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Iran-Krieg: USA: Zwei iranische Drohnen abgefangen

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USA: Zwei iranische Drohnen abgefangen +++ Iran meldet Warnschüsse auf US-Schiffe

Der aktuelle Nachrichten-Ticker zu dem von der Trump-Regierung und Israel gestarteten Krieg gegen den Iran und zur US-Aussenpolitik.
07.06.2026, 09:1907.06.2026, 09:19
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9:15
US-Militär: Zwei iranische Drohnen abgeschossen
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben im Bereich der Strasse von Hormus zwei iranische Kampfdrohnen abgeschossen. Diese hätten eine Bedrohung für die internationale Schifffahrt in der Meerenge dargestellt, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) in der Nacht auf der Plattform X mit. US-Truppen seien weiterhin bereit, iranische Aggressionen abzuwehren.

Bereits am Samstagmorgen war es rund um den Persischen Golf trotz der eigentlich geltenden Waffenruhe und laufender Verhandlungen für ein Kriegsende erneut zu gegenseitigen Angriffen gekommen.

Das US-Militär schoss dabei nach eigenen Angaben iranische Drohnen ab und griff daraufhin auch Radarstellungen im Bereich der Strasse von Hormus an. Der Iran feuerte wenig später ballistische Raketen auf Kuwait und Bahrain ab. Nach Angaben aus Teheran waren US-Militärstützpunkte in den Golfstaaten Ziel des Angriffs. Dem US-Militär zufolge schlug der Angriff fehl, die meisten Raketen wurden von der Luftabwehr abgefangen.

Der Iran-Krieg begann Ende Februar mit amerikanisch-israelischen Luftangriffen auf Ziele im Iran. Seit rund zwei Monaten gilt in dem Konflikt eine Waffenruhe. Seither kam es nur vereinzelt zu begrenzten gegenseitigen Angriffen. (sda/dpa)
15:43
Iran meldet Warnschüsse gegen US-Kriegsschiffe
Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge Warnschüsse auf US-Kriegsschiffe vor ihrer Südküste gefeuert. Zwei US-amerikanische Zerstörer seien somit aus dem Arabischen Meer zurückgedrängt worden.

Das ging aus einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Armee hervor. Es seien Kamikazedrohnen und Antischiffs-Marschflugkörper abgefeuert worden.

Ein Reporter des staatlichen Fernsehens sagte, der Vorfall habe sich in den vergangenen 48 Stunden ereignet. Seinen Worten nach wollte die US-Marine mit ausgeschalteten Navigationssystemen in den Persischen Golf einlaufen. (sda/dpa)

10:52
Unifil-Soldat stirbt nach Angriff im Südlibanon
Ein Soldat der UN-Friedensmission Unifil im Libanon ist nach UN-Angaben einem Mörserangriff im Südlibanon gestorben. Der Soldat sei in den frühen Morgenstunden seinen Verletzungen erlegen, nachdem er zunächst in ein Krankenhaus in der libanesischen Hauptstadt Beirut geflogen worden war.

Der Angriff ereignete sich den Angaben am späten Mittwochabend in der Nähe des Orts Mardsch Ujun im Südlibanon. Zwei weitere Blauhelme seien ebenfalls verletzt worden, hiess es.

Unifil machte zunächst keine Angaben dazu, von welcher Seite aus der Angriff kam. Man habe eine Untersuchung zur Klärung des genauen Hergangs eingeleitet. Nach Angaben der Beobachtermission sei in Südlibanon zuletzt eine «zunehmend hohe Zahl» an Flugbahnen und Einschlägen registriert worden. Die Gewalt müsse beendet werden, forderte Unifil.

Im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah wurden im Libanon bereits mehrfach Unifil-Soldaten getötet und verletzt. In der Nacht haben Israel und der Libanon erneut einen Anlauf zur Umsetzung einer bisher kaum wirksamen Waffenruhe gestartet. Die Hisbollah äusserte sich bisher nicht dazu. (sda/dpa)
10:12
Israel warnt libanesische Bevölkerung vor Rückkehr in den Süden
Trotz eines neuen Anlaufs zu einer Waffenruhe im Libanon hat das israelische Militär die Bewohner des Südlibanons vor einer Rückkehr in ihre Heimatdörfer gewarnt. «Die Kämpfe im Südlibanon gehen weiter», teilte ein Sprecher in arabischer Sprache auf X mit. Es würden Ziele der vom Iran unterstützen Hisbollah angegriffen, hiess es.

Bewohner sollten nicht südlich des Sahrani-Flusses - etwa 40 Kilometer nördlich der israelischen Grenze - reisen. Jeder, der nach Süden reise, setzte sein Leben in Gefahr.

Israel und der Libanon hatten sich in der Nacht erneut auf einen Weg zur Umsetzung der Waffenruhe geeinigt. Die Hisbollah hat sich dazu bisher nicht geäussert.

Zwar galt schon zuvor eine Waffenruhe, sie war aber praktisch unwirksam, da die gegenseitigen Angriffe fast unvermindert fortgesetzt wurden. Wegen des seit Anfang März andauernden Kriegs wurden im Libanon Hunderttausende Menschen vertrieben. Viele Menschen dort fürchten sich vor eine Fortsetzung der bisherigen Waffenruhe, die keine Entschärfung des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah durchsetzen konnte. (sda/dpa)
8:44
Israels Polizeiminister kritisiert Libanon-Waffenruhe
Der israelische Polizeiminister Itamar Ben-Gvir hat die Vereinbarung zwischen Israel und dem Libanon auf einen neuen Anlauf zur Umsetzung einer Waffenruhe als «schweren Fehler» kritisiert. Es handele sich um «Wunschträume von Beratern, die den Ministerpräsidenten zu falschen Entscheidungen verleiten», schrieb er in einem Post auf der Plattform X.

Tatsächlich werde die libanesische Hisbollah-Miliz durch die Vereinbarung nur stärker werden. «Statt sie zu besiegen, findet sich Israel zunehmend mit ihrer Existenz ab», schrieb Ben-Gvir weiter. Der libanesische Staat sei ein «Partner der Hisbollah» und nicht in der Lage, die mit Israel verfeindete Miliz aus dem Grenzgebiet zu verdrängen.

Israel und der Libanon hatten sich in der Nacht erneut auf einen Weg zur Umsetzung der Waffenruhe geeinigt, die bisher faktisch unwirksam gewesen war. Dies sei abhängig von einer kompletten Einstellung der Angriffe der proiranischen Hisbollah-Miliz gegen Israel, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung nach Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertreten in Washington. (sda/dpa)

8:11
Libanon meldet Angriffe trotz Waffenruhe
Trotz eines neuen Anlaufs, die bisher kaum wirksame Waffenruhe im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah umzusetzen, kommt es im Libanon weiter zu israelischen Angriffen. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete am Morgen von mindestens zwei Drohnenangriffen auf verschiedene Fahrzeuge im Süden des Landes. Das israelische Militär äusserte sich zunächst nicht.

Israel und der Libanon hatten sich in der Nacht erneut auf einen Weg zur Umsetzung der Waffenruhe geeinigt. Dies sei abhängig von einer kompletten Einstellung der Angriffe der proiranischen Hisbollah-Miliz gegen Israel, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung nach Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertreten in Washington.

Wegen des seit Anfang März andauernden Kriegs wurden im Libanon Hunderttausende Menschen vertrieben. Der libanesische Zivilschutz rief die Menschen am Morgen zur Geduld auf. Sie sollten nicht voreilig in ihre Heimatorte zurückkehren. Eine Rückkehr in die Dörfer im Süden des Landes solle erst nach entsprechenden offiziellen Ankündigungen erfolgen. Zudem bestehe weiterhin Gefahr durch Kriegsrückstände sowie nicht explodierte Munition. (sda/dpa)
1:48
USA: Libanon und Israel wollen brüchige Waffenruhe umsetzen
Israel und der Libanon haben sich nach Angaben des US-Aussenministeriums auf einen Weg zur Umsetzung der bisher faktisch kaum wirksamen Waffenruhe geeinigt. Die Waffenruhe sei unter anderem abhängig von einer kompletten Einstellung der Angriffe der proiranischen Hisbollah-Miliz, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung der beteiligten Staaten. (sda/dpa)
21:53
Weitere Gespräche zum Krieg im Libanon - Aussichten ungewiss
Begleitet von grosser Skepsis sind die Gespräche zum Krieg zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon in die nächste Runde gegangen. Die vierte Verhandlungsrunde von Regierungsvertretern Israels und des Libanons in Washington am Dienstag sei eine Vorbereitung für das wichtigere Treffen an diesem Mittwoch, hiess es aus Regierungskreisen aus der libanesischen Hauptstadt Beirut. Dann sollten auch ein schrittweiser Abzug von Israels Truppen aus dem Nachbarland, die Stationierung der libanesischen Armee und eine Festigung der Waffenruhe Thema werden. (sda/dpa)
21:51
Netanjahu: Werden Irans Führung beim Verschwinden helfen
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hält an dem Ziel fest, die iranische Regierung stürzen zu wollen. Die Führung in Teheran sei «dazu bestimmt, aus der Welt zu verschwinden», sagte er bei einer Zeremonie zum Amtsantritt des neuen Leiters des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, Roman Gofman. «Und wir werden ihr dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen». Einzelheiten dazu, wie genau dies gelingen soll, liess er offen. (sda/dpa)
17:00
Iran: Keine Gespräche mehr mit USA
Nach Wochen stagnierender Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA berichten iranische Medien von einem Ende der Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien. Seit mehreren Tagen fänden keine Gespräche mehr zwischen Teheran und Washington statt, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht.

Das Ende der indirekten Verhandlungen mit den USA komme im Zuge des andauernden Kriegs Israels im Libanon, hatte am Montag die iranische Agentur Tasnim berichtet. Solange der Krieg dort weitergehe, gebe es keine Gespräche, hiess es weiter. Israel führt im Libanon Krieg gegen die Hisbollah-Miliz, die vom Iran unterstützt wird. (sda/dpa)
16:55
Iran bereitet Beisetzung von Chamenei vor
Mehr als drei Monate nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei gibt es erstmals Äusserungen zu seinem geplanten Begräbnis. Die Beerdigung sei für den Beginn des islamischen Trauermonats Muharram geplant.

Das sagte der stellvertretende Teheraner Bürgermeister Amin Tawakolisadeh, wie iranische Medien berichteten. Ein Datum wäre somit ab Mitte Juni möglich.

Die Trauerfeiern sollen offiziell in der iranischen Hauptstadt Teheran, der Pilgerstadt Ghom sowie Chameneis Heimatort Maschhad abgehalten werden. In dem zentralen religiösen Zentrum Maschhads, dem Imam-Resa-Mausoleum, soll der frühere Religionsführer beigesetzt werden. In Teheran bereiten sich die Behörden auf Versammlungen von bis zu 20 Millionen Menschen vor. (sda/dpa)


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Die Vorgeschichte

  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenattacken gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Mojtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA gaben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe. US-Präsident Donald Trump verlängerte diese danach einseitig. Die Aufnahme von neuen Verhandlungen stockt, der Iran zeigt wenig Interesse daran. Die für die Weltwirtschaft wichtige Strasse von Hormus ist weiterhin teilweise blockiert.
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