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Nahost: Iran feuert weitere Raketen Richtung Israel

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Iran feuert weitere Raketen Richtung Israel +++ Israel attackiert Ziele im Iran

Der aktuelle Nachrichten-Ticker zu dem von der Trump-Regierung und Israel gestarteten Krieg gegen den Iran und zur US-Aussenpolitik.
07.06.2026, 09:1908.06.2026, 07:35
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7:34
Israels Armee greift petrochemische Anlage im Iran an
Israels Luftwaffe hat im Südwesten Irans eine Anlage der petrochemischen Industrie angegriffen. Das israelische Militär teilte am Morgen mit, dass es mehrere Ziele in der Anlage in der Hafenstadt Mahschahr im Südwesten des Landes ins Visier genommen habe. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt.

Die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, berichtete unter Berufung auf einen stellvertretenden Gouverneur der iranischen Provinz Chusesten, dass Teile der Anlage bei dem Luftangriff beschädigt worden seien. Die Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen. (sda/dpa)
7:12
Israels Militär meldet auch Rakete aus dem Jemen
Nach Angaben des israelischen Militärs ist auch eine Rakete aus dem Jemen in Richtung Israel abgefeuert worden. Die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz, um die Gefahr abzufangen, teilte das Militär am frühen Morgen auf Telegram weiter mit. Die Bevölkerung war aufgerufen, Schutzanweisungen zu folgen. Später teilte das Militär mit, dass die Menschen die Bunker wieder verlassen könnten.

Im Jemen operiert die vom Iran unterstützte militant-islamistische Huthi-Miliz. Sie hatte in der Vergangenheit die «volle und unerschütterliche Solidarität» mit Teheran angekündigt. Immer wieder wird befürchtet, die Miliz werde sich aus dem Jemen in den Iran-Krieg einmischen. (sda/dpa)
6:57
Neuer Raketenbeschuss aus dem Iran auf Israel
In mehreren Gegenden Israels haben nach neuem iranischem Raketenbeschuss am Morgen die Warnsirenen geheult. Unter anderem im Zentrum und Süden des Landes gab es Raketenalarm. Etliche Menschen mussten erneut Schutz in Bunkern vor dem Angriff suchen. Zuvor hatten sie eine Warnung per Handy erhalten. «Die Verteidigungssysteme sind im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen», teilte das israelische Militär mit. (sda/dpa)
3:40
Israels Militär greift wieder Ziele im Iran an
Israels Luftwaffe hat Ziele im Westen und im Zentrum des Irans angegriffen. Das teilte das israelische Militär in den frühen Morgenstunden auf der Plattform X mit. Weitere Details gab es zunächst nicht. Der Angriff folgte auf iranische Raketenangriffe auf Israel am Abend zuvor.

Am späten Sonntagabend hatten Staatsmedien der Islamischen Republik mehrere Raketensalven auf den Erzfeind gemeldet. Laut dem israelischen Militär wurden alle Raketen der ersten Wellen abgefangen.

Zuvor hatte Israel am Sonntag in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen – trotz einer von US-Präsident Donald Trump verkündeten Waffenruhe. Die Armee habe in Beirut «Terroristen-Hauptquartiere» als Reaktion auf vorherigen Beschuss Israels durch die Hisbollah angegriffen, teilten Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz mit.

Die Hisbollah ist der wichtigste nichtstaatliche Verbündete des Irans. Teheran hatte zuvor gewarnt, dass weitere israelische Angriffe auf den Grossraum Beirut als neuer Eskalationsschritt in der regionalen Konfrontation gewertet würden.

Israel hatte seit Inkrafttreten einer offiziellen Waffenruhe Mitte April die Angriffe im Raum Beiruts deutlich eingeschränkt. US-Präsident Trump hatte dort auch einen Stopp israelischer Angriffe und ein Ende von Angriffen der Hisbollah auf Israel verkündet. Israel hatte jedoch damit gedroht, diese Gebiete im Falle von Hisbollah-Attacken auf Israel erneut anzugreifen und die Bewohner der Vororte erneut zur Flucht gedrängt. (sda/dpa)
2:12
Israels Armee: Iran begeht mit Angriff «schweren Fehler»
Die israelische Armee ist nach Angaben eines Militärsprechers nach dem iranischen Raketenangriff auf alle Szenarien vorbereitet. Das Militär sei «stark in der Verteidigung und im Angriff», sagte Sprecher Effie Defrin in einer Video-Ansprache.

Der israelische Militärchef Ejal Zamir halte gegenwärtig Beratungen ab und billige «Pläne für das weitere Vorgehen». Der Iran habe mit den neuen Raketenangriffen auf Israel einen «schweren Fehler begangen», sagte der Sprecher.

Mit den Angriffen auf Israel als Reaktion auf den israelischen Angriff auf Hisbollah-Ziele in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut versuche Teheran, «eine neue Gleichung zu schaffen». Israel werde dies nicht zulassen, sagte der Sprecher. Die Angriffe auf die mit dem Iran verbündete libanesische Hisbollah-Miliz würden im ganzen Libanon fortgesetzt, kündigte er an. «Wir werden Angriffe auf israelische Bürger nicht zulassen.» Israel sei auch auf neue Raketenangriffe aus dem Iran vorbereitet, sagte Defrin weiter. (sda/dpa)
1:45
Israel schliesst nach Angriffen aus Iran Übergänge nach Gaza
Israel hat nach den neuen Raketenangriffen aus dem Iran die Grenzübergänge in den Gazastreifen geschlossen. Es handele sich um eine «Sicherheitsmassnahme», hiess es in einer Mitteilung der zuständigen israelischen Cogat-Behörde. Betroffen seien unter anderem der Rafah-Grenzübergang zwischen dem Gazastreifen und Ägypten sowie der Warenübergang Kerem Schalom zwischen Israel und dem Gazastreifen.

Die Massnahme werde keine Auswirkungen auf die humanitäre Lage in dem Küstenstreifen haben, hiess es weiter in der Mitteilung. Seit Beginn der Waffenruhe im Oktober seien ausreichend Lebensmittel in das im Krieg weitgehend zerstörte Palästinensergebiet gebracht worden. Cogat werde die internationale Gemeinschaft über alle weiteren Entwicklungen informieren.

Internationale Hilfsorganisationen warnen immer wieder vor der weiterhin prekären Lage für die rund zwei Millionen Einwohner des Gazastreifens, die weiterhin vielfach in überfüllten Zeltlagern hausen. (sda/dpa)
1:38
Raketen dringen in Jordaniens Luftraum ein
Bei den neuesten Angriffen des Irans auf Israel sind einige der Raketen in Jordaniens Luftraum eingedrungen. Das teilte ein Sprecher der jordanischen Regierung mit. Mehrere Raketen hätten Jordaniens Luftraum bei der «erneuten Eskalation» verletzt, teilte der Sprecher mit. Die jordanischen Streitkräfte würden die Situation genau beobachten. «Jordanien wird nicht zulassen, dass sein Gebiet oder sein Himmel in ein Schlachtfeld für irgendwen verwandelt werden.»

Ein jordanischer Fernsehsender veröffentlichte Videos eines grossen Trümmerteils von einer Rakete, die nahe der Stadt Irbid im Norden niederging. Am Nachthimmel wurden über Jordanien mehrere Raketen auf dem Weg nach Israel gesichtet.

Jordanien geriet durch seine geografische Lage zwischen dem Iran und Israel schon mehrfach in die Schusslinie im Konflikt der beiden Erzfeinde. Jordaniens Flugabwehr fing dabei mehrfach Raketen und Drohnen im eigenen Luftraum ab mit dem erklärten Ziel, die eigene Bevölkerung zu schützen. Das Königreich sah sich danach dem Vorwurf ausgesetzt, Israel zu verteidigen. (sda/dpa)
23:02
Irak und Syrien sperren Luftraum vorübergehend
Der Irak und Syrien haben ihren Luftraum nach den neuesten Raketenangriffen des Irans auf Israel vorübergehend gesperrt. Im Irak gelte die Sperrung für 72 Stunden, teilte die Behörde für zivile Luftfahrt mit. Es handle sich um eine Vorsichtsmassnahme wegen «aktueller regionaler Entwicklungen und Spannungen», um die Sicherheit des zivilen Flugverkehrs zu schützen. Im benachbarten Syrien wurde eine Sperrung ab 23.00 Uhr abends (22.00 MESZ) für 12 Stunden verkündet und damit bis Montag früh.

Beide Länder liegen geografisch zwischen dem Iran und Israel und damit auch in der Schusslinie im Fall gegenseitiger Angriffe der beiden Erzfeinde. Der Irak hatte seinen Luftraum schon beim Ausbruch des Krieges wochenlang geschlossen und erst nach Verkündung der Waffenruhe im April wieder geöffnet.

Berichte, dass auch die Golfstaaten ihren Luftraum geschlossen hätten, bestätigten sich zunächst nicht. Die in Katar zuständige Behörde teilte mit, dass entsprechende Darstellungen, die in sozialen Medien kursierten, falsch seien. Es gebe aber eine sogenannte Notam (Mitteilung an die Flugzeugführer) über «alternative Flugrouten», um das «höchste Mass an Sicherheit und Effizienz» im Luftverkehr zu ermöglichen.

Diese Mitteilung empfiehlt für Flüge in die regionalen Nachbarländer Kuwait, Bahrain und Oman andere Flugrouten, eine Schliessung des katarischen Luftraums wird aber nicht mitgeteilt. (sda/dpa)
22:36
Medien: Trump fordert von Israel Verzicht auf Gegenschläge
Nach den neuesten Raketenangriffen des Irans auf Israel will US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu auffordern, auf Vergeltungsschläge gegen Teheran zu verzichten. Trump habe ein entsprechendes Telefonat mit Netanjahu angekündigt, berichtete ein Reporter des Nachrichtenportals «Axios» auf X. Der israelische Sender Kan berichtete ebenfalls, dass Israel nach Trumps Willen nicht auf die Angriffe reagieren solle. «Israel hat genug reagiert», sagte Trump demnach einem Korrespondenten des Senders.

Trump dürfte weiterhin darauf hoffen, ein Rahmenabkommen mit Teheran abzuschliessen. «Was ich dem Iran raten würde: Ihr habt eure Raketen abgefeuert, das reicht. Kehrt an den Verhandlungstisch zurück und schliesst ein Abkommen», sagte er laut dem US-Sender Fox News. Eine öffentliche Stellungnahme durch das Weisse Haus stand zunächst aus.

Trump deutete laut Fox News an, dass die Verhandlungen mit dem Iran auf eine mögliche Einigung zusteuerten. Diese könnte «am Montag, Dienstag oder Mittwoch kommender Woche» erzielt werden, hiess es weiter. Mit Blick auf die jüngsten israelischen Angriffe im Libanon sagte der Präsident unterdessen: «Ich bin nicht erfreut darüber.»

Am späten Sonntagabend feuerte der Iran mehrere Raketensalven auf Israel. Laut dem israelischen Militär wurden alle Raketen der ersten Wellen abgefangen, gleichzeitig habe man weitere Raketenangriffe identifiziert. Die Luftabwehr sei im Einsatz. (sda/dpa)
22:30
Israel: Aus Iran abgefeuerte Raketen von Luftabwehr abgefangen
Aus dem Iran auf Israel abgefeuerte Raketen sind nach israelischen Militärangaben von der Luftabwehr abgefangen worden. Bisher seien zwei Angriffswellen identifiziert worden, teilte das Militär mit. Nach Angaben des israelischen TV-Senders N12 schlugen Raketentrümmer im Norden Israels ein, unter anderem nahe der Stadt Tiberias. Es gab zunächst keine Angaben zu Verletzten.

Nach Informationen des israelischen Zivilschutzes wurde angesichts der ersten iranischen Angriffe seit zwei Monaten der Unterricht in allen Schulen am Montag abgesagt. Der internationale Flughafen bei Tel Aviv blieb nach Medienberichten zunächst geöffnet.

Der Iran reagierte mit den Raketenangriffen auf einen Angriff Israels in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut. Nach israelischen Angaben reagierte das Militär damit wiederum auf einen vorherigen Raketenangriff aus dem Libanon auf den Norden Israels. Israel machte die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz für die Angriffe verantwortlich. (sda/dpa)
22:26
Iran sperrt Luftraum im Westen des Landes
Der Iran hat den Luftraum im Westen des Landes bis auf weiteres gesperrt. Die zivile Luftfahrtbehörde begründete dies nach den iranischen Raketenangriffen auf Israel mit neuen Gefährdungsbewertungen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Die Bevölkerung wurde gebeten, von Fahrten zu den Flughäfen abzusehen und die Medien zu verfolgen. (sda/dpa)
22:25
Iran: Luftwaffenstützpunkt in Israel attackiert
Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge bei ihren Raketenangriffen auf Israel unter anderem auf Militäreinrichtungen gezielt. Der Luftwaffenstützpunkt Ramat David sei mit ballistischen Raketen attackiert worden, hiess es in einer von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung der Revolutionsgarden.

In der Mitteilung begründeten Irans Revolutionsgarden, die Elitestreitmacht des Landes, ihre Angriffe mit der Eskalation im Libanon. Die Waffenruhe im Iran-Krieg Anfang April sei unter der Prämisse ausgehandelt worden, dass der Konflikt an allen Fronten eingestellt werden müsse, hiess es in der Erklärung. «Doch wie immer hielten sich die USA und das zionistische Regime nicht an ihre Verpflichtungen. Sie setzten sowohl ihre Angriffe und Verbrechen im Libanon fort als auch ihre wiederholten Übergriffe auf iranische Küstengebiete.»

Die nun erfolgten Angriffe bezeichneten die Revolutionsgarden als «Warnung». Sollte der Krieg wieder voll ausbrechen, «werden die Antworten umfassender ausfallen und sämtliche amerikanisch-zionistischen Ziele in der Region einschliessen», teilten die Streitkräfte weiter mit. (sda/dpa)
22:24
Iran greift Israel erneut mit Raketen an – Israel droht mit Vergeltung
Der Iran hat erstmals seit Anfang April wieder Raketen auf Israel abgefeuert. Nach israelischen Angaben wurden insgesamt vier Raketen in mehreren Wellen gestartet und von den Abwehrsystemen abgefangen. Teheran begründete den Angriff mit den israelischen Luftschlägen auf Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut.

Israel reagierte umgehend mit scharfen Drohungen. Ein Regierungsvertreter kündigte laut israelischen Medien eine «harte» Antwort an und erklärte, man werde die Angriffe nicht unbeantwortet lassen. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu berief eine Sicherheitsberatung ein.

Aus Sorge vor einer weiteren Eskalation bleiben am Montag landesweit alle Schulen in Israel geschlossen. Die jüngsten Angriffe setzen die ohnehin fragile Waffenruhe zwischen Iran, Israel und den USA weiter unter Druck. (mke)
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Die Vorgeschichte

  • Israel und die USA starteten am 28. Februar 2026 gross angelegte Angriffe auf Iran. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenattacken gegen Israel sowie US-Stützpunkte in der Region.
  • Irans oberster Führer Ali Chamenei wurde getötet, ebenso zahlreiche Militärs. Sein Sohn Modschtaba wurde Nachfolger, ist aber verletzt und bisher nicht öffentlich aufgetreten.
  • Der Konflikt hat sich auf den Nahen Osten ausgeweitet, mit Angriffen u.a. in Katar, den VAE, Saudi-Arabien und Bahrain sowie Kämpfen im Libanon. Auch US-Soldaten wurden getötet.
  • Die USA gaben unterschiedliche Kriegsziele und Rechtfertigungen an – von der Zerstörung des iranischen Atomprogramms bis hin zu einem möglichen Regimewechsel.
  • Am 8. April einigten sich die Kriegsparteien auf eine zweiwöchige Waffenruhe. US-Präsident Donald Trump verlängerte diese danach einseitig. Die Aufnahme von neuen Verhandlungen stockt, der Iran zeigt wenig Interesse daran. Die für die Weltwirtschaft wichtige Strasse von Hormus ist weiterhin mehrheitlich blockiert.
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Iran-Proteste 2026
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Iran-Proteste 2026

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quelle: keystone
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