten bislang verschiedene Erklärungen für die vergleichsweise stabile Versorgungslage diskutiert hatten. (mke)
20:44
Warum Iran nicht alle Golfstaaten angegriffen hat
Nach den jüngsten iranischen Vergeltungsangriffen stellt sich die Frage, weshalb ausgerechnet wichtige US-Verbündete wie Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate verschont blieben. Laut einer Analyse von «CNN» könnte dies sowohl mit militärischen als auch mit diplomatischen Überlegungen Teherans zusammenhängen.

Der Iran-Experte Hamidreza Azizi erklärte gegenüber CNN, dass sich die Angriffe vor allem gegen US-Militärinfrastruktur richteten. Bahrain beherbergt die 5. US-Flotte, Kuwait einen wichtigen amerikanischen Luftwaffenstützpunkt. Beide Länder gelten aus iranischer Sicht als zentrale Kommando- und Logistikzentren der USA in der Region.

Zugleich verweist CNN auf die zuletzt engeren Beziehungen zwischen Teheran und den Regierungen in Abu Dhabi, Doha und Riad. Möglicherweise hätten diplomatische Kontakte dazu beigetragen, dass die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Saudi-Arabien diesmal nicht ins Visier genommen wurden. Azizi betonte allerdings, dies sei keine Garantie für die Zukunft. Mit jeder weiteren Eskalationsrunde wachse auch der Druck radikaler Kräfte im Iran, härter zurückzuschlagen. (mke)
20:41
Iran: Drohungen der USA seien ein Zeichen von Schwäche
Irans Präsident Massud Peseschkian hat die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. Die Ankündigung möglicher Angriffe auf Kraftwerke, Verkehrsnetze oder die Wasserversorgung zeuge nicht von Stärke, sondern von Schwäche, schrieb Peseschkian auf der Plattform X.

Kritische Infrastruktur sei die «Lebensader der Menschen». Wer deren Zerstörung androhe, offenbare vielmehr seine Hilflosigkeit gegenüber dem Widerstand einer Nation, erklärte der iranische Präsident. Zugleich betonte er, Iran werde sich weiterhin auf die Fähigkeiten seiner Fachkräfte und den Zusammenhalt der Bevölkerung verlassen.

Die Äusserungen sind eine direkte Reaktion auf Trump. Der US-Präsident hatte zuvor angekündigt, die Angriffe auf den Iran wieder aufnehmen zu wollen, und weitere Schläge gegen wichtige Infrastruktur nicht ausgeschlossen. (mke)
20:09
Israels Verteidigungsminister: Kampf gegen Iran nicht vorbei
Israels Kampf mit dem Iran ist nach Worten des israelischen Verteidigungsministers «noch lange nicht beendet». Bei einer Preisverleihung sagte Minister Israel Katz: «Wenn der Iran Israel angreift, wird er einen schweren Schlag erleiden, so wie wir es vor einigen Tagen getan haben.» Die israelische Armee sei darauf vorbereitet, «mit grosser Schlagkraft im Iran anzugreifen».

Nach israelischen Angriffen auf Ziele der proiranischen Hisbollah-Miliz in Vororten von Beirut am Sonntag hatte der Iran erstmals seit zwei Monaten wieder Raketen auf Israel abgefeuert. Israel reagierte darauf mit mehreren Luftangriffen und sprach von einem «grossangelegten Angriff» auf den Iran. Am Montag stoppten die Erzfeinde ihre gegenseitigen Angriffe vorerst wieder.

Die israelische Armee hat inzwischen bestätigt, dass bei den iranischen Raketenangriffen der Luftwaffenstützpunkt Ramat David in der Nähe der Mittelmeerstadt Haifa getroffen wurde. Es sei aber nur ein «nicht kritischer Bereich» der Basis getroffen worden, es habe keine Verletzten gegeben. (sda/dpa)
19:58
Trump zu steigender Inflation: «Ich liebe die Inflation»
US-Präsident Donald Trump hat die jüngsten Inflationszahlen heruntergespielt und sich demonstrativ gelassen gezeigt. Auf Fragen zu den steigenden Preisen sagte er am Mittwoch: «Ich liebe die Inflation.»

Zuvor hatte die US-Statistikbehörde gemeldet, dass die jährliche Teuerungsrate im Mai auf 4,2 Prozent gestiegen ist. Damit erreichte die Inflation den höchsten Stand seit drei Jahren. Als wichtiger Treiber gelten die gestiegenen Energiepreise im Zusammenhang mit dem Krieg gegen den Iran.

Trump zeigte sich dennoch optimistisch. Die Preise würden nach einem Ende des Konflikts rasch sinken, sagte er. Sobald wieder mehr Öl durch die Strasse von Hormus transportiert werde, würden die Kosten «wie ein Stein» fallen. Kritiker werfen dem Präsidenten hingegen vor, die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs zu unterschätzen. (mke)
18:39
Trump: Abkommen mit Iran liegt unterschriftsbereit vor
US-Präsident Donald Trump hat den Druck auf den Iran weiter erhöht und behauptet, ein Abkommen zwischen Washington und Teheran sei bereits vollständig ausgehandelt.

«Alles, was sie tun müssen, ist, ein Papier zu unterschreiben», sagte Trump am Mittwoch im Oval Office. Das Abkommen sei «vollständig verhandelt», die iranische Führung bitte jedoch immer wieder um zusätzliche Zeit.

Zuvor hatte Trump dem Iran vorgeworfen, die Gespräche absichtlich in die Länge zu ziehen. Gleichzeitig drohte er mit neuen Angriffen und erklärte, Teheran werde für die Verzögerung «den Preis bezahlen» müssen. Von iranischer Seite gibt es bislang keine Bestätigung, dass ein unterschriftsreifes Abkommen vorliegt. (mke)
18:34
Trump kündigt neue Angriffe auf Iran an
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Angriffe auf den Iran wieder aufzunehmen. Im Oval Office erklärte er, die Verhandlungen über ein Ende des Kriegs kämen nicht ausreichend voran.

«Wir werden sie angreifen, sehr hart angreifen», sagte Trump vor Journalisten. Als Begründung verwies er unter anderem auf den mutmasslichen Abschuss eines US-Apache-Kampfhelikopters durch den Iran. «Aufgrund des Helikopters haben wir wohl das Recht dazu», sagte der Präsident.

Trump zeigte sich zugleich frustriert über den Verlauf der Gespräche mit Teheran. Seit Monaten arbeite er an einem Abkommen, der Iran solle dieses nun endlich unterzeichnen. Später schloss Trump auch Angriffe auf zivile Infrastruktur wie Kraftwerke oder Brücken nicht aus. Der Präsident warf der iranischen Führung vor, die Verhandlungen absichtlich hinauszuzögern. (mke)

18:09
Trump droht mit neuen Angriffen auf Irans Infrastruktur
US-Präsident Donald Trump hat weitere Angriffe auf die iranische Infrastruktur nicht ausgeschlossen. In einem Interview mit Fox News erklärte er, die USA könnten erneut Kraftwerke und Brücken ins Visier nehmen, falls die festgefahrenen Verhandlungen mit Teheran scheitern.

«Ich könnte weitermachen», sagte Trump. Der Iran habe die Chance gehabt, ein Abkommen zu unterzeichnen und damit den Konflikt zu beenden.

Zugleich äusserte sich Trump erstmals detaillierter zum Vorfall mit dem abgestürzten Apache-Kampfhelikopter vor der Küste Omans. Demnach sei eine iranische Drohne in den Helikopter eingeschlagen und habe sich brennend zwischen den beiden Piloten verkeilt. Die Drohne sei jedoch nicht explodiert. Den Piloten sei es gelungen, den beschädigten Helikopter kontrolliert auf dem Wasser niederzubringen und sich anschliessend in Sicherheit zu bringen. (mke)
18:02
Israels Präsident streckt Libanon «Hand zum Frieden» aus
Der israelische Präsident Izchak Herzog hat sich mit einer Friedensbotschaft in arabischer Sprache an das libanesische Volk gewandt. «Von der Nordgrenze (Israels) strecke ich die Hand zum Frieden aus, dem libanesischen Präsidenten und dem libanesischen Volk», sagte Herzog. Der Libanon müsse frei sein vom Einfluss der proiranischen Hisbollah-Miliz, des Irans und von Terrororganisationen und als freier und souveräner Staat existieren, forderte er.

«Ich träume davon, nach Beirut zu fahren», sagte Herzog weiter. Dieser Traum könne Wirklichkeit werden, «aber nur, wenn die Zukunft des Libanons in Beirut und nicht in Teheran bestimmt wird».

In einer weiteren Botschaft in englischer Sprache sagte der Präsident: «Die Situation ist sehr klar: Wir in Israel wollen Frieden mit dem Libanon.» Das israelische Volk unterstütze dies. Dafür müssten die libanesische Führung und das libanesische Volk aber klarmachen, «dass sie Frieden und nicht Terror wollen».

14:41
Irankrieg treibt US-Inflation nach oben
Die Inflation in den USA hat sich im Mai stark beschleunigt und lag bei 4,2 Prozent im Jahresvergleich. Im April hatte die Inflationsrate noch bei 3,8 Prozent gelegen.

Getrieben wurde die Preisentwicklung durch den Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs im Nahen Osten, wie die am Mittwoch publizierten Daten zeigen.

Auch unter Ausschluss der volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise hat sich die Inflation beschleunigt - auf 2,9 Prozent gegenüber 2,8 Prozent im Vormonat. (awp/sda)
14:40
Iran: 20.000 Bewohner nach US-Angriff ohne Wasserversorgung
Nach den nächtlichen US-Angriffen und Zerstörung ziviler Infrastruktur sind iranischen Angaben zufolge Tausende Bewohner an der Südküste ohne Wasser.

Die Trinkwasserversorgung der Stadt Kuhestak in der Provinz Hormusgan sowie von zehn weiteren Dörfern sei vollständig unterbrochen, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf einen Behördenvertreter.

«Durch diesen Vorfall wurden mehr als 20.000 Einwohner der Region, die ohnehin unter schwierigen klimatischen Bedingungen und extremer Hitze leben, vom Zugang zu Wasser abgeschnitten», hiess es in dem Bericht weiter. Iranische Medien veröffentlichten Fotos, die zerstörte Wasserbecken zeigen sollen. Aktuell herrschen an Irans südlichen Küstenregionen Temperaturen von weit mehr als 30 Grad. (sda/dpa)
14:39
Katarische Delegation für diplomatische Gespräche in Teheran
Eine katarische Delegation ist einem Bericht zufolge für diplomatische Gespräche im Iran-Krieg in Teheran eingetroffen.

Wie die iranische Nachrichtenagentur Isna berichtete, soll bei dem Besuch über Bemühungen für ein dauerhaftes Ende des Kriegs gesprochen werden. Wer der Delegation angehört und mit wem sich die Katarer treffen wollen, wurde zunächst nicht genannt.

Der Golfstaat Katar gehört neben Pakistan und dem Oman zu den wichtigen Vermittlern zwischen den Konfliktparteien im Iran-Krieg. Zuletzt hatten militärische Spannungen und gegenseitige Angriffe zwischen den USA und dem Iran wieder Sorgen vor einer neuen Eskalation befeuert. Seit Wochen verhandeln die Kriegsparteien über ein dauerhaftes Ende des Konflikts, bislang ohne Durchbruch. (sda/dpa)
14:20
Nach gegenseitigen Angriffen: Trump droht dem Iran erneut
Nach gegenseitigen Angriffen hat US-Präsident Donald Trump dem Iran erneut gedroht.

«Sie haben zu lange gebraucht, um einen für sie grossartigen Deal auszuhandeln, jetzt müssen sie die Konsequenzen tragen!», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social mit Blick auf die sich seit Wochen hinziehenden Verhandlungen über ein Rahmenabkommen zwischen den beiden Ländern.

Zugleich erklärte er einmal mehr Irans Militär für weitgehend besiegt. Die iranischen Streitkräfte seien «ein einziges Chaos», schrieb er. Grosse Teile davon, etwa die Marine und Luftwaffe, existierten nicht mehr. «Sie wurden vollständig besiegt», schrieb Trump weiter, «der Tyrann des Nahen Ostens ist TOT!!!».



US-Blockade wirke wie «Stahlmauer»

Der Iran sei überdies wirtschaftlich stark geschwächt. Die von den USA verhängte Blockade iranischer Häfen sei äusserst effektiv und wirke wie eine «STAHLMAUER», schrieb Trump in einem weiteren Post. Die Islamische Republik könne keinerlei Geschäfte mehr machen und weder seine Rechnungen noch sein Militär finanzieren.

Die USA und der Iran hatten sich in der Nacht zum Mittwoch trotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen über ein Kriegsende in der Golfregion erneut gegenseitig angegriffen. Trump hatte zu Beginn des seit Ende Februar andauernden Iran-Kriegs einen schnellen Sieg versprochen. Die Bemühungen um ein Kriegsende und eine Öffnung der strategisch bedeutenden Strasse von Hormus für die Schifffahrt stocken seit Wochen. (sda/dpa)
9:05
Jordanien fängt fünf iranische Raketen ab – keine Schäden
Neben Kuwait und Bahrain ist auch Jordanien trotz der eigentlich geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg unter Beschuss geraten.

Die Flugabwehr habe in al-Asrak am Dienstagabend fünf iranische Raketen abgefangen, teilten Jordaniens Streitkräfte der Staatsagentur Petra zufolge am Morgen mit.
Dabei seien Trümmerteile herabgefallen, es habe aber keine Opfer oder Schäden gegeben. Man werde keinerlei Verletzung des Luftraums zulassen, hiess es weiter.

Al-Asrak liegt im Osten Jordaniens nicht weit von der irakischen Grenze. Berichten zufolge hat das US-Militär hier an einem Stützpunkt unter anderem Kampfflugzeuge stationiert. Nach Informationen der «New York Times» waren hier kurz vor Kriegsbeginn im Februar Dutzende Kampfjets und Frachtflugzeuge sowie Drohnen und Hubschrauber des US-Militärs stationiert.

Die iranischen Revolutionsgarden - die Elitestreitmacht der Islamischen Republik - hatten zuvor laut iranischen Medienberichten bekanntgegeben, als Reaktion auf die jüngsten US-Bombardements amerikanische Militärstützpunkte in der Golfregion angegriffen zu haben. (sda/dpa)
4:43
Kuwait erneut unter Beschuss
Der Golfstaat Kuwait ist trotz der eigentlich geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg erneut unter Beschuss geraten. Die Luftabwehr sei im Einsatz, teilte das Militär am Morgen auf der Plattform X mit. Genauere Angaben gab es zunächst nicht. Auch in Bahrain heulten zuvor die Sirenen auf. Die Bevölkerung solle sich in Sicherheit bringen und ruhig verhalten, teilte das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf mit.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten kurz zuvor laut iranischen Medienberichten bekanntgegeben, als Reaktion auf die nächtlichen US-Bombardements amerikanische Militärstützpunkte in der Golfregion angegriffen zu haben. So habe man eine Drohnenattacke auf das Hauptquartier der US-Marine für den Nahen Osten in Bahrain ausgeführt, hiess es. Zudem sei ein Stützpunkt in Jordanien angegriffen worden. Die iranischen Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Bahrain und Kuwait waren wie auch andere Golfstaaten zuletzt mehrfach unter iranischen Beschuss geraten. Sie alle beherbergen US-Militärstützpunkte, die sich nur wenige Hundert Kilometer vom Iran entfernt befinden. (sda/dpa)
4:26
Möglicher Angriff: Alarmsirenen ertönen in Bahrain
Im Golfstaat Bahrain haben in der Nacht die Sirenen aufgeheult, die Bewohner zuletzt mehrfach vor iranischen Raketen- oder Drohnenangriffen gewarnt hatten. Die Bevölkerung solle sich in Sicherheit bringen und ruhig verhalten, teilte das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf auf der Plattform X mit. Nähere Angaben gab es zunächst nicht.

Irans Revolutionsgarden – die Elitestreitmacht der Islamischen Republik – hatte kurz zuvor laut iranischen Medien bekanntgegeben, als Reaktion auf die nächtlichen US-Bombardements einen Angriff auf das Hauptquartier der US-Marine für den Nahen Osten in Bahrain ausgeführt zu haben. Die iranischen Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Bahrain war wie auch andere Golfstaaten zuletzt mehrfach unter iranischen Beschuss geraten. Dort befinden sich Militärstützpunkte der USA. (sda/dpa)
3:50
US-Militär: Neue Angriffe auf Ziele im Iran beendet
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seine Angriffe auf Ziele im Iran beendet. Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom in der Nacht auf der Plattform X mit. Die «Verteidigungsschläge» gegen den Iran als Antwort auf den Abschuss eines US-Militärhubschraubers seien abgeschlossen, hiess es. Es seien iranische Luftabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Überwachungsradaranlagen im Bereich der Strasse von Hormus bombardiert worden, hiess es.

US-Medien zufolge erfolgten die Angriffe in drei Wellen. Das Militär sprach von einer «verhältnismässigen» Antwort auf den iranischen Abschuss des Apache-Hubschraubers vor Omans Küste. Die US-Streitkräfte seien bereit, sich weiter gegen «ungerechtfertigte iranische Aggressionen» zu verteidigen.

US-Präsident Donald Trump hatte den Iran für den Abschuss des Kampfhubschraubers verantwortlich gemacht und Vergeltung angekündigt. (sda/dpa)
2:46
Trump spricht von sehr kraftvollem Vergeltungsschlag
Die USA haben auf einen Abschuss eines Helikopters hin Vergeltungangriffe auf den Iran unternommen. US-Präsident Donald Trump sagte dem Sender ABC News in einem Telefoninterview, die Antwort auf den Abschuss müsse «sehr stark, sehr kraftvoll» ausfallen – «und genau das ist sie auch.» Zudem sagte er – wohl mit Blick auf die zähen Verhandlungen mit Teheran im Ringen um ein Kriegsende – es gebe ein «sehr gutes Abkommen». Dieses werde wahrscheinlich Bestand haben. Nähere Angaben machte der Präsident dabei nicht. Trump hatte zuletzt wiederholt Optimismus verbreitet, wonach ein Abkommen mit dem Iran hin zu einem Kriegsende greifbar sei. Entsprechende Aussagen erwiesen sich in den vergangenen Wochen aber stets als falsch.

Offiziell gilt im Iran-Krieg seit zwei Monaten eine Waffenruhe, doch zuletzt schien diese von Tag zu Tag brüchiger zu werden: Bereits am Sonntag war der Konflikt mit iranischen Raketenangriffen auf Israel gefährlich eskaliert. Die iranischen Streitkräfte feuerten in der Nacht ballistische Raketen unter anderem auf einen Luftwaffenstützpunkt im Norden Israels. Die israelische Luftwaffe flog daraufhin am Montag Angriffe auf Ziele im Iran. Trump rief beide Staaten zu einer «sofortigen» Waffenruhe auf. Sowohl Iran als auch Israel erklärten dann, ihre jeweiligen Angriffe wieder einzustellen. Die Lage blieb jedoch angespannt.

Der Iran hatte seine Angriffe nach Angaben aus Teheran wegen der israelischen Attacken gegen die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon begonnen. Israels Regierung hat jedoch kaum Zweifel daran gelassen, dass sie auch weiter gegen die schiitische Miliz im nördlichen Nachbarland vorgehen wird. (sda/dpa/con)

2:32
Nach Helikopter-Abschuss: US-Militär greift Ziele im Iran an
Nach dem Abschuss eines US-Militärhubschraubers haben die USA nach eigenen Angaben Vergeltungsschläge auf Ziele im Iran ausgeführt. Die Angriffe erfolgten auf Anordnung von Präsident Donald Trump, erklärte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X. Trump kündigte in einem Interview eine «sehr starke, sehr kraftvolle» Antwort des US-Militärs auf den Abschuss des Apache-Kampfhubschraubers an, für den er den Iran verantwortlich machte.

US-Medienberichten zufolge bombardierten die US-Streitkräfte iranische Luftabwehr- und Radarsysteme rund um die Strasse von Hormus. «Die Mission stellt eine verhältnismässige Antwort auf die ungerechtfertigte iranische Aggression dar», erklärte Centcom. Die Angriffe, die das Militär als «Selbstverteidigung» charakterisierte, hätten um 23 Uhr Schweizer Zeit begonnen.

Iran droht sofort mit Gegenangriffen
Der Iran drohte seinerseits unmittelbar mit Gegenschlägen. «Unsere schlagkräftigen Streitkräfte werden keinen Angriff und keine Bedrohung unbeantwortet lassen», schrieb der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi in der Nacht ebenfalls auf X. Er warnte: «Verlassen Sie unsere Region, wenn Sie in Sicherheit sein wollen. Die Geschichte des Persischen Golfs kennt viele Kapitel über das tragische Schicksal von Eindringlingen.»

Zuvor hatte Teheran auf US-Beschuss einzelner Ziele im Iran mehrfach mit Angriffen auf die Staaten am Persischen Golf wie Kuwait oder die Vereinigten Arabischen Emirate reagiert. Dort befinden sich auch US-Militärstützpunkte. (sda/dpa/con)
21:56
Bericht: Netanjahu zu Alleingang gegen den Iran bereit
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist nach Angaben des Fernsehsenders i24News unter Umständen zu einem eigenständigen Militärschlag gegen den Iran ohne Unterstützung der USA bereit. Der Sender berief sich auf eine Kabinettssitzung am Montagabend und zitierte Netanjahu mit den Worten: «Es könnte sein, dass wir in eine Situation geraten, in der wir den Iranern allein, ohne Rückendeckung der USA, gegenüberstehen – mit allen damit verbundenen Kosten: Rüstungsausgaben und weltweite Isolation.»

Israel wolle nicht, dass es so weit komme, wisse aber, dass es so weit kommen könne, sagte Netanjahu demnach.

US-Präsident Donald Trump hatte den israelischen Regierungschef zuvor vor einem Alleingang gewarnt. Die US-Regierung führt derzeit Verhandlungen über ein Rahmenabkommen mit Teheran, um den regionalen Konflikt diplomatisch beizulegen.

Experte: Alleingang wäre gewaltiges Wagnis
Der israelische Iran-Experte Danny Citronowicz warnte auf X, ein signifikanter militärischer Schritt ohne amerikanische Unterstützung wäre ein strategisch gewaltiges Wagnis für Israels nationale Sicherheit und sollte daher nur in Betracht gezogen werden, wenn keine Alternativen bestehen.

Citrinowicz wies auch auf die Konsequenzen hin, falls es ein Abkommen mit dem Iran gebe, das die US-Regierung als zentralen Erfolg betrachte. Dann könnte eine einseitige israelische Aktion gegen den Iran ohne Abstimmung mit Washington einen hohen Preis fordern - auch in den strategischen Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Staaten. (sda/dpa)
21:56
Iran fordert USA auf die Region zu verlassen
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat die USA und andere ausländische Streitkräfte aufgefordert, die Region um die Strasse von Hormus zu verlassen. Andernfalls liefen sie Gefahr, «ins Kreuzfeuer zu geraten» oder durch Unfälle und Fehlentscheidungen gefährdet zu werden, schrieb er auf der Plattform X.

Die Äusserungen folgen auf die Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump, wonach Iran einen amerikanischen Apache-Kampfhelikopter vor der Küste Omans abgeschossen habe. Trump hatte daraufhin erklärt, die USA müssten auf den Vorfall reagieren.

Araghtschi betonte zugleich, Iran bevorzuge weiterhin die Diplomatie. Das Land wisse aber auch, «andere Sprachen zu sprechen». Zudem bekräftigte er, dass die iranischen Streitkräfte jede Verletzung des iranischen Luftraums oder der Territorialgewässer aufmerksam überwachen würden. (mke)
21:07
Trump wirkt bei Iran-Konflikt überraschend zurückhaltend
Trotz seiner Ankündigung einer Reaktion auf den mutmasslichen Abschuss eines US-Kampfhelikopters durch den Iran schlägt US-Präsident Donald Trump bislang deutlich vorsichtigere Töne an als noch zu Beginn des Konflikts. In einer Analyse von «CNN» wird insbesondere seine Formulierung, die USA müssten «notwendigerweise» reagieren, als Zeichen dafür gewertet, dass Trump eine erneute militärische Eskalation möglichst vermeiden möchte.

In den vergangenen Wochen hatte der Präsident wiederholt betont, einen dauerhaften Deal mit Teheran erreichen zu wollen. Mehrfach spielten Trump und seine Regierung mögliche Verstösse gegen die Waffenruhe herunter, um die laufenden Verhandlungen nicht zu gefährden. Kritiker sehen darin allerdings ein Risiko: Je stärker Trump signalisiere, dass er keinen neuen Krieg wolle, desto mehr könnte dies die Verhandlungsposition der USA gegenüber dem Iran schwächen. (mke)
20:21
US-Drohne rettet Apache-Besatzung nach Absturz
Nach dem Absturz eines US-Apache-Kampfhelikopters vor der Küste Omans sind neue Details bekannt geworden. Die beiden Besatzungsmitglieder wurden laut dem US-Regionalkommando Centcom innerhalb von rund zwei Stunden gerettet und befinden sich in stabilem Zustand.

Besonders bemerkenswert: Die Rettung erfolgte mithilfe einer unbemannten US-Seedrohne. Das ferngesteuerte Wasserfahrzeug gehört zur in Bahrain stationierten Task Force 59, die auf den Einsatz autonomer Systeme zur Überwachung und Sicherung von Schifffahrtsrouten im Nahen Osten spezialisiert ist.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, der Helikopter sei über der Strasse von Hormus von Iran abgeschossen worden. Teheran äusserte sich dazu bislang nicht direkt. Irans Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf erklärte jedoch auf sozialen Medien, man bevorzuge zwar die Diplomatie, beherrsche «andere Sprachen» aber deutlich besser. (mke)
18:55
Trump: USA werden auf Abschuss eines Militärhelikopters reagieren
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran vorgeworfen, einen Apache-Kampfhubschrauber der US-Armee abgeschossen zu haben. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump, die USA müssten auf den Vorfall «notwendigerweise» reagieren. Wie diese Antwort aussehen könnte, liess er offen. Die beiden Piloten seien unverletzt geblieben.

Das US-Regionalkommando Centcom äusserte sich deutlich zurückhaltender. Demnach stürzte ein AH-64-Kampfhubschrauber während eines Patrouilleneinsatzes vor der Küste Omans ab. Beide Besatzungsmitglieder seien innerhalb von rund zwei Stunden gerettet worden und befänden sich in stabilem Zustand. Zur Ursache des Absturzes machte Centcom zunächst keine Angaben. (mke)
6:16
Israel und Iran stellen Angriffe ein – und drohen weiter
Nach einer neuen gefährlichen Eskalation im Konflikt zwischen dem Iran und Israel haben die Erzfeinde ihre wechselseitigen Angriffe vorerst wieder eingestellt. Beide Seiten drohten jedoch im Fall von Verstössen gegen ihre jeweiligen Bedingungen mit noch härteren Kämpfen. Die ersten gegenseitigen Angriffe seit zwei Monaten drohten, US-Präsident Donald Trumps Bemühungen zur Beendigung des von ihm begonnenen Iran-Kriegs zu untergraben.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bestätigte die Feuerpause in einer Videobotschaft. Sollte der Iran einen Fehler begehen und Israel erneut angreifen, werde man mit aller Härte reagieren, warnte er am Montagabend. Israels Konflikt mit dem Iran und der libanesischen Hisbollah-Miliz sei noch nicht beendet. Beide hätten in den vergangenen 24 Stunden versucht, Israel eine «neue Gleichung» aufzuzwingen. «Sie dachten, sie könnten von libanesischem und iranischem Gebiet auf Israel schiessen und dass wir nicht reagieren.» Dies sei inakzeptabel und werde nicht passieren, betonte er.

Trump warnt: Israel könnte allein dastehen
Trump sagte dem israelischen TV-Sender N12 am Montag, er habe Netanjahu während eines Telefongesprächs gewarnt, dass Israel im Falle einer Ausweitung der Angriffe zu einem grösseren regionalen Krieg möglicherweise isoliert dastehen könnte.

Die USA und Israel hatten den Iran-Krieg gemeinsam Ende Februar begonnen. Seit Beginn der Waffenruhe Anfang April mehren sich in Israel jedoch Befürchtungen, dass Trump dem Iran für ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs zu grosse Zugeständnisse machen könnte.

Israel und der Iran hoben derweil nach dem Stopp der Angriffe Beschränkungen in den eigenen Ländern wieder auf: Die Schulen sollten heute in Israel wieder normal geöffnet werden, Teheran hob Einschränkungen des Flugverkehrs auf. Auch der Irak und Syrien öffneten ihren Luftraum wieder. (sda/dpa)
5:58
Israel: Militär fängt im Süden des Landes Drohne aus dem Jemen ab
Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben über dem Süden des Landes eine Drohne aus dem Jemen abgefangen. Der Vorfall im Luftraum über der Stadt Eilat am Roten Meer sei abgeschlossen, teilte das Militär auf der Plattform X mit. Die Streitkräfte machten keine Angaben dazu, welche Gruppe sie für den Drohnenangriff verantwortlich machten.

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hatte am Montag einen Angriff auf Israel mit mehreren Raketen für sich beansprucht. Es war der erste direkte Angriff der Huthi auf Israel seit Anfang April, also etwa seit Beginn der Waffenruhe im Iran-Krieg. Zu der Attacke war es infolge der jüngsten gegenseitigen Angriffe Israels und des Irans gekommen. Beide Staaten erklärten später am Montag aber, zunächst von weiteren Angriffen abzusehen. (sda/dpa)
18:43
Iranische Behörde hebt Flugverbot wieder auf
Der Iran hat nach der jüngsten militärischen Eskalation mit Israel Beschränkungen im Flugverkehr wieder aufgehoben. «Da die notwendigen Sicherheitsvoraussetzungen geschaffen und die erforderlichen Abstimmungen mit den zuständigen Behörden getroffen wurden, sind die Flugbeschränkungen aufgehoben worden», sagte der Leiter der zivilen Luftfahrtbehörde, Abusar Schirudi, der Nachrichtenagentur Tasnim. «Die Luftfahrtaktivitäten des Landes kehren schrittweise zum regulären Betrieb zurück.» Nach neuen gegenseitigen Luftangriffen Israels und des Irans hatte das Land seinen kompletten Luftraum am Nachmittag geschlossen. (sda/dpa)
Netanjahu bestätigt Feuerpause nach Angriffen auf Iran
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Feuerpause nach der jüngsten Konfrontation mit dem Iran bestätigt. Nach israelischen Angriffen im Iran habe Teheran das Feuer eingestellt, sagte Netanjahu in einer Video-Botschaft. Sollte der Iran einen Fehler begehen und Israel erneut angreifen, werde man in aller Härte reagieren, kündigte Netanjahu an. «Israel hat das volle Recht zur Selbstverteidigung und wir setzen es, wenn nötig, um.»

Der Iran und die libanesische Hisbollah-Miliz seien deutlich geschwächt, doch Israels Konflikt mit ihnen sei noch nicht beendet, erklärte Netanjahu. Beide hätten in den letzten 24 Stunden versucht, Israel eine «neue Gleichung» aufzuzwingen. «Sie dachten, sie könnten von libanesischem und iranischem Gebiet auf Israel schiessen und dass wir nicht reagieren.» Dies sei inakzeptabel und werde nicht passieren, betonte er. (sda/dpa)

17:18
Israel droht Hisbollah mit Angriffen auf Beirut-Vororte
Israel will nach den Worten seines Verteidigungsministers auf jeden Hisbollah-Angriff im Norden des Landes mit einem Gegenangriff auf die Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut reagieren. Diese gelten als Hochburg der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz. «Für die Dahija (die südlichen Vororte von Beirut) gilt dasselbe wie für die Ortschaften im Norden Israels», sagte Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros.

«Die israelische Armee wird ihre Einsätze im Libanon gegen die Terrororganisation Hisbollah fortsetzen», sagte Katz ferner. «Wir weisen die Drohungen des Iran entschieden zurück.» Jeder iranische Versuch, einen Zusammenhang zwischen dem Libanon und dem Iran herzustellen und Israel anzugreifen, werde «mit grosser Härte beantwortet werden».

Am Sonntag hatte die israelische Armee als Reaktion auf Raketenangriffe der Hisbollah auf den Norden Israels Ziele in den Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Der mit der Hisbollah verbündete Iran feuerte daraufhin erstmals seit zwei Monaten wieder Raketen auf Israel ab.

Am Nachmittag erklärte die iranische Militärführung dann ihre Angriffe gegen Israel für beendet. Sollten die Kampfhandlungen weitergehen, darunter Israels Angriffe im Südlibanon, würden «härtere und vernichtendere Massnahmen als bisher» erfolgen, drohte Irans militärisches Hauptquartier Chatam al-Anbjia jedoch. (sda/dpa)

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Die Vorgeschichte

  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenattacken gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Modschtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA gaben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe. US-Präsident Donald Trump verlängerte diese danach einseitig. Die Aufnahme von neuen Verhandlungen stockt, der Iran zeigt wenig Interesse daran. Die für die Weltwirtschaft wichtige Strasse von Hormus ist weiterhin mehrheitlich blockiert.
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Iran-Proteste 2026
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Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

quelle: keystone
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USA und Israel greifen Iran an – Das sagt Trump
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Die ZTL (Zone a traffico limitato) sorgen insbesondere bei ausländischen Touristinnen und Touristen immer wieder für Ärger, weil in vielen Städten die Regelungen unübersichtlich sind. Bei einem Verstoss drohen rund 100 Euro Bussgeld.
Einer neuen Studie zufolge gibt es in Italien insgesamt 485 innerstädtische Zonen, die nur von Anwohnerinnen und Anwohnern oder mit Sonderberechtigung benutzt werden dürfen. Das heisst: Mehr als die Hälfte (56,2 Prozent) solcher Zonen in Europa befinden sich in Italien. In dem Bericht wird zwar gelobt, dass mit der Regulierung des Verkehrs Staus vermieden würden und die Umwelt geschützt würde. Anders als in Deutschland, Frankreich und Spanien gebe es jedoch keine einheitlichen Vorschriften, sondern unterschiedliche Regelungen von Stadt zu Stadt.
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